"People We Meet On Vacation"-Star wird für Netflix zur Fußballlegende
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Gerade ist „People We Meet On Vacation“ ein riesiger Hit auf Netflix und steht auch in Deutschland seit Tagen auf dem ersten Platz der Charts. Hauptdarstellerin Emily Bader macht jetzt direkt das nächste Projekt mit dem Streamer.

Netflix

Vom Luxus-Sommer-Urlaub zur sportlichen Höchstleistung in der warmen Jahreszeit. Emily Bader wird für Netflix die Hauptrolle im Filmprojekt „The 99'ers“ übernehmen. Dabei wird der „People We Meet On Vacation“-Star eine der größten Fußballlegenden der Geschichte verkörpern. Sie wird Mia Hamm spielen, die nicht einfach nur eine der populärsten Sportlerinnen der US-Geschichte ist. Sie ist das Gesicht des Aufstiegs des Frauenfußballs. Und die im Film „The 99’ers“ erzählte Geschichte spielt dabei eine zentrale Rolle.

Bevor wir auf diese weiter eingehen, noch kurz die weiteren Namen hinter dem Projekt. Emmy-Preisträgerin Nicole Kassell, die unter anderem für die Netflix-Serie „Sirens“ und die HBO-Adaption von „Watchmen“ bekannt ist, führt Regie. Das Drehbuch stammt derweil von Katie Lovejoy („Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick“), Dana Stevens („The Woman King“) und Peter Hedges („About A Boy“). Als Vorlage diente ihnen das Buch „The Girls Of Summer: The U.S. Women’s Soccer Team And How It Changed The World“ von Jeré Longman.

Der Aufstieg des Frauenfußballs: Das ist die Story von "The 99'ers"

Im Sommer 1999 fand die dritte offizielle Fußballweltmeisterschaft der Frauen statt. Das Turnier stand unter besonderen Vorzeichen. Denn die Organisatoren entschieden sich, einige der größten Football-Arenen des Landes zu nutzen. Doch es gab Skepsis, ob Frauenfußball die nötige Menge an Publikum anlocken würde. Vor allem das US-Team ging auf Werbetour – allen voran Mia Hamm. Schon kurz vor Turnierbeginn im Juni waren für das Turnier schließlich mehr Tickets verkauft, als je für ein Frauensport-Ereignis. Das Finale USA gegen China sahen 90.185 Menschen im Stadion – ein Rekord.

Mia Hamm selbst wurde zur Ikone – zum Werbegesicht vieler großer Marken. Mit „Mia Hamm Soccer 64“ erhielt sie als erste Sportlerin ein eigenes Videospiel. Ein gemeinsamer TV-Spot mit Basketball-Legende Michael Jordan ging in die Popkultur ein. Mit Jordan wurde Hamm auch oft verglichen, weil sie zwar eine technisch brillante und athletisch herausstechende Ausnahmespielerin war, die reihenweise Torrekorde brach und einen unbändigen Siegeswillen besaß, aber gleichzeitig sich sehr bescheiden immer in den Dienst der Mannschaft stellte. Ihr Mitwirken im WM-Finale 1999 trotz einer schweren Verletzung trug zur weiteren Legendenbildung bei.

In Netflix
In "People We Meet On Vacation" verbrachte Emily Bader noch einen Luxus-Urlaub, für ihre nächstes Netflix-Projekt wird sie einen deutlich anstrengenderen Sommer erleben.

Der dramatische Turnierabschluss mit einer Entscheidung im Elfmeterschießen dürfte im Netflix-Film auch eine zentrale Rolle spielen. Daneben erwarten wir einen umfangreichen Blick hinter die Kulissen. Ein Schwerpunkt dürfte sicher der immense Druck auf Mia Hamm und ihren Mitstreiterinnen sein. Schließlich ging es hier nicht nur darum, zu gewinnen, sondern auch darum, zu beweisen, dass ihr Sport eine Existenzberechtigung hat.

Aktuell dürfte das Casting für weitere Rollen laufen – möglicherweise auch mit ein paar deutschen Gesichtern. Die deutsche Nationalmannschaft unterlag in dem Turnier 1999 den gastgebenden USA vor den Augen des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton in einem engen Viertelfinale mit 2:3.

Der Netflix-Starttermin hängt davon ab, wie schnell es jetzt mit dem Projekt vorangeht. Der Plan dürfte es aber sein, „The 99'ers“ 2026 zu drehen, sodass mit einer Veröffentlichung dann 2027 zu rechnen ist. Ein Netflix-Erfolgstitel geht derweil schon in Kürze weiter. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:

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