Streamen könnte so einfach sein, wenn da nicht das übermäßig große Angebot an Filmen und Serien wäre, das die Auswahl jedes Mal so schwierig macht. Das Portfolio von Amazon Prime Video stellt da keine Ausnahme dar, finden sich hier doch ebenfalls etliche Streifen aus über 100 Jahren Filmgeschichte. Diese müsst ihr zum Glück nicht alle durchforsten, denn wir haben für euch drei besonders sehenswerte Werke herausgepickt.
Und es kommt noch besser: Die folgenden Filmtipps könnt ihr mit einem Prime-Abo nämlich aktuell allesamt ohne Aufpreis streamen. Lasst euch direkt in die afrikanische Steppe, eine indische Metropole und ins amerikanische Hinterland des Mittleren Westens katapultieren!
"Der Geist und die Dunkelheit" (1996)
Obwohl „Der Geist und die Dunkelheit“ vor 30 Jahren keinesfalls ein Kino-Hit war, gehört er heute zu den Klassikern des Abenteuerfilms. Doch anders als viele Vertreter des Genres erzählt das Werk von Stephen Hopkins („Predator 2“) keine beschwingte Geschichte mit schlitzohrigen Helden. Vielmehr versteht sich der Film als atmosphärischer Thriller, der den Schauplatz der afrikanischen Wildnis als faszinierenden Ort voller tödlicher Gefahr präsentiert.
„Der Geist und die Dunkelheit“ führt ins Jahr 1898, in dem der britische Ingenieur John Henry Patterson (Val Kilmer) ins ostafrikanische Tsavo entsandt wird, um dort ein wichtiges Brückenbauprojekt zu leiten. Doch nicht nur die Hitze macht seinen Arbeitern zu schaffen, sondern auch zwei gefräßige Löwen, die immer mehr Menschen verschleppen und töten. Bei der Jagd auf die gefährlichen Raubtiere erhält Patterson unverhoffte Unterstützung durch den Großwildjäger Charles Remington (Michael Douglas).
Wenn das Duo auf die (zum Großteil echten) Löwen trifft, sorgt das für unglaublich spannende Szenen, die mit fulminanter Bildgewalt inszeniert sind. Überhaupt wurde hier auf nahezu jedem Posten die Crème de la Crème verpflichtet: Oscarpreisträger William Goldman („Die Unbestechlichen“) lieferte das Drehbuch, Komponisten-Legende Jerry Goldsmith („Chinatown“) steuerte einen grandiosen Score bei und die beiden Hauptdarsteller Kilmer und Douglas – damals absolute Hollywood-Superstars – bildeten das perfekte Gespann vor der Kamera.
„Der Geist und die Dunkelheit“ ist brillantes Abenteuer-Kino, klassisch im besten Sinne und dennoch zugleich auf seine Weise einzigartig.
"Hotel Mumbai" (2018)
Anders als es der Titel vermuten lässt, handelt es sich bei „Hotel Mumbai“ nicht um schön bebilderte Tourismus-Werbung in Filmform, sondern um einen knallharten Thriller, der an die schockierenden Geschehnisse in der indischen Großstadt im Jahr 2008 erinnert. Damals kam es zu mehreren koordinierten Terroranschlägen in der Metropole, u. a. auch im Luxushotel Taj Mahal Palace.
Der Film fokussiert sich auf ebendiesen Schauplatz und den bitteren Überlebenskampf der Angestellten und Gäste. Wie ausweglos deren Situation angesichts der sinn- und gnadenlosen Gewalt ist, macht „Hotel Mumbai“ in jeder Sekunde spürbar. So mutiert die prachtvolle Wohlfühloase plötzlich zu einer tödlichen Falle, aus der es kein Entkommen gibt.
Dass man mit den bedrohten Charakteren derart mitfiebert, liegt zum einen an dem überzeugenden Cast des Films (u. a. Dev Patel, Jason Isaacs, Armie Hammer). Zum anderen an der konzentrierten Inszenierung, die sich richtigerweise mehr für die Opfer als für die Täter interessiert. Hier gibt es keinen Action-Helden, der zurückschlägt. Die heroischen Momente der Geiseln sind stattdessen viel subtiler und finden sich vor allem in deren Aufopferungsbereitschaft. „Hotel Mumbai“ ist eine überaus intensive Seherfahrung, die einen nicht so schnell wieder loslässt.
"Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa" (1993)
Johnny Depp und Leonardo DiCaprio als Filmbrüder? Das gab es tatsächlich, auch wenn „Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa“ in Aufzählungen bedeutsamer Werke eher selten genannt wird. Das mag daran liegen, dass das Drama durch eine geerdete sowie unaufgeregte Erzählweise besticht und fast ohne große Gesten auskommt. Genau das ist allerdings die Stärke des Films von Regisseur Lasse Hallström („Chocolat“).
Er liefert darin das feinfühlige Porträt einer US-Kleinstadtfamilie, die zahlreiche Alltagshürden überwinden muss, wobei jede*r von ihnen ganz eigene Probleme hat. Zusammengehalten werden die Grapes vom ältesten Sohn Gilbert (Depp), der nach dem Suizid des Vaters eher unfreiwillig die Verantwortung übernommen hat und sich u. a. um seinen geistig beeinträchtigten Bruder Arnie (DiCaprio) und seine psychisch labile und adipöse Mutter Bonnie kümmert. Dabei stellt der junge Mann jedoch seine eigenen Wünsche in den Hintergrund, was bald zu großen Konflikten führt.
„Gilbert Grape“ ist trotz seiner traurigen Thematik nicht bierernst erzählt, sondern streut mehrere humorvolle und kauzige Momente in die Handlung. Gerade deshalb entpuppt sich die Romanverfilmung als eine berührend-authentische Coming-of-Age-Story, deren Figuren ab der ersten Minute sofort ans Herz wachsen. Zu verdanken ist das natürlich auch den Darstellungen der Stars, die mit ihren Rollen geradezu verwachsen. Der aus heutiger Sicht ungewohnt zurücknehmenden Performance Depps steht das expressivere, aber herausragende Spiel DiCaprios gegenüber, der dafür 1994 seine erste Oscar-Nominierung erhielt. Ein stilles und grundsympathisches Meisterwerk!
Was euch derweil diesen Monat an Neuheiten im Prime-Video-Abo erwartet, erfahrt ihr in unserer großen Übersicht:
Neu auf Amazon Prime Video im März 2026: Psycho Horror mit einem "X-Men"-Star, Guy Ritchies neue "Sherlock Holmes"-Serie & mehr*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.