Mit einer kleinen Rolle in Sydney Pollacks Satire „Tootsie“ (1982) fing Geena Davis‘ Schauspielkarriere an, danach spielte sie in diversen außergewöhnlichen Filmen von Regie-Ikonen mit. So war sie in David Cronenebergs Body-Horror „Die Fliege“ (1986) an der Seite von Jeff Goldblum (zwischenzeitlich ihr Ehemann) sowie in Tim Burtons grandioser Horrorkomödie „Beetlejuice“ (1988) zu sehen.
Ihre Nebenrolle in „Die Reisen des Mr. Leary“ (1988) brachte Davis sogar den Oscar als beste Nebendarstellerin ein. Zu Beginn der 90er blieb die 1956 geborene Davis weiterhin präsent und brillierte neben Susan Sarandon im Roadmovie „Thelma & Louise“ (1991) sowie mit Tom Hanks und Madonna in der zeitlos schönen Komödie „Eine Klasse für sich“ (1992).
Ab Mitte der 90er wurde es schon schwieriger für Davis: Mit „Die Piratenbraut“ (1995) und „Tödliche Weihnachten“ (1996) – bei beiden führte ihr damaliger Ehemann Renny Harlin Regie – erlebte sie zwei aufeinanderfolgende Flops. Doch obwohl es anschließend zunächst etwas ruhiger um Davis wurde, lässt sich kaum von einem Karriereknick sprechen…
20th Century Fox
Vielfach interessiert und talentiert
Dazu muss man wissen, dass Geena Davis seit jeher leidenschaftlich Interessen abseits der Schauspielerei pflegt: Sie ist Mitglied bei Mensa, einer Vereinigung für hochbegabte Menschen, spricht fließend schwedisch und probierte sich ab 1997 im Bogenschießen aus. In letzterem war sie so gut, dass sie 1999 zu den 300 Frauen gehörte, die um einen Platz im Halbfinale der US-Olympiamannschaft im Bogenschießen kämpften. Der Schauspielerei blieb sie in dieser Zeit weiterhin treu und war in der Familienfilm-Trilogie um „Stuart Little“ zu sehen.
Nach der Geburt ihrer drei Kinder in den 2000ern wandte sich Davis verstärkt einfacher planbaren Auftritten in Serien wie „Will & Grace“ und „Grey’s Anatomy“ zu, blickte aber zugleich weiter über den Tellerrand: So gründete sie 2007 das „Geena Davis Institute“, das mit wissenschaftlicher Datenauswertung die Repräsentation von Gender, sexueller Orientierung, Alter und Behinderung in Filmen und Serien erforscht.
Weiterhin präsent in frauenzentrierten Projekten
Trotz ihres geschätzten, sogar mit einem Academy Award ausgezeichneten Aktivismus, ist Geena Davis auch in den vergangenen Jahren immer wieder schauspielerisch in Erscheinung getreten – und das zumeist in frauenzentrierten Projekten:
In der Netflix-Serie „Glow“ über Frauen-Wrestling spielte sie ein ehemaliges Showgirl, sie lieh einer Figur in der Zeichentrickserie „She-Ra und die Rebellen-Prinzessinnen“ ihre Stimme und war zudem Teil von Zoë Kravitz‘ Regiedebüt „Blink Twice“. Wer diesen in der Filmstarts-Kritik mit vier Sternen bewerteten #MeToo-Thriller noch nicht gesehen hat, findet ihn bei Amazon Prime Video:
Erinnert ihr euch eigentlich noch an Kelly McGillis? Auch ihre Karriere befand sich in den 1980er-Jahren im Aufwind, vor allem durch „Der einzige Zeuge“ und „Top Gun“. Doch schon wenig später hat man nicht mehr allzu viel von ihr gehört. Was sie heute macht (und warum sie nicht in „Top Gun: Maverick“ dabei war), erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Sie wurde an der Seite von Tom Cruise in "Top Gun" weltberühmt, doch für Teil 2 wurde sie nicht einmal angefragt: Was macht Kelly McGillis eigentlich heute?FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
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