Für Alan Ritchson ging es in den vergangenen Jahren steil bergauf. Musste er zunächst mit Serien-Gastrollen („Smallville“) und Kino-Nebenrollen („Die Tribute von Panem - Catching Fire“) vorliebnehmen, stieg der 43-jährige Amerikaner nicht zuletzt mit der Amazon-Serie „Reacher“ zu einem der gefragtesten Action-Stars der Gegenwart auf. Als solcher eroberte er mit Filmen wie „Fast & Furious 10“ zwar längst auch die Leinwände – Amazon wich ihm als starker Partner aber ebenso nicht von der Seite.
Während es ihn mittlerweile auch in Guy Ritchies „The Ministry Of Ungentlemanly Warfare“ und der Action-Comedy „Playdate - Die Action-Dads“ auf Prime Video zu sehen gibt, scheint er es nun auch zum Netflix-Star zu bringen. Wenige Tage nach dem Streaming-Start seines neuesten Films lassen genau darauf jetzt die ersten Zahlen dazu schließen:
„War Machine“ feierte am 6. März 2026 seine exklusive Premiere auf Netflix – und eroberte die Film-Charts auf der Plattform sogleich im Sturm. Am heutigen Montag belegt der Sci-Fi-Actionfilm in stolzen 91 Ländern Platz 1 der Film-Charts, wie die jüngste Auswertung von Flixpatrol zeigt. Das sind sämtliche Regionen der Welt, die das Portal erfasst – mit den beiden Ausnahmen Ukraine und Vietnam, wo es immerhin für Rang 2 reicht.
Der Erfolg kommt keineswegs überraschend. Mit „Reacher“-Star Ritchson stand nämlich nicht nur ein Erfolgsgarant vor der Kamera für den Film – auch der Regiestuhl ist mit Patrick Hughes durchaus prominent (und eben auch vielversprechend) besetzt. Schließlich entwickelte sich dieser im Laufe der Zeit durchaus zum Fachmann für kurzweilige Brachial-Action. Auf sein Konto gingen unter anderem schon „Red Hill“, „The Expendables 3“ und die beiden „Killer's Bodyguard“-Filme mit Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson.
Lohnt sich "War Machine"?
Im Zentrum des Sci-Fi-Action-Thrillers steht der Soldat 81 (Alan Ritchson), der genau wie seine Kollegen nur eine Nummer trägt – und von Sergeant Colonel Sheridan (Dennis Quaid) erst ins Training und schließlich in einen gnadenlosen Auswahlprozess geschickt wird, dessen Sieger eine neue Eliteeinheit zusammenstellen soll. Inmitten der Wildnis stößt die Truppe jedoch unverhofft auf eine große Überraschung in Form eines riesigen Kampfroboters.
Steckt Alien-Technologie dahinter? Oder vielleicht doch nur ein gescheitertes Militärexperiment? So oder so: Das Monstrum muss um jeden Preis unschädlich gemacht werden!
Den Streaming-Erfolg in allen Ehren, eine uneingeschränkte Empfehlung können wir für „War Machine“ nicht abgeben. Solltet ihr also nicht ohnehin zu den vielen Menschen gehören, die den Kracher bereits von ihrer Watchlist gestrichen haben, überlegt euch noch einmal, ob der Film einen Platz auf eben dieser auch wirklich verdient hat. FILMSTARTS-Redakteur Stefan Geisler vergibt in seiner Kritik jedenfalls nicht mehr als 2 von 5 Sternen – und fasst in seinem Fazit zusammen:
Irgendwo in „War Machine“ steckt ein spannender Film. Wer auf krachende Action mit einem gewissen Gore-Faktor steht, wird hier seinen Spaß haben – auch wenn sowohl die mechanische Bedrohung aus dem All als auch das Figuren-Ensemble überaus zweckdienlich gestaltet sind. Am Ende bleibt ein lautstarkes Spektakel, das sich bereits als Franchise-Prolog versteht, ohne die erzählte Geschichte mit ausreichend Leben oder spannenden Figuren zu versehen.
Falls die eine oder andere Synchronstimme im Film bei euch für Verwunderung sorgt, lest einfach mal in den nachfolgenden Artikel. Darin verraten wir euch, was hinter der neuen Besetzung am Mikro steckt:
Deutsche Synchro bei Netflix-Actioner "War Machine": Nicht nur "Reacher" Alan Ritchson hat eine komplett neue Stimme