Wann immer über die größten Filmschurken gesprochen wird, fällt sein Name garantiert: Darth Vader, der legendäre Antagonist aus der 1977 gestarteten ersten „Star Wars“-Trilogie, der Rebellen jagt, Prinzessin Leia gefangen nimmt, seinen einstigen Mentor Obi-Wan Kenobi tötet und sogar gegen seinen eigenen Sohn Luke Skywalker kämpft – bevor er am Ende von „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) die Seiten wechselt und einen Opfertod stirbt.
Darth Vader mag also ein furchteinflößender Bösewicht sein, doch schlussendlich entpuppt er sich als zerrissener, gar tragischer Charakter. Wohl deshalb war George Lucas, der Schöpfer der legendären Weltraum-Saga, noch lange nicht fertig mit der Figur. So zeigt er in seiner unter Fans umstrittenen Prequel-Trilogie, deren Auftakt „Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung“ im Jahr 1999 in die Kinos kam, vor allem den Weg von Anakin Skywalker (erst Jake Lloyd, dann Hayden Christensen) vom idealistischen Jedi zum Vollstrecker des Imperators.
Darth Vader ist laut George Lucas "nur ein erbärmlicher Typ"
2005 – also zum Kinostart von „Die Rache der Sith“ – beschrieb George Lucas den dunklen Lord im Interview mit dem Rolling Stone mit folgenden Worten (via Sensacine.com): „Er ist einfach nur ein erbärmlicher Typ, der ein trauriges Leben hatte.“ Das mag eine ziemlich überspitzte Formulierung sein, und doch ist Lucas' Argument nicht von der Hand zu weisen: Während man Vader anfangs noch für die Essenz des Bösen hält, entpuppt er sich schlussendlich als menschliches Wesen mit dementsprechend sehr menschlichen Schwächen und Fehlern.
„Er ist groß und schwarz und hat einen Umhang und einen Samurai-Helm, aber das bedeutet nicht automatisch, dass die Leute Angst vor ihm haben“, führt Lucas weiter aus. „Sein Charakter musste darüber hinausgehen […]. Er hat viele schreckliche Dinge getan, auf die er nicht besonders stolz ist.“
Nachdem das „Star Wars“-Universum unter der Ägide der Disney-Studios immer weiter expandierte, hatten Anakin Skywalker bzw. Darth Vader noch verschiedene Auftritte. So kehrte Hayden Christensen in der Disney+-Serie „Obi-Wan Kenobi“ in seine ikonische Rolle zurück, und auch im Leinwand-Spinoff „Rogue One: A Star Wars Story“ war Darth Vader in einer kurzen, aber prägnanten Szene zu sehen.
In den kommenden „Star Wars“-Projekten scheint dieser vielleicht ikonischste Bösewicht der Kinogeschichte allerdings zunächst keine Rolle mehr zu spielen. Eine komplette Übersicht findet ihr im nachfolgenden Artikel:
Alle kommenden "Star Wars"-Filme im Kino und -Serien auf Disney+ in der kompletten ÜbersichtDies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels. Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Sensacine.com erschienen.