Diesen Film wollte Robin Williams am liebsten aus seinem Gedächtnis löschen – dabei hätte er richtig gut werden können!
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Wünscht sich eine schon lange überfällige Renaissance der Kino-Komödie und schaut sich deshalb schon aus Prinzip nahezu jeden neuen Vertreter dieses Genres an, der es auf die Leinwand schafft.

In den 1990er-Jahren hat Robin Williams in Klassikern wie „Mrs. Doubtfire“ oder „Good Will Hunting“ mitgespielt. Doch ein anderer Film ist schnell in Vergessenheit geraten – worüber der verstorbene „Hook“-Star wahrscheinlich ziemlich froh war!

Woran denkt ihr als erstes, wenn ihr den Namen Robin Williams hört? Womöglich seid ihr mit seinen zahlreichen 90er-Jahre-Hits aufgewachsen und verbindet den vor mittlerweile zwölf Jahren viel zu früh verstorbenen Schauspieler in erster Linie mit „Mrs. Doubtfire“, „Hook“ oder „Jumanji“. Vielleicht habt ihr aber auch sofort eine seiner zahlreichen berührenden Charakterrollen im Kopf, beispielsweise in „Der Club der toten Dichter“ oder „Good Will Hunting“, der ihm im Jahr 1998 einen Oscar als Bester Nebendarsteller einbrachte.

Es gibt also viele gute Gründe, an Robin Williams zurückzudenken – und wenn nicht wegen seiner Leinwand-Darbietungen, dann deshalb, weil er schlichtweg ein inspirierender und herzensguter Mensch gewesen sein muss, wie Anekdoten von Co-Stars wie Sally Field beweisen. Doch tatsächlich gibt es mindestens einen Film, für den der „Flubber“-Star auf keinen Fall in Erinnerung bleiben wollte!

In einem Promo-Interview anlässlich der Veröffentlichung des Sci-Fi-Thrillers „The Final Cut - Dein Tod ist erst der Anfang“ (2003) wurde Wiliams danach gefragt, welchen seiner Filme er am liebsten aus dem eigenen Gedächtnis löschen würde. Und der Schauspieler und Komiker hatte auch direkt eine Antwort parat: „Ein Vater zuviel“ aus dem Jahr 1997!

Ein Vater zuviel
Ein Vater zuviel
Starttermin 18. September 1997 | 1 Std. 38 Min.
Von Ivan Reitman
Mit Robin Williams, Billy Crystal, Julia Louis-Dreyfus
User-Wertung
3,0

Auf dem Papier sah alles nach einem potenziellen Hit aus: Die zweite Hauptrolle neben Williams übernahm „Harry & Sally“-Ikone Billy Crystal, und auf dem Regiestuhl nahm Ivan Reitman Platz, der zuvor bereits für Kultfilme wie „Ghostbusters“ oder „Twins“ verantwortlich gezeichnet hatte. Doch die Rechnung ging nicht auf: Die Komödie über zwei grundverschiedene Männer, die beide glauben, der Vater desselben Sohnes zu sein, wurde zum Box-Office-Desaster, und weder Kritik noch Publikum zeigten sich sonderlich amüsiert.

„Deshalb wird dieser Film bei den AFI-Ehrungen auch nie erwähnt, genau wie ‚Club Paradise‘“, kommentierte Williams – und nahm so Bezug auf einen anderen vergessenen Film, für den er 1986 neben Rick Moranis („Der kleine Horrorladen“) unter der Regie von „Und täglich grüßt das Murmeltier“-Macher Harold Ramis vor der Kamera stand. „Es gibt da so ein paar Filme, bei denen man sich fragt: ‚Wo sind die eigentlich geblieben?‘“

Obwohl selbst Mel Gibson für einen Kurzauftritt vorbei sah, hat „Ein Vater zuviel“ nie den Rang eines verkannten Klassikers erreicht – und es ist auch höchst unwahrscheinlich, dass das noch passiert. Um einen anderen vergessenen 90er-Jahre-Film, in den Williams involviert war, dreht sich hingegen der nachfolgende Artikel:

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren