Nach Empörung wegen Denzel Washingtons Besetzung: Arbeit an Netflix-Epos soll bald beginnen
Chantal Neumann
Chantal Neumann
-Redakteurin
Chantal liebt das große Kino genauso wie das Binge-Watching auf dem heimischen Sofa – Hauptsache der Film oder die Serie ist gut.

Bereits vor drei Jahren wurde das Netflix-Epos „Hannibal“ angekündigt. Doch nachdem die Besetzung von Denzel Washington für viel Wirbel sorgte, wurde es ruhig um das Projekt. Nun gibt es allerdings ein Lebenszeichen.

Netflix / 2024 Paramount Pictures.

Zuletzt konnten wir Denzel Washington im Jahr 2024 mit „Gladiator II“ in einem großen Monumentalfilm erleben. Nun steht der Schauspieler schon bald wieder für ein Epos vor der Kamera. Inszeniert wird der Film von Antoine Fuqua – und die beiden Männer sind sich alles andere als unbekannt.

Das Duo hat bereits mehrfach erfolgreich zusammengearbeitet. Nach dem Crime-Thriller „Training Day“, der Washington sogar den Oscar als Bester Hauptdarsteller einbrachte, drehten sie gemeinsam das Western-Remake „Die glorreichen Sieben“ sowie die knallharte Actionreihe „The Equalizer“. Ihr nächstes gemeinsames Projekt wird nun das Netflix-Biopic „Hannibal“ sein, das sich um den legendären Feldherrn der Antike dreht.

Nachdem es lange still um das Projekt gewesen war, gibt es nun ein neues Lebenszeichen: Wie etwa World of Reel berichtet, soll die Produktion von „Hannibal“ bereits im Juni 2026 beginnen.

Kritik aus Tunesien

Angekündigt wurde der Film schon vor rund drei Jahren. Kurz darauf wurden allerdings auch kritische Stimmen laut, die sich an der Besetzung von Washington störten. Einige äußerten Bedenken wegen seiner afroamerikanischen Herkunft in der Rolle des historischen Feldherrn Hannibal Barca. Die Diskussion reichte sogar bis ins tunesische Parlament, wo ein Abgeordneter die Sorge äußerte, die Geschichte könne dadurch verfälscht werden.

Letztlich nahm jedoch die damalige tunesische Kulturministerin den Kritikern den Wind aus den Segeln. Sie erklärte schlicht: „Es ist Fiktion, es ist ihr Recht. Was sollen wir tun?“ Auch wenn damit sicher nicht alle Einwände verstummten, brachte die Politikerin damit einen wichtigen Punkt auf den Tisch: Bei dem Film handelt es sich letztlich um eine künstlerische, fiktive Aufbereitung historischer Ereignisse. Hinzu kommt, dass das tatsächliche Aussehen von Hannibal historisch gar nicht überliefert ist.

Hannibal gilt bis heute als einer der bedeutendsten Militärstrategen der Geschichte. Er lebte etwa von 247 bis 183 v. Chr. und wurde vor allem durch seinen legendären Feldzug im Zweiten Punischen Krieg berühmt. Dabei überquerte er mit seinem Heer – und sogar mit Kriegselefanten – die Alpen, um Italien anzugreifen. Trotz spektakulärer militärischer Erfolge gelang es ihm jedoch nie, Rom endgültig zu besiegen. Schließlich wurde er von den Römern unter der Führung von Scipio Africanus in der Schlacht von Zama entscheidend geschlagen.

Übrigens: Auf welches Biopic Denzel Washington am meisten stolz ist, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Der Film, auf den ich am meisten stolz bin": Denzel Washington bedauert seit 26 Jahren, dass dieses oscarnominierte Biopic im Kino untergegangen ist

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