Thriller-Highlight heute im TV: Mit diesem Film feierte ein Marvel- und "Fight Club"-Star seinen großen Durchbruch
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Fasziniert und berührt werden, aber auch ein stückweit über sich selbst erfahren – darin besteht für Daniel die Magie des Kinos.

Er war sein erster großer Film – und verschaffte ihm direkt seine erste Oscar-Nominierung. „Zwielicht“ ist starkes Thriller-Kino mit einem grandiosen Edward Norton – das für Hochspannung sorgt, auch wenn man das Ende schon kennt. Heute im TV!

Viele Filme verlieren augenblicklich an Spannung, sobald man die Auflösung kennt – und verlassen sich auf eben jene so sehr, dass das Drumherum darunter leidet. Ein zweites Mal sehen muss man sie deswegen oftmals gar nicht. Anders bei „Zwielicht“, einem DER Thriller-Klassiker der 90er, der eben nicht nur von seinen Wendungen lebt, sondern auch von seinem herausragenden Cast. Allen voran: Edward Norton.

Es war die erste große Rolle des damals 27-Jährigen, bevor dieser mit Filmen wie „American History X“ oder „Fight Club“ vor der Jahrtausendwende zu einem der großen Hollywood-Stars des Jahrzehnts avancierte. Ein Aufstieg, dem er zu Teilen sicherlich auch seiner eindringlichen Performance in Gregory Hoblits Gerichts-Thriller zu verdanken hat – für die er prompt auch seine erste (von bislang drei) Oscarnominierung erhielt. Und wir finden: mit Recht! Genau davon könnt ihr euch heute Abend wieder mal im TV überzeugen, wenn ZDFNeo den Film ab 23.45 Uhr zeigt. Alternativ könnt ihr euch den Kult-Hit mittlerweile aber sogar auch in 4K nach Hause holen:

Vor allem lohnt sich die stark geschriebene Mörderjagd aufgrund seines bis in die Nebenrollen grandios besetzten Star-Ensembles – zu dem neben Norton unter anderem auch die ebenfalls bereits dreifach oscarnominierte Laura Linney („Ozark“), Hollywoods Herzensbrecher Nummer 1 Richard Gere („Pretty Woman“), der 2023 verstorbene „Brooklyn Nine-Nine“-Star Andre Braugher, die mit vier Oscars prämierte Frances McDormand („Fargo“) sowie Alfre Woodard („12 Years A Slave“), Terry O'Quinn („Lost“) und John Mahoney („Frasier“) gehören.

"Zwielicht": Zwischen Schuld und Unschuld, Moral und Gewissen

Nach dem Mord am Erzbischof von Chicago gelingt es der Polizei, mit dem blutverschmierten Ministranten Aaron Stampler (Edward Norton) bereits wenig später einen Hauptverdächtigen dingfest zu machen. Aber hat er den Mann Gottes auch tatsächlich auf dem Gewissen?

Zunächst vor allem daran interessiert, den Medien-Rummel um den Fall für seine Zwecke zu nutzen, fasst Star-Anwalt Martin Vail (Richard Gere) immer mehr Vertrauen zu seinem offenbar psychisch labilen Mandanten, ist schließlich auch von seiner Unschuld überzeugt und bereit alles in seiner Macht stehende zu tun, um ihn vor der sicheren Verurteilung zu bewahren. Denn es droht die Todesstrafe. Doch was steckt wirklich hinter dem bestialischen Mord?

Basierend auf dem im englischen Original gleichnamigen Roman „Primal Fear“ von William Diehl* erzählt Gregory Hoblit („Das perfekte Verbrechen“) mehr als die simple Geschichte eines Mordprozesses, entfaltet nach und nach immer mehr Ebenen, mit denen die Geschichte zusätzliche Facetten bekommt und neue Abzweigungen nimmt, denen weitere, eigene Spannungsbögen zugrunde liegen – und einem immer wieder ins Gedächtnis rufen, was Martin Vail zu Beginn predigt: Denn für den Star-Anwalt geht es ebenso wie für Diehl und Hoblit nicht um die Wahrheit, sondern um die Illusion der Wahrheit, die den Geschworenen, dem Gericht oder eben dem Publikum glauben gemacht werden soll.

Mal statisch, mal quicklebendig entwickeln die Bilder von „Taxi Driver“-Kameramann Michael Chapman einen Sog, der getragen vom stimmungsvollen Score von Komponisten-Legende James Newton Howard („Waterworld“, „The Dark Knight“) immer wieder für Spannungs-Höhepunkte sorgt.

Mit welchem Regisseur Richard Gere schon immer mal zusammenarbeiten wollte, könnt ihr indes hier nachlesen:

"Ich bin vor ihm auf die Knie gefallen und habe ihn angefleht": Richard Gere möchte seit 30 Jahren mit diesem Regisseur zusammenarbeiten

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