Keine Chance für Jason Stathams neuen Action-Kracher: Horror-Hit "Send Help" und Trump-Doku "Melania" lassen US-Kinokassen klingeln
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Während hierzulande deutsche Filme besonders hoch im Kurs stehen, zeigt sich in den US-Kinocharts ein gänzlich anderes Bild. Sam Raimis „Send Help“ ist das Maß aller Dinge, doch auch „Melania“ startet stark.

Während die hiesigen Kinocharts vom immer noch hervorragend laufenden „The Housemaid - Wenn sie wüsste“ mit Sydney Sweeney angeführt werden und „Extrawurst“ als erster Film im neuen Jahr die Besucher-Million knacken konnte, sind es in den USA andere Filme, die die Massen in die Kinos locken – die in Deutschland (noch) keine Rolle spielen.

"Send Help": In Deutschland gerade noch Top 10, Platz 1 in den USA

Sam Raimi kehrte 17 Jahre nach „Drag Me To Hell“ endlich ins Horror-Fach zurück und bescherte uns mit Send Help ein bitterböses Highlight, für das es in der FILMSTARTS-Kritik starke 4 von 5 Sternen gab. Hierzulande reichte es für das starke Comeback mit 33.000 verkauften Tickets am Startwochenende dennoch nur gerade so für einen Platz in den Top 10. In den USA konnte die blutrünstige Survival-Sause dagegen satte 20 Millionen Dollar einspielen und damit die Spitze der aktuelle Kinocharts erklimmen.

Wenige Tage nach Start stehen weltweit so bereits 28,1 Millionen Dollar zu Buche. Dem Gegenüber stehen Produktionskosten von kolportierten 40 Millionen Dollar. In Anbetracht der positiven Kritiken und Publikumsreaktionen bleibt abzuwarten, ob der Film mit Rachel McAdams und Dylan O'Brien das Zeug dazu hat, auch in den kommenden Wochen Thema zu bleiben – oder es in Deutschland wenigstens zu werden.

Platz 2 in den US-Charts belegt mit „Iron Lung“ ebenfalls ein Horrorfilm. Die Indie-Sensation von YouTuber-Superstar Markiplier konnte zum Start knapp 18 Millionen Dollar und damit das Sechsfache (!) seiner Kosten generieren.

"Melania": Trump-Doku auf Platz 3

Für Furore sorgt zudem die Dokumentation „Melania“ über die US-amerikanische First Lady Melania Trump. Das Projekt, das bereits im Vorfeld für Schlagzeilen sorgte und unter der Regie von Brett Ratner („Rush Hour“) realisiert wurde, wurde und wird in einem gespaltenen Amerika ebenso gespalten aufgenommen – wie zumindest ein Blick auf diverse Bewertungsportale nahelegt. Am Ende dürfte das Gros der abgegebenen Stimmen aber wohl eher politisch motiviert sein und weniger mit dem Film selbst zu tun haben, wie etwa durchschnittlich 1,3 von 10 Sternen bei der IMDb sowie nur zehn Prozent positive Kritiken und unglaubliche 99 Prozent positive Publikumsstimmen auf Rotten Tomatoes erahnen lassen (Stand vom 2. Februar 2026).

Was sich allerdings nicht leugnen lässt: Mit 7,04 Millionen Dollar legte „Melania“ einen außergewöhnlichen Start hin – wie ihn in der vergangenen Dekade keine andere Dokumentation geschafft hat (Konzertfilme ausgenommen). Dennoch gilt es diese Zahl ins Verhältnis zu setzen: Denn die Amazon MGM Studios ließen sich den Film nicht nur 40 Millionen Dollar kosten, sondern sollen auch noch 35 Millionen Dollar für Marketing ausgegeben haben. Das an den Kinokassen am Ende schwarze Zahlen geschrieben werden, dürfte in Anbetracht dieser Ausgaben ziemlich unwahrscheinlich sein. Für die Verantwortlichen dürfte am Ende der finanzielle Ertrag aber ohnehin nur eine Nebenrolle spielen…

Schwacher Start für "Shelter" mit Jason Statham

Geschlagen geben muss sich indes das neueste Jason-Statham-Vehikel „Shelter“, das erst am 9. April auf die deutschen Leinwände kommt. Der Film von Regisseur Ric Roman Waugh, dessen „Greenland 2“ ebenfalls erst kürzlich anlief, konnte am Startwochenende in den USA nur 5,5 Millionen Dollar einspielen – und liegt damit sogar hinter dem bereits im November (!) gestarteten Animationsfilm-Hit „Zoomania 2“ (5,8 Millionen Dollar).

Ebenfalls 5,5 Millionen Dollar gab's für „Avatar: Fire And Ash“. James Camerons dritte Pandora-Abenteuer steht damit weltweit bei 1,414 Milliarden Dollar – und wird am Ende tatsächlich weit abgeschlagen hinter den beiden Vorgängern landen. Das neue 3D-Projekt des Blockbuster-Gurus steht allerdings schon in den Startlöchern, auch wenn wir das Ergebnis nun erst etwas später als ursprünglich geplant zu sehen kriegen:

Für "coole, neue 3D-Technik": "Avatar 3"-Macher James Cameron verschiebt nächsten Kinofilm kurz vor Start um 2 Monate

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