Must-See für Fans von "Frankenstein": Bond-Star in Neuverfilmung von Horror-Meilenstein - neben einer Oscar-Gewinnerin
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Nach „Frankenstein“ und „Dracula“ erlebt nun Grusel-Autor Edgar Allen Poe eine Wiedergeburt. In „The Masque Of The Red Death“ kämpfen ein Bond-Star und eine Oscar-Gewinnerin gegen eine verheerende Seuche. Erwartet uns ein Fest für Gothic-Horror-Fans?

Lighthouse Home Entertainment

Seit einigen Jahren erfahren Schauergeschichten und klassische Horror-Romane auf der großen Leinwand eine wahre Renaissance. 2023 begab sich Graf Dracula, der berühmteste aller Vampire, in „Die letzte Fahrt der Demeter“ auf eine besonders „blutige Schiffsreise“ über die Weltmeere. 2024 folgten Robert Eggers epische Frischzellenkur „Nosferatu“ sowie „Salem’s Lot“, eine moderne Version des Vampir-Roman-Klassikers „Brennen muss Salem“ (1979) von Stephen King.

2025 erschienen schließlich kurz nacheinander mit Luc Bessons „Dracula“ und „Frankenstein“ von Regie-Phantast Guillermo Del Toro zwei weitere aufwendige Horror-Neuverfilmungen. Und der Boom hält an. So ist aktuell mit Edgar Allan Poes „The Masque Of The Red Death“ eine weitere Adaption eines echten Meilensteins der Grusel-Literatur in der Mache. Mit der Oscar-Gewinnerin Mikey Madison („Anora“) ist bereits ein bekanntes Gesicht als Hauptdarstellerin bestätigt – zu der sich ein beliebtes Ex-Bond-Girl gesellt, die den Cast damit prominent verstärkt.

Der rote Tod greift um sich

Die Kurzgeschichte „Die Maske des Roten Todes“ erschien 1842 und zählt neben Werken wie „Der Untergang des Hauses Usher“ zu den berühmtesten Erzählungen von Horror-Literat Poe. Im Mittelpunkt stehen Zwillingsschwestern (Madison in einer Doppelrolle), die in einer Zeit der Gegensätze leben. Während die eine in einem majestätischen Schloss haust, kämpft die anderen vor dessen Toren um ihr Leben. Denn der „rote Tod“ rafft die Menschen dahin: eine grauenvolle, an die Pest erinnernde Seuche, gegen die es kein Heilmittel gibt. Der herrschende Prinz bleibt jedoch untätig und plant stattdessen einen riesigen, ausschweifenden Maskenball – zu der sich bald eine beunruhigende Präsenz gesellt.

Wie Deadline berichtet ist neben Madison mit der Französin Léa Seydoux eine weitere zentrale Rolle im geplanten Horrorfilm besetzt. Die Goldene-Palme-Gewinnerin („Blau ist eine warme Farbe") tritt seit jeher in anspruchsvollen Arthouse-Filmen auf, ist aber auch oft in großen Blockbuster-Produktionen zu sehen. Zu ihren bekanntesten Auftritten in jüngerer Zeit zählen ihre Rollen als Lady Margot Fenring in Denis Villeneuves „Dune: Part Two“ (2024) und als Madeleine Swann in „James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“ (2021). Seydoux spielte Swann schon sechs Jahre zuvor in „Spectre“ – und zählt damit zu den wenigen Schauspielerinnen, die zwei Auftritte als Bond-Mitstreiterin hatten.

Welchen Part sie in „The Masque Of The Red Death“ spielen wird, ist noch nicht bekannt. Horror-Erfahrung konnte die 40-Jährige zuletzt aber bereits in Filmen wie „Crimes Of The Future“ (2022) und „The Beast“ (2023) sammeln.

The Masque Of The Red Death
The Masque Of The Red Death
Von Charlie Polinger
Mit Mikey Madison, Léa Seydoux, Franz Rogowski

Ein Film für Goth-Horror-Fans

Ein abgeschiedener Handlungsort, das allgegenwärtige Gefühl des Unbehagens, die tragischen Figuren (für die es keine Hoffnung gibt) und schließlich das große universelle Thema der Unausweichlichkeit des Todes. „The Masque Of The Red Death“ könnte all jenen Gefallen, die sich schon an Del Toros „Frankenstein“ und der letztjährigen „Dracula“-Verfilmung erfreuten. Zumal mit Charlie Polinger ein Mann hinter der Kamera steht, der bestens mit dem Horror-Genre vertraut ist. Mit „The Plague“ debütierte er im letzten Jahr in Cannes – und sorgte an der Croisette mit seinem (auch von uns sehr gut bewerteten) Coming-of-Age-Horrorfilm gleich für mächtig aufsehen.

Die Dreharbeiten zu „The Masque Of The Red Death“ sollen im Februar 2026 in Budapest beginnen. Ein offizielles Startdatum steht aktuell noch nicht fest.

„Anora“-Darstellerin Mikey Madison ersetzt in der Poe-Verfilmung übrigens Superstar Sydney Sweeney, die ursprünglich für die Hauptrolle vorgesehen war. Die erlebt aktuell mit „The Housemaid“ ihren bislang größten Kino-Hit – dessen Fortsetzung schon jetzt in trockenen Tüchern ist:

Noch bevor Teil 1 in Deutschland gestartet ist: Erotik-Thriller mit Sydney Sweeney bekommt eine Fortsetzung

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren