Das gab es bei Netflix (fast) noch nie: Darum solltet ihr "The Rip" erst recht streamen!
Lutz Granert
Lutz Granert
-Freier Autor und Kritiker
Schreibt Kritiken für FILMSTARTS.de und ist der Experte vor allem für Heimkinothemen.

Bei Matt Damons und Ben Afflecks Produktionsfirma Artists Equity ist der Name Programm. Für den frisch erschienenen Cop-Thriller „The Rip“ hat das Duo einen besonderen Exklusiv-Deal mit Netflix ausgehandelt – und ihr könnt ihn direkt beeinflussen.

Matt Damon und Ben Affleck haben Seite an Seite eine Vielzahl gemeinsamer Filmauftritte bestritten. Ihrer bis in die Jugend zurückreichenden Freundschaft tat das keinen Abbruch. Im Gegenteil: Im November 2022 gründeten sie sogar gemeinsam die Produktionsfirma Artists Equity, was soviel wie „Gleichheit der Künstler“ bedeutet. Bereits ein Jahr später standen sie im ersten selbst produzierten (und von Affleck inszenierten) Streifen „Air - Der große Wurf“ wieder zusammen vor der Kamera.

Bei ihrer ersten gemeinsamen Zusammenarbeit mit einem Streaming-Riesen ist den beiden Buddys derweil ein beachtlicher finanzieller Coup gelungen, der in Hollywood für großes Aufsehen sorgte, wie zuerst The New York Times berichtete.

Vorher abspeisen – ohne Gewinnbeteiligung

Bei den großen Major-Studios war es lange Zeit üblich, einige Beteiligte der Film- oder Serienproduktionen am Erfolg des jeweiligen Formats zu beteiligen. Wenn die Kinokassen klingelten oder Serien ein großes Publikum anlockten, zahlten sie zusätzlich zu einem festgelegten Vorabentgelt eine Art Gewinnbeteiligung an einen Teil von Cast und Crew aus. Das wandelte sich in den vergangenen Jahren zunehmend: Streamingdienste wie Netflix verzichteten auch bei populären Formaten gänzlich auf Bonuszahlungen – wodurch wegen des Kostendrucks irgendwann auch die Studios nachzogen.

Zu „The Rip“ hat Artists Equity nun einen beachtlichen Deal mit Netflix abgeschlossen, welcher der lange vehement verteidigten Firmenpolitik des Streaminganbieters entgegen läuft – und eine seltene Ausnahmeregelung darstellt. Entwickelt sich die 100 Millionen-Dollar teure Produktion „The Rip“ auf Netflix in den ersten 90 Tagen zum Hit, erhalten nicht nur die beiden Hauptdarsteller (und Firmenchefs) Matt Damon und Ben Affleck, sondern alle 1.200 Beteiligte an der Produktion eine entsprechende einmalige Prämie!

The Rip
The Rip
Starttermin 16. Januar 2026 | 2 Std. 13 Min.
Von Joe Carnahan
Mit Matt Damon, Ben Affleck, Teyana Taylor
User-Wertung
3,3
Filmstarts
3,0
Im Stream

Konkrete Zahlen, wie gut die Performance ausfallen muss, welche Stufen bei den Abrufzahlen bestehen und welche Beträge dann fließen, sind jedoch nicht bekannt. Die höchste Stufe („Grand Slam“) werde jedoch erst erreicht, wenn „The Rip“ den bisherigen Netflix-Primus „KPop Demon Hunters“ mit etwa 325 Millionen Views vom Thron stößt – was jedoch sehr unwahrscheinlich ist. Aber: Ihr könnt direkt durch das Anschauen des Films dazu beitragen, dass die Beteiligten des Films fair entlohnt werden.

Bei Artists Equity sei der Firmenname als Credo und wörtlich zu verstehen: „Wir wollten Fairness schaffen und einige der realen Probleme angehen, die für unser Geschäft aktuell und dringend sind“, verriet Ben Affleck dazu in einem Interview. Schon 2023 sprach er mit Ted Sarandos, Co-Geschäftsführer von Netflix, der sich gegenüber dem sogenannten Back-end-Prämien-Modell offener zeigte als andere Streamingdienste.

Darum geht es in "The Rip"

Nicht nur hinter den Kulissen, auch vor der Kamera spielt ein großer Batzen Geld eine tragende Rolle in „The Rip“. Die beiden Polizisten Dane Dumars (Matt Damon) und J.D. Byrne (Ben Affleck) erhalten einen Tipp, dass in einem von einem Verbrecherkartell genutzten Haus eine sechsstellige Summe liegt, die beschlagnahmt werden soll. Vor Ort angekommen, entdecken sie jedoch mehrere Geldfässer mit insgesamt 20 Millionen US-Dollar – weswegen es schnell korrupte Kollegen auf das Einsatzteam abgesehen haben...

Angesichts der Star-Power und der wohlwollenden Kritiken hat der düstere Cop-Thriller vom genreerfahrenen Regisseur Joe Carnahan („Boss Level“) durchaus das Zeug zum Hit. Auf der Plattform Rotten Tomatoes fallen derzeit 89% aller Reviews von Kritikern positiv aus und auch wir waren durchaus angetan und urteilten in unserer Rezension: „clever verdichteter und knallharter Thriller rund um Verrat, Misstrauen und Korruption“.

Ein weiterer Film von Artists Equivity mit Ben Affleck auf dem Regiestuhl steht bei Netflix übrigens schon in den Startlöchern. Hier erfahrt ihr mehr dazu:

"Justice League"-Reunion im neuen Netflix-Thriller von Ben Affleck: Der Cast von "Animals" wird immer spannender!

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