"Star Wars vs. Marvel"? Das gigantische Crossover soll jetzt kommen – von einer absoluten Legende
Björn Becher
Björn Becher
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Björn Becher hat zwar nicht so viele Comics wie Gwenpool gelesen, kennt aber trotzdem auch obskure Marvel-Figuren und sowieso alles aus dem MCU. Zudem ist er für das berühmteste Kevin-Feige-Meme verantwortlich.

Was uns in Zukunft auch im Kino erwarten könnte, ist in den Comics schon Realität. Die Markenbündelung bei Disney wird für absurd klingende, aber oft richtig gute Crossover genutzt. Gipfelt das in Kürze in der denkbar größten Zusammenkunft?

Disney und seine verbundenen Unternehmen

„Predator vs. Wolverine“, „Aliens vs. Avengers“ oder der vor wenigen Tagen erst erschienene „Planet Of The Apes vs. Fantastic Four“: In den vergangenen zweieinhalb Jahren hat die Bündelung bekannter Franchises im Hause Disney uns einige sensationelle Comics beschert. Teilweise schaut man auch über den Tellerrand. So gibt es gerade eine erfolgreiche gemeinsame Crossover-Reihe von DC und Marvel, in welcher erst Deadpool und Batman, dann Superman und Spider-Man aufeinandertrafen. Und zuletzt sorgte auch noch „Godzilla Destroys The Marvel Universe“ für Aufsehen. So abstrus einige dieser Paarungen klingen, so gut sind die Geschichten teilweise – und es sind richtige Hits. Crossover sind gerade der heiße Scheiß in der Comic-Welt…

Doch es gibt natürlich ein Comic-Franchise-Treffen, das alles überragen würde: eine Kombination von „Star Wars“ und Marvel. Ausgerechnet die soll es laut Gerüchten, die Bleeding Cool gehört hat, jetzt wirklich geben. Laut der oft sehr früh Gerüchte aufschnappenden Seite arbeitet eine echte Legende schon seit einer Weile heimlich an einer entsprechenden Comicreihe, sodass diese noch im Laufe des Jahres 2026 erscheinen könnte.

Größer als "Civil War"? Mark Millar macht angeblich "Star Wars vs. Marvel"

Laut den Informationen von Bleeding Cool soll nämlich „Kick-Ass“-Erfinder Mark Millar an der Geschichte sitzen. Entsprechende Gerüchte seien seit einer Weile im Umlauf. Interessant ist, dass Millar selbst bereits 2024 verriet, dass er sich mit Marvel für ein aufregendes mögliches Projekt getroffen habe, welches größer sei als sein bisher umfangreichster Comic „Civil War“. Ob es sich dabei wirklich um ein „Star Wars“-Crossover handelt, könnte in Kürze bestätigt werden. Am 19. Februar 2026 startet das jährliche Treffen der ComicsPRO, die wichtige Veranstaltung für Comic-Fachhändler*innen. Hier stellen die Verlage Pläne für das restliche Jahr vor. Marvel hat dort schon in der Vergangenheit besonders große Prestigeprojekte angekündigt.

Es wäre der ideale Ort, um ein „Star Wars vs. Marvel“-Comic zu enthüllen, uns erste Cover zu zeigen und zu verraten, welches Figuren genau aufeinandertreffen. Verbünden sich vielleicht Doctor Doom und Darth Vader? Müssen Luke Skywalker und die Fantastic Four dieses Duo stoppen? Oder werden gleich alle Avengers auf den Plan gerufen, weil der Imperator ihre Welt unterjochen will? Bei Mark Millar wäre ein solches Projekt auf jeden Fall in den richtigen Händen. Er ist bekennender „Star Wars“-Nerd und einer der bekanntesten Comic-Autoren der Gegenwart.

Mark Millar: Von Marvel über "Kick-Ass" zu Netflix zurück zu Marvel?

Mit seinem Stil hat Millar Marvel und vor allem das Kino-MCU geprägt. Seine von 2002 bis 2004 veröffentlichten „The Ultimates“-Comics erfanden die Avengers neu und machten einen an Samuel L. Jackson angelehnten Nick Fury zu ihrem Gründer. Design und Dynamik der Comics gelten als Blaupause für das Kino-MCU und den ersten „The Avengers“-Film. Mit dem bereits erwähnten „Civil War“ und „Old Man Logan“ schrieb Millar weitere Klassiker, die als Vorlage für bekannte Kinofilme („Captain America: Civil War“ und „Logan - The Wolverine“) dienten.

Daneben schuf er eigene, bekannte Marken – allen voran „Kick-Ass“ und „Kingsman“. 2017 verkaufte er seine Firma Millarworld an Netflix, sollte dort neue Franchises auf den Weg bringen, was aber nicht so wirklich klappte. „Jupiter's Legacy“ wurde nach nur einer Staffel abgesetzt, das Anime-Spin-off „Super Crooks“ sorgte für kaum Aufmerksamkeit und die Serie „Der Auserwählte“ war von zahlreichen Problemen geplagt und dann ebenfalls kein Erfolg.

Seit 2023 herrschte Ruhe, weswegen Gerüchte die Runde machten, dass Millar und der Streamingdienst nach all diesen Enttäuschungen längst ihre Zusammenarbeit beendet haben. Ist das vielleicht auch der Grund, warum er zu Marvel zurückgekehrt ist?

Crossover im Kino: Nicht in der nahen Zukunft, aber trotzdem sehr realistisch

Wenn Millar wirklich an einem „Star Wars vs. Marvel“-Comic arbeitet, wäre das ein neuer Meilenstein. Seit der Übernahme durch Disney hat man bei Lucasfilm großen Wert auf einen einzigen kohärenten Kanon gelegt – und sich daher gegen solche Crossover gesträubt, bei denen man ja mit alternativen Nicht-Kanon-Universen oder ähnlichem arbeiten muss. Nur für sogenannte Variant-Cover durfte Marvel auch mal „Star Wars“-Figuren gemeinsam mit den Avengers abbilden.

Wenn es jetzt zum Umdenken kam, zeigt das auch, wie beliebt und wichtig Crossover gerade in der Comic-Landschaft sind – und das sollte auch uns Filmfans dazu bringen, genau hinzuschauen. Schließlich dürften es auch Filmschaffende und allen voran die Hollywood-Studios tun. Die Comics-Trends prägen seit Jahren mit Verzögerung auch das Hollywood-Treiben – insbesondere wie oben ausgeführt mit dem Schaffen von Größen wie Mark Millar.

Nein, wir glauben nicht, dass jetzt plötzlich in naher Zukunft ein „Star Wars vs. Marvel“-Film angekündigt wird. Aber wir sind überzeugt, dass man in Hollywood schon sehr genau registriert, wie erfolgreich und beliebt diese Comic-Crossover gerade sind. Und das dürfte dann in Zukunft durchaus zu Plänen führen.

Daher ist es gar nicht so fernliegend, dass sich in zehn oder 15 Jahren, wenn sich das MCU nicht mehr mit dem nächsten Comeback von Robert Downey Jr. neu erfinden kann, man dann halt auch auf der Leinwand vielleicht den Predator gegen Wolverine oder Aliens gegen die Avengers kämpfen lässt. Und wer weiß, vielleicht tauschen sich dann noch weitere zehn Jahre später plötzlich doch Iron Man und der Mandalorian über die Vorzüge ihrer jeweiligen Anzüge aus...

Wichtig ist aber: Nicht nur die Kino-Auswirkungen sind ungewiss, ob es das Crossover von „Star Wars“ und Marvel überhaupt geben wird, muss aktuell noch offen bleiben. Noch ist es nur ein Gerücht von Bleeding Cool, noch fehlt jegliche Bestätigung. Doch vielleicht wird sich das schon bald ändern.

Kein Gerücht, sondern ein Fakt ist derweil, dass es bei Disney+ eine ziemlich verrückte Marvel-Serie gibt, die viel zu unbekannt ist. Im nachfolgenden Artikel erklärt euch unser Comicfilm-Experte Julius Vietzen, warum es für ihn sogar die beste Marvel-Serie ist und ihr sie unbedingt schauen müsst:

Streaming-Tipp: Bei Disney+ läuft die beste (und verrückteste!) Marvel-Serie – von der ihr noch nie gehört habt

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