"Vielleicht das Einzige, was ich in meiner Karriere jemals erreichen werde": "KPop Demon Hunters"-Macher über den Druck hinter dem Netflix-Mega-Hit
Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.

Mit „KPop Demon Hunters“ verantworten Maggie Kang und Chris Appelhans den erfolgreichsten Netflix-Titel überhaupt. Schon bei der Arbeit an diesem standen die beiden unter starkem Druck, was sich auch bei Teil 2 anzudeuten scheint.

Wer hätte damit gerechnet, dass ein US-amerikanischer Animationsfilm über eine fiktive K-Pop-Girlgroup, die nebenbei ein geheimes Doppelleben als Dämonenjägerinnen führt, derart bei Netflix durch die Decke geht? Sicherlich nicht viele. Und doch ist genau das geschehen: Seit seinem Streaming-Start von „KPop Demon Hunters“ im Juni 2025 konnte der Animationsstreifen über 325 Millionen Views verbuchen – eine Zahl, die es so bei Netflix noch nie zuvor gegeben hat. Damit setzte sich der Film an die Spitze der meistgestreamten Titel des Streamers und entwickelte sich zu einem echten Popkultur-Phänomen.

Eine Fortsetzung war da natürlich unvermeidlich und wurde im November 2025 schließlich auch offiziell beschlossen. Bis es so weit ist, müssen sich Fans allerdings in Geduld üben, denn der geplante Release-Zeitraum liegt erst im Jahr 2029. Eine quälend lange Wartezeit für alle, die nach Nachschub lechzen – aber durchaus eine mittlerweile übliche Produktionsdauer für ein aufwändiges Animationsabenteuer. Zudem bleibt so genug Zeit, um hoffentlich das bestmögliche Ergebnis für das Sequel zu erzielen, denn die Erwartungen der Fans sind inzwischen entsprechend hoch. Das ist auch den Machern sehr bewusst.

"Ich werde das nicht vermasseln"

Wie schon beim ersten Teil zeichnen für „KPop Demon Hunters 2“ erneut Maggie Kang und Chris Appelhans verantwortlich. In einem Interview mit Deadline sprachen sie offen über den Druck, den sie im Hinblick auf das Sequel verspüren. „Man muss über so viele Dinge nachdenken, die über den ersten Film hinausgehen, um diesen Film zu machen“, erklärte Kang. „Man muss sich alle Hintergrundgeschichten überlegen und wirklich diese ganze Welt erschaffen, um diesen einen Teil dieser Welt erzählen zu können.“

Den größten Druck hätten sie sich allerdings selbst schon beim ersten Film gemacht – nicht zuletzt, weil Kang als in Südkorea geborene Regisseurin eine der wenigen Filmemacherinnen mit dieser Herkunft sei, die eine solche Karrierechance erhalte: „Ich persönlich sehe nicht viele Menschen, die so aussehen wie ich und diese Position bekommen. Also dachte ich mir: ‚Ich werde das nicht vermasseln. Das ist vielleicht das Einzige, was ich in meiner Karriere jemals erreichen werde. Also werde ich alles geben, was ich habe.‘ Also habe ich mich selbst unter Druck gesetzt, einen Film zu machen, auf den ich stolz sein kann“. Ihre eigenen Ansprüche seien dabei extrem hoch, ebenso die von Appelhans – und daran werde sich auch bei zukünftigen Projekten nichts ändern.

Obwohl noch viel Zeit für die Arbeit am Sequel bleibt, gaben beide gegenüber der Presse zu, den Druck weiterhin stark zu spüren. „Wir scherzen immer, dass wir das Gefühl haben, immer noch am ersten Film zu arbeiten“, so Appelhans, mit Blick auf den anhaltenden Erfolg und die große Aufmerksamkeit während der Preisverleihungssaison. Nun, da der Werbezyklus des ersten Films langsam ausklingt, sei jedoch erst einmal etwas „Couch! Couch! Couch!“-Zeit angesagt – ganz so wie bei den von ihrer Tour erschöpften Girlgroup-Mitgliedern im Film.

Übrigens: Welchen Meilenstein „KPop Demon Hunters“ zuletzt legte, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel.

Das gab es noch nie: "KPop Demon Hunters" schreibt erneut Geschichte

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