"Fallout" lässt grüßen: Die Verfilmung eines der außergewöhnlichsten Videospiel-Blockbuster überhaupt geht neue Wege
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Seit „Silent Hill“ ihm gezeigt hat, dass es doch auch gute Videospieladaptionen geben kann, hält Gamer Markus sehnsüchtig Ausschau nach weiteren.

Es wurde bereits angedeutet, nun ist es bestätigt: Die geplante Verfilmung des Videospiel-Hits „Death Stranding“ wird keine direkte Adaption der Vorlage, sondern eine eigene Geschichte in deren Welt erzählen.

Kojima Productions

Im Zuge einer Jubiläumsveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen seines eigenen Entwicklerstudios Kojima Productions hatten Videospiellegende Hideo Kojima und seine Gäste gleich eine ganze Reihe spannende Neuigkeiten im Gepäck. Nicht nur wurden eine schaurige Vorschau auf sein mit Spannung erwartetes neues Spiel „OD“ und ein erster Trailer zur Anime-Adaption von „Death Stranding“ gezeigt. Auch zur ebenfalls geplanten Live-Action-Verfilmung von letzterem Gaming-Hit aus dem Jahr 2019 gab es frische Infos – die Fans des Ausnahmespiels ein wenig spalten könnte.

So hat der ebenfalls beim Event anwesende Regisseur Michael Sarnoski („Pig“, „A Quiet Place: Tag Eins“) bestätigt, was Kojima selbst schon vor einer Weile angedeutet hat: Der „Death Stranding“-Film wird nicht die Story des ersten Spiels oder der in diesem Jahr erschienenen Fortsetzung „Death Stranding 2: On The Beach“ adaptieren, sondern eine ganz eigene Geschichte mit neuen Figuren erzählen. Diese soll aber ganz offenbar in der bekannten Welt der Games angesiedelt und so wohl auch Teil von deren Kanon sein – so wie es etwa die Amazon-Serie „Fallout“ mit großem Erfolg vorgemacht hat.

Neue "Death Stranding"-Geschichte, die die Vorlage ehren soll

Sarnoski führte dazu weiter aus: „Mit diesem Projekt wollen wir die Seele des Spiels einfangen, die Themen des Spiels aufgreifen, aber eine Geschichte erzählen, die man in dieser Welt noch nicht gesehen hat, und Figuren erkunden, die bisher unbekannt sind. Dabei geht es uns darum, sowohl die ganze Bandbreite und all diese unglaublichen realen Schauplätze zu erfassen, als auch die nuancierten Charaktere zu entdecken – und dem Ganzen auf einer Makro- wie auch auf einer Mikroebene gerecht zu werden.“

Um das zu gewährleisten, wird „Death Stranding“-Mastermind Hideo Kojima als Produzent und Berater aktiv in die Produktion involviert sein. Die zitierten Aussagen und den Rest der Veranstaltung könnt ihr euch im folgenden Video anschauen:

Das ist "Death Stranding"

Weitere Details zur Handlung blieb man noch schuldig. Jedoch dürfte der Ansatz es eher unwahrscheinlich machen, dass die von bekannten Stars wie Norman Reedus, Mads Mikkelsen und Léa Seydoux Hauptfiguren der Vorlagen in der Verfilmung tragende Rollen spielen werden – obgleich Gastauftritte nicht ausgeschlossen sind.

Stattdessen stellte Hideo Kojima in Aussicht, dass wir in dem Kino-Abenteuer mehr über die Hintergründe des verheerenden Ereignisses erfahren könnten, das im Zentrum der Reihe steht. „Death Stranding“ entführt uns nämlich in eine dystopische Zukunft, in der das titelgebende Event den Schleier zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten durchlässig und somit auch weite Teile der USA unbewohnbar gemacht hat. Protagonist der Spiele ist Lieferant Sam Porter Bridges, dem die Aufgabe zuteil wird, voneinander getrennte Knotenpunkte im Land wieder miteinander zu verbinden, die Bevölkerung so erneut zu einen und ihr neue Hoffnung zu geben.

Ob die Verfilmung des Ganzen dabei ähnlich außergewöhnlich wie die Vorlage wird, die sich gängigen Genrezuschreibungen weitestgehend entzieht und in diesem Größensegment in der Gamingwelt ziemlich einzigartig ist, bleibt abzuwarten. Dass sich Kojima Productions für das Vorhaben mit Prestige-Studio A24 („Everything Everywhere All At Once“, „Past Lives“, „Hereditary“) zusammengetan hat, ist aber schon mal nicht das schlechteste Vorzeichen.

Wie eine „Death Stranding“-Verfilmung aussehen kann, könnt ihr euch derweil bereits im nachfolgenden Trailer zur oben erwähnten Anime-Adaption anschauen, die ebenfalls eine frische Geschichte erzählt und von „Prisoners“-Autor Aaron Guzikowski geschrieben wurde:

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren