Es ist der Hype des Jahres 2025: Im Frühjahr und Sommer wollte von einem Tag auf den anderen jeder ein Labubu haben. Die knuffig-hässlichen Sammelmonster sorgten für lange Schlangen vor Geschäften, teilweise übernachteten die Menschen sogar vor der Ladentür, um sich morgens eins der streng limitierten Plüschtiere sichern zu können.
Paul King macht "Labubu"
Dass dies eine reizvolle Marke für eine Kinoadaption ist, liegt auf der Hand. So sicherte sich Sony erst vor wenigen Wochen die Rechte an dem „Labubu“-Kinofilm – und will das Projekt offensichtlich schnell vorantreiben. Laut dem Hollywood Reporter hat das Studio jetzt Regisseur Paul King unter Vertrag genommen, um die Kinoversion der Sammelsensation zu inszenieren.
Damit hat Sony einen echten Coup gelandet. King hat sich zuletzt zu einem Experten für großartige Familienfilm-Unterhaltung entwickelt. Mit „Wonka“ landete er einen Mega-Hit, davor machte er „Paddington“ und „Paddington 2“ (siehe unser Artikelbild). Vor allem letzterer schlug voll ein. Zeitweise hielt „Paddington 2“ sogar den Kritiken-Weltrekord als bestbewerterter Film aller Zeiten, weil er auf RottenTomates bei 165 Rezensionen 100 Prozent positive Reviews hatte. Mittlerweile steht er (bei jetzt 253 Rezensionen) „nur“ noch bei 99 Prozent, ist aber nicht nur für uns einer der besten Filme der vergangenen 10 Jahre.
Mit der Verpflichtung von King ist auch klar, dass die „Labubu“-Adaption ein Realfilm werden dürfte. Vorher war spekuliert worden, dass Sony aus dem Stoff eine animierte Erzählung machen wird. Eine Live-Action-Umsetzung hat den Vorteil, dass sie deutlich schneller zu realisieren ist. Schließlich ist nicht abzusehen, wie lange der Hype um die Figuren mit ihrem breiten, manchmal auch ein wenig furchteinflößenden Grinsen noch anhält.
Trotzdem ist unklar, wie bald das erste Labubu über die Kinoleinwand flitzt. Das Projekt soll noch in einem frühen Entwicklungsstadium sein. Aktuell muss wohl noch jemand verpflichtet werden, der in Abstimmung mit King überhaupt erst einmal das Drehbuch schreibt. Aber auch hier ist davon auszugehen, dass Sony um schnelle Fortschritte bemüht ist und womöglich einen Kinostart 2027 anvisiert.
"Labubu"-Film in enger Zusammenarbeit mit Hersteller
Der wird dann sicher auch mit viel Labubu-Merchandise in den Läden verbunden sein. Denn Sony arbeitet bei dem Kinofilm eng mit dem chinesischen Unternehmen Pop Mart zusammen. Dieses ist für den Erfolg der Sammelplüschfiguren verantwortlich. Erfunden wurden die nämlich eigentlich bereits 2015 von dem Künstler Kasing Lung. Aber erst als Pop Mart 2019 die Lizenz übernahm, begann der Erfolg, der dann dieses Jahr explodierte.
Als Grund für den riesigen Popularitätsschub gelten zwei Umstände: Zum einen waren in kurzer Abfolge mehrere Popstars mit den Plüschkreaturen als Anhänger an zum Beispiel Handtaschen zu sehen. Zudem vertreibt Pop Mart sie über sogenannte „Blind-Boxes“. Man kauft also ein Labubu, ohne vorher zu wissen, welche Kreatur man erhält. Dies sorgt dafür, dass Fans, die ein bestimmtes Labubu jagen, mehrfach zuschlagen. Es hat zudem einen Zweitmarkt kreiert, bei denen besonders beliebte und/oder seltene Exemplare für ein Vielfaches des Originalpreises gehandelt werden. Auch das befeuert den Hype weiter.
Während es noch ungewiss ist, wann dieser Film erscheint, kommt die Verfilmung eines Kult-Videospiels bereits im nächsten Jahr. Kürzlich gab es den ersten Trailer:
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