Erinnert an einen der besten Sci-Fi-Filme aller Zeiten: "Fast & Furious"-Macher dreht Videospiel-Kracher à la "Starship Troopers"
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Justin Lin ist vor allem bekannt für seine fünf (!) „Fast & Furious“-Filme. Zuletzt wandte er sich jedoch von der Blockbuster-Saga ab, um sich kleineren Stoffen zu widmen. Nun verfilmt er einen Videospiel-Hit – mit „Helldivers“.

TriStar Pictures

Er inszenierte einzelne Folgen von Serien wie „True Detective“, „S.W.A.T.“ und „Magnum P.I.“ und bescherte uns mit „Star Trek Beyond“ den bislang letzten Kinofilm der populären Science-Fiction-Saga. Doch vor allem kennen wir Justin Lin natürlich als „Fast & Furious“-Regisseur – der das Hit-Franchise überhaupt erst zu dem machte, was es heute ist. Er verantwortete die Filme 3 bis 6 und feierte mit „Fast & Furious 9“ schließlich sein Comeback. Im Anschluss ging es für ihn mit dem kleineren, persönlicheren „Last Days“ zwar kurzzeitig back to the roots. Jetzt aber steht das nächste prestigeträchtige Großprojekt für Lin vor der Tür. Und zwar eines von mehreren.

Denn wie der Hollywood Reporter zunächst exklusiv berichtete, wird Justin Lin „Helldivers“ inszenieren – eine Adaption des gleichnamigen Videospiel-Hits. Ähnlich wie auch schon bei „Gran Turismo“ und „Uncharted“ handelt es sich dabei um eine Kooperation von Sony Pictures und PlayStation Productions.

Das Skript steht bereits – und stammt von keinem Geringeren als Gary Dauberman, der vor allem Horror-Aficionados ein Begriff sein dürfte. Der Schreiber entwickelte sich in den vergangenen Jahren innerhalb des Genres zur äußerst gefragten Personalie, lieferte er doch unter anderem die Drehbücher zu so schaurigen Kassenschlagern wie den beiden „ES“-Filmen und der „Annabelle“-Trilogie. Mit „Helldivers“ wagt er sich nun ein Stück weit ins Science-Fiction-Action-Sujet vor.

Das ist "Helldivers"

Bereits im vergangenen Januar wurde bekannt, dass eine Verfilmung geplant sei. Damals war allerdings noch von einer Adaption der Fortsetzung „Helldivers 2“ die Rede. Die jüngsten Entwicklungen lassen uns nun gespannt darauf blicken, in welcher Form der Gaming-Bestseller am Ende den Weg auf die Leinwände (oder die Bildschirme) finden wird. Eines ist allerdings klar: Fans von „Starship Troopers“ sollten „Helldivers“ unbedingt auf der Rechnung haben. Nicht nur, aber auch weil fraglich ist, ob der angekündigte Reboot des Sci-Fi-Klassikers von Sony-Tochter Columbia Pictures am Ende womöglich durch die Videospiel-Verfilmung ersetzt wird.

„Helldivers“ spielt in einer ähnlich überzeichneten dystopischen Welt, in der die titelgebende Eliteeinheit gegen eine außerirdische Bedrohung in die Schlacht zieht. Dabei gilt es nicht nur, die an die Bugs aus dem Paul-Verhoeven-Kultfilm erinnernden Aliens in die Flucht zu schlagen, sondern auch die Werte eines totalitären Systems zu verteidigen, das in der Galaxie für Frieden und Demokratie kämpft. Auch die überspitzte Darstellung von Propaganda und den glorifizierten Soldaten erinnert dabei stark an „Starship Troopers“.

Sony Interactive Entertainment
"Helldivers" erinnert stark an "Starship Troopers"

Obwohl Lin dem „Fast & Furious“-Franchise den Rücken gekehrt hat, hat der gebürtige Taiwanese auch noch einige weitere Projekte in der Pipeline. Weitere Adaptionen bekannter Marken, die er aktuell auf seiner Agenda hat, wären da etwa die Realfilm-Adaption des Manga-Kults „One Punch Man“ sowie Netflix' Comic-Adaption „BRZRKR“ mit Keanu Reeves.

Es bleibt abzuwarten, in welcher Reihenfolge sich Lin der Umsetzung jener Projekte widmen wird. Eines scheint indes sicher: Der Filmemacher hat auch ohne „Fast & Furious“ einen vollen Terminkalender – und wird in den kommenden Jahren wohl den einen oder anderen Film mit Franchise-Potenzial an den Start bringen.

An einem neuen Franchise arbeitet Quentin Tarantino aktuell zwar nicht, doch sprach der Kult-Regisseur gerade erst darüber, zwei seiner größten Klassiker in einem neuen Film zusammenzubringen. Die ganze Geschichte könnt ihr hier nachlesen:

Nach über 30 Jahren: Quentin Tarantino will Herzensprojekt verfilmen – und "Pulp Fiction" mit "Reservoir Dogs" verbinden

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