Kinotipp der Woche: Eine eiskalte Profikillerin im besten deutschen Genrefilm seit Jahren!
Christoph Petersen
Christoph Petersen
-Chefredakteur
Schaut 800+ Filme im Jahr – immer auf der Suche nach diesen wahrhaftigen Momenten, in denen man dem Rätsel des Menschseins ein Stück näherkommt.

Wir beschweren uns immer wieder, dass es keine guten Genrefilme aus Deutschland gibt. Aber das ist nur ein Grund mehr, bei einer Neo-Noir-Perle wie „Der Tod wird kommen“ von Meisterregisseur Christoph Hochhäusler auch wirklich ins Kino zu gehen …

Für unsere Initiative „Deutsches Kino ist (doch) geil!“ wählen wir jeden Monat einen deutschen Film, der uns ganz besonders gut gefallen, inspiriert oder fasziniert hat, um den Kinostart – unabhängig von seiner Größe – redaktionell wie einen Blockbuster zu begleiten. In diesem Monat ist die Wahl auf den eiskalt-präzisen Neo-Noir „Der Tod wird kommen“ (Kinostart: 12. März) gefallen.

Der Tod wird kommen
Der Tod wird kommen
Starttermin 12. März 2026 | 1 Std. 41 Min.
Von Christoph Hochhäusler
Mit Sophie Verbeeck, Louis-Do de Lencquesaing, Marc Limpach
User-Wertung
3,0
Filmstarts
4,0

Christoph Hochhäusler, der bereits beim Filmfestival in Cannes („Unter dir die Stadt“) sowie im Wettbewerb der Berlinale („Bis ans Ende der Nacht“) vertreten war, liefert mit dem in Brüssel spielenden „Der Tod wird kommen“ seinen ersten Film in französischer Sprache. Und das passt ja auch perfekt – schließlich erinnert die Story einer Profikillerin im besten Sinne an das französische Gangsterkino von Jean-Pierre Melville oder Claude Sautet.

Das Fazit der offiziellen FILMSTARTS-Kritik: „Der Tod wird kommen“ überzeugt als kühl-elegantes und stets auch ein wenig distanziertes Vexierspiel um die ganz großen menschlichen Themen in Form eines im schönsten Sinne klassizistischen Genrestücks.

Darum geht’s in "Der Tod wird kommen"

Als ein Transport mit Beutekunst von der Polizei gestoppt wird, wittert der Brüsseler Unterweltboss Charles Mahr (Louis-Do de Lencquesaing) Verrat. Deshalb engagiert er die Auftragskillerin Tez (Sophie Verbeeck), um die Angelegenheit aufzuklären – und die Schuldigen direkt aus dem Weg zu räumen. Der Verdacht fällt dabei u. a. auf Mahrs Geschäftspartner Patric De Boer (Marc Limpach), der gerade dabei ist, die Prostitution in eine neue Ära zu führen. Statt klassischer Bordelle will er einen Neubau errichten, in dem die Freier VR-Verkehr mit Sexpuppen haben sollen …

Christoph Hochhäusler zu Gast bei uns im Podcast

Christoph Hochhäusler gehört seit seinem Debüt „Falscher Bekenner“ zu den absoluten Favoriten der FILMSTARTS-Redaktion. Deshalb haben wir ihn auch gleich zweimal in den Leinwandliebe-Podcast geholt … oder wenn wir ehrlich sind, haben wir Mist gebaut und zum ersten Mal überhaupt eine Aufnahme verschludert, weshalb Christoph Hochhäusler so nett war, tatsächlich noch ein weiteres Mal zu uns in die Berliner FILMSTARTS-Redaktion zu kommen.

„Der Tod wird kommen“-Regisseur Christoph Hochhäusler mit den Leinwandliebe-Podcastern Kamil Moll und Christoph Petersen in der FILMSTARTS-Redaktion. Webedia
„Der Tod wird kommen“-Regisseur Christoph Hochhäusler mit den Leinwandliebe-Podcastern Kamil Moll und Christoph Petersen in der FILMSTARTS-Redaktion.

Es gibt nur wenige (deutsche) Filmemacher*innen, die so viel Ahnung vom Kino haben wie Christoph Hochhäusler – schließlich hat er u. a. auch die Filmzeitschrift Revolver mitbegründet. Im Interview sprechen wir über seine Liebe zum Genrekino, den Umgang mit Waffen am Set – sowie das merkwürdige Gefühl, wenn man erstmals in fremder Sprache dreht und dann die deutsche Synchronisation seines eigenen Films überwachen muss. Ich kann euch also wirklich nur empfehlen, unbedingt in die neueste Folge von Leinwandliebe hineinzuhören:

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