Damien Chazelle ist der jüngste Oscar-Regisseur aller Zeiten. Gerade 32 Jahre alt war der Filmemacher, als er 2017 den Regie-Oscar für sein mit Preisen überhäuftes Rom-Com-Musical „La La Land“ gewann. Insgesamt erhielt Chazelles zweiter Spielfilm sechs der begehrten Goldjungen. Und mit den Auszeichnungen ging es für ihn schon beim nächsten Film nahtlos weiter. Das hochkarätig besetzte biografische Drama „Aufbruch zum Mond“ (2018) gewann u.a. einen Critics' Choice Movie Award, einen Golden Globe – und abermals einen Oscar (diesmal für die „Besten Spezialeffekte“).
Seit seinem letzten Film, dem ebenso epischen wie atemlosen (aber mächtig gefloppten) Historien-Drama „Babylon“, sind mittlerweile drei Jahre vergangen. Chazelle-Fans sehnen seither das neueste Werk des begabten Regisseurs herbei. Was wir über das noch in der Planungsphase befindliche Projekt schon wissen: Der Film soll in einem Gefängnis spielen und von düsteren Krimi-Klassikern der 70er-Jahre inspiriert sein. Außerdem ist bereits ein beachtlicher Megastar-Cast bestätigt – zu dem jetzt ein weiterer prominenter Name stößt.
Durchbruch mit Wes-Anderson-Film
Wie Deadline exklusiv berichtet, ergänzt Mia Threapleton die erlesene Ensemblebesetzung von Chazelles noch unbetiteltem Drama. Die 25-jährige Londonerin ist die Tochter von „Titanic“-Star Kate Winslet und debütierte 2014 (noch als Schülerin) in Alan Rickmans Historienfilm „Die Gärtnerin von Versailles“. Im letzten Jahr sorgte sie als Hauptdarstellerin in Wes Andersons „Der phönizische Meisterstreich“ für Furore. Welche Rolle sie in Chazelles Gefängnisfilm spielt, ist noch nicht bekannt.
Vor der Kamera wird Threapleton auf jene stattliche Hollywood-Prominenz treffen. „Oppenheimer“-Star Cillian Murphy und Ex-007 Daniel Craig sind als Hauptdarsteller nämlich schon länger bestätigt. Mitte Januar wurde dann bekannt, dass auch Michelle Williams („Blue Valentine“, „Shutter Island“) einen wichtigen Part übernehmen wird.
Die Frage, die viele umtreibt, lautet: Kommt Chazelles neuer Film besser an als das an den Kassen wenig erfolgreiche und auch von großen Teilen der Kritik zwiespältig aufgenommene Big-Budget-Epos „Babylon“? Sicher scheint, dass Chazelle mit seinem neuen Film wieder einen Gang zurückschaltet und es gemächlicher angehen wird – mit überschaubarem Budget und einer Konzentration auf eine (hoffentlich) mitreißende Story, die von tragischen, aber lebensnah gezeichneten und damit authentischen Figuren bevölkert sein könnte. Ganz so wie in Chazelles besten Arbeiten („Whiplash“, „La La Land“), für die er übrigens selbst das Skript beisteuerte. Auch das Gefängnis-Drama stammt aus seiner Feder. Drehstart ist voraussichtlich im Frühjahr oder Sommer 2026. Einen offiziellen Kinostarttermin gibt es noch nicht.
Threapletons Mutter Kate Winslet verbinden noch heute die allermeisten Zuschauer vermutlich mit ihrem denkwürdigen Auftritt als Rose DeWitt Bukater in James Camerons Jahrhundert-Blockbuster „Titanic“. Und obwohl Winslet zusammen mit dem Regie-Vordenker („Terminator“) so erfolgreich zusammenarbeitete, wollte sie nach „Titanic“ nie wieder mit dem Regisseur kooperieren. Winslets Vorhaben hielt – zumindest bis zum Jahr 2022:
"Man müsste mir eine Menge Geld zahlen": Deshalb wollte "Titanic"-Star Kate Winslet nie wieder mit James Cameron zusammenarbeiten