Die 3 besten Filme, die ihr diese Woche bei Amazon Prime Video schauen müsst – 2. bis 8. März 2026
Sebastian Daniels
Sebastian Daniels
-Freier Autor
Sebastians perfekte Welt: Tarantino geht niemals in Rente, die dramatische Filmtrailer-Stimme aus den 90ern feiert ein Comeback, Einbrecher Marv aus "Home Alone" erhält sein eigenes Spin-off und Bill Murray kriegt endlich einen Oscar für seine bloße Existenz.

Damit ihr euch im Streaming-Dschungel etwas besser zurechtfindet, möchten wir euch für die anstehende Woche drei Film-Highlights bei Amazon Prime Video empfehlen, die uns ganz besonders am Herzen liegen.

Genau wie bei den anderen großen Streaming-Diensten füllt sich auch das Programm von Amazon Prime Video jede Woche mit neuen Filmen. Das macht die Auswahl natürlich nicht unbedingt einfacher. Aber muss es immer ein brandaktueller Streifen sein, wenn das Portfolio doch zugleich so viele gute Perlen bietet, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben?

In diese Sparte fallen nämlich unsere folgenden drei Filmtipps, die ihr mit einem Prime-Abo aktuell allesamt ohne Aufpreis streamen könnt. Macht euch auf grandiose Hollywood-Stars, große Emotionen und jede Menge Nervenkitzel gefasst!

"The Ides Of March" (2011)

Der junge Wahlkampfmanager Stephen Meyers (Ryan Gosling) ist clever, engagiert und idealistisch. Aus diesem Grund leitet er die Kampagne des demokratischen Gouverneurs Mike Morris (George Clooney) für die Vorwahl zur US-Präsidentschaftskandidatur. Denn Meyers ist überzeugt, dass Morris die richtigen politischen wie moralischen Werte vertritt und ein integrer Regierungschef werden könnte. Doch eines Tages begeht der Karriere-Senkrechtstarter einen großen Fehler und muss auf bittere Weise lernen, dass Politik ein gnadenloses Haifischbecken ist, in dem Überzeugungen keine Rolle spielen.

Angesichts der aktuellen tatsächlichen politischen Lage in den USA könnte man natürlich argumentieren, dass „The Ides Of March“ von der Realität längst überholt wurde und diesbezüglich geradezu harmlos wirkt. Politik war allerdings auch vor fünfzehn Jahren schon ein schmutziges Geschäft, was der Film auf ruhige, aber äußerst spannende Weise aufzeigt. Ganz ohne Verfolgungsjagden oder spektakuläre Set-Pieces schuf Regisseur Clooney einen Polit-Thriller der alten Schule, dessen Intensität mit jeder Minute wächst.

Dafür hat er einen exzellenten Cast vor der Kamera versammelt, zu dem neben ihm selbst und Hauptdarsteller Gosling u. a. noch Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman („Capote“), Paul Giamatti („The Holdovers“), Evan Rachel Wood („Dreizehn“) und Jeffrey Wright („The Batman“) gehören. Dabei gab Clooney jedem seiner Stars den nötigen Raum zum Glänzen und bewies damit einmal mehr, dass er es nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur draufhat.

"Sleepers" (1996)

Es mutet geradezu seltsam an, dass das Drama „Sleepers“ schon bei seinem Erscheinen vor dreißig Jahren etwas unter dem Radar lief und auch heute noch – trotz gewachsener Aufmerksamkeit – nicht den Bekanntheitsgrad manch anderer Genre-Verwandten erreicht hat. Dabei schreit hier eigentlich alles nach einem großen Oscar-Epos: die wahre (wenn auch umstrittene) Geschichte, das emotional aufwühlende Thema und das imposante Star-Ensemble. Unter anderem Brad Pitt, Dustin Hoffman, Robert De Niro, Kevin Bacon und Jason Patric gaben sich darin die Ehre und machten den Film zu einem schauspielerischen Leckerbissen.

Die Handlung von „Sleepers“ ist jedoch nichts für schwache Nerven und geht direkt an die Nieren: Es geht um vier Kindheitsfreunde in den 1960er-Jahren, die aufgrund eines missglückten Streichs in einer Besserungsanstalt für Jugendliche landen und dort von den sadistischen Wärtern regelmäßig körperlich misshandelt und vergewaltigt werden. Als sich zwei von ihnen Jahre später als Erwachsene dafür blutig rächen und des Mordes angeklagt werden, wollen die anderen beiden sie davor bewahren, indem sie einen gewagten Plan für die Gerichtsverhandlung schmieden.

„Sleepers“ ist sicherlich kein Musterbeispiel an Subtilität und gibt sich hier und da etwas zu sehr dem Pathos hin. Dennoch berührt die tragische Geschichte der Protagonisten zutiefst und fesselt in der zweiten Hälfte als Justizdrama deshalb umso mehr. Dieser Film lässt definitiv niemanden kalt.

"The Reach - In der Schusslinie" (2014)

Michael Douglas („Wall Street“) ist zweifellos eine Hollywood-Legende, deren Karriere in den letzten Jahren aber ehrlicherweise nicht immer von der glücklichsten Rollenwahl geprägt war. Wie herrlich überzeugend der Oscarpreisträger trotzdem nach wie vor als Oberfiesling sein kann, bewies er 2014 im Survival-Thriller „The Reach - In der Schusslinie.

Darin spielt er den stinkreichen Geschäftsmann Madec, der in der Mojave-Wüste illegalerweise Dickhornschafe jagen will. Dafür engagiert er den jungen Einheimischen Ben (Jeremy Irvine) als Fährtenleser. Als Madec dabei versehentlich einen Mann erschießt, will er seinen Begleiter ebenfalls tot sehen, schließlich ist dieser nun ein unliebsamer Zeuge und könnte ihm mit einer Aussage schaden. Er zwingt Ben unter Waffengewalt halbnackt in die sengende Hitze der Wüste und will darauf warten, bis dieser stirbt. Der clevere Tracker entpuppt sich aber als echter Überlebenskünstler und will sich keineswegs einfach so seinem Schicksal ergeben.

Das sich daraus entwickelnde Katz-und-Maus-Spiel zwischen Jäger und Gejagtem ist überaus packend inszeniert, überzeugend gespielt und bietet somit beste Unterhaltung. „The Reach“ macht absolut keinen Hehl daraus, dass es sich hier um ein B-Movie handelt, das eher fürs Heimkino als die große Leinwand gemacht ist. Als 90-minütiger Thriller-Snack funktioniert der Film jedoch hervorragend.

*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren