Obwohl er für die Fortsetzung eines Fantasy-Blockbusters (wahrscheinlich einmalig) noch einmal auf die Leinwand zurückkehren wird: Michael Caine ist offiziell im Ruhestand – im gehobenen Alter von 92 Jahren eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung. Bevor er im Oktober 2023 in Rente ging, stand der Brite fast sieben Jahrzehnte lang vor der Kamera und hat in dieser Zeit in mehr als 160 (!) Filmen mitgespielt. Kein Wunder, dass sich unter so vielen Arbeiten nicht nur Kassenschlager und Meisterwerke befinden ...
... und so war der zweifache Oscar-Gewinner („Hannah und ihre Schwestern“, „Gottes Werk und Teufels Beitrag“) beispielsweise in einem gefloppten Steven-Seagal-Actioner oder der misslungenen dritten Fortsetzung eines Thriller-Meisterwerks zu sehen. Zwar hat Caine jedes seiner Karrieretiefs irgendwann überstanden, doch auch im Jahr 2000 landete er noch in einem Film, den er später von Herzen bereute: „Get Carter - Die Wahrheit tut weh“, ein Remake des 70er-Jahre-Thrillers „Jack rechnet ab“, in dem er selbst die Hauptrolle spielte!
In der von Großbritannien in die USA verlegten Neuverfilmung übernahm Sylvester Stallone die Rolle des Jack Carter, der als unbarmherziger Mafia-Schuldeneintreiber aus Las Vegas nach Seattle zurückkehrt, um den mysteriösen Tod seines Bruders zu rächen. Michael Caine übernahm den Part des zwielichtigen Barbesitzers Cliff Brumby, der tief in die kriminellen Machenschaften verstrickt ist.
Obwohl Stallone in „Get Carter“ einen seiner besten Filme sieht (wir berichteten), wurde er damals zum absoluten Reinfall: Einem geschätzten Budget von 63,6 Millionen US-Dollar stand ein weltweites Einspielergebnis von 19,4 Millionen gegenüber – ein gigantischer Flop! Dazu kam noch ein vernichtendes Echo der Fachpresse – die US-amerikanische Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes beispielsweise zählt zurzeit gerade einmal 11 (!) Prozent an überwiegend positiven Rezensionen.
Und auch Michael Caine bezeichnete seine Mitwirkung an „Get Carter“ rückblickend als Fehler: „Ich dachte, vielleicht könnte es funktionieren“, so der „The Dark Knight“-Star im Interview mit Empire (via Far Out Magazine). „Sly ist ein Freund von mir, deshalb habe ich es gemacht. Ich wusste nichts über den Film. [...] In dem Moment, an dem ich am Set ankam, mochte ich es nicht. Ich habe nur zwei Tage gearbeitet, aber es waren nicht gerade die glücklichsten Tage meines Lebens. Ich dachte nur: Was zum Teufel mache ich hier?“
Diese Frage musste sich Caine, wie bereits angedeutet, schon das eine oder andere Mal stellen – zum Beispiel auch bei einem Horrorfilm, den er als absoluten Tiefpunkt seiner Laufbahn bezeichnete:
Trotz Oscar-Nominierung: Für "The Dark Knight"-Star Michael Caine ist dieser Film sein absoluter Karriere-Tiefpunkt*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.