Er ist einer der größten Science-Fiction-Bösewichte: Vor 32 Jahren ließ er Millionen Kino-Zuschauer erzittern!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Vor 32 Jahren kam ein Science-Fiction-Blockbuster in die Kinos, aus dem schließlich ein ganzes Franchise erwachsen sollte. Unvergesslich bleibt er auch wegen seines charismatischen Schurken!

Wer fällt euch als erstes ein, wenn es um die größten Bösewichte der Science-Fiction-Geschichte geht? Vermutlich Darth Vader aus dem „Star Wars“-Universum, vielleicht auch Roy Batty aus „Blade Runner“ oder Zorg aus „Das fünfte Element“ – aber wie sieht es mit Râ aus, dem Antagonisten aus dem ersten „Stargate“-Kinofilm?

Stargate
Stargate
Starttermin 9. März 1995 | 1 Std. 59 Min.
Von Roland Emmerich
Mit Kurt Russell, James Spader, Viveca Lindfors
Pressekritiken
2,5
User-Wertung
3,5
Filmstarts
1,0

Verkörpert von Jaye Davidson („The Crying Game“) zählt Râ für viele Fans zu den besten Sci-Fi-Schurken, obwohl er in entsprechenden Diskussionen oft zu kurz kommt. Zumindest innerhalb seines Franchises hatte er großen Einfluss: So inspirierte Davidsons Darstellung später die gesamte Riege der Goa'uld in der Serie „Stargate SG-1“, jener parasitären außerirdischen Spezies, die menschliche Körper übernehmen und zu den Hauptgegnern der Reihe werden.

Das ist Râ in "Stargate"

Râ selbst ist ein außerirdischer Tyrann, der vor Jahrtausenden auf der Erde einen jungen Menschen als Wirt übernommen hat, um Unsterblichkeit zu erlangen. Mithilfe von hochentwickelter Technologie tritt er als ägyptischer Sonnengott auf und lässt sich von den Menschen anbeten. Schließlich verschleppt er eine Gruppe von Menschen auf einen fernen Wüstenplaneten, wo er sie als Sklaven arbeiten lässt, um so über Generationen hinweg seine göttliche Herrschaft aufrechtzuerhalten.

Tausende Jahre später gelingt es dem Sprachwissenschaftler Dr. Daniel Jackson (James Spader), die Hieroglyphen auf einem uralten Artefakt zu entschlüsseln – dem titelgebenden Sternentor, das den Weg zu anderen Planeten öffnet. Zusammen mit einem militärischen Einsatzteam unter dem Kommando von Colonel Jack O’Neil (Kurt Russell) nimmt er die kosmische Abkürzung – und trifft auf die Nachfahren jener versklavten Menschen, die Râ noch immer als Gott verehren. Ein Kampf um die Befreiung des Planeten und das Ende von Râs Jahrtausende währender Herrschaft entbrennt.

Unvergesslich bleibt der interstellare Despot vor allem durch die Präsenz von Jaye Davidson. Er durchbrach das Klischee der typischen Sci-Fi-Schurken, die meist massiv und monströs wirkten und ein hypermaskulines Auftreten an den Tag legten – und verlieh Râ eine kühle, dabei fast magnetische Ausstrahlung.

Zugleich verkörpert die Figur perfekt das zentrale Thema von „Stargate“: die Verbindung zwischen uralten Mythen und fortschrittlicher Technologie. Die Vorstellung, dass die ägyptischen Götter in Wahrheit Außerirdische sind, übt bis heute eine starke Faszination aus – und macht den von Roland Emmerich („Independence Day“) inszenierten Film, der den Auftakt zu einem weitverzweigten Sci-Fi-Universum bildete, bis heute sehenswert.

Um einen anderen ikonischen Sci-Fi-Bösewicht dreht sich der nachfolgende Artikel:

"Ein erbärmlicher Kerl, der ein sehr trauriges Leben hatte": So beschrieb sein Schöpfer vor 20 Jahren den größten Bösewicht der Filmgeschichte

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.

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