Richard Gere hat eine lange und vielseitige Karriere hinter sich, die weit über seinen RomCom-Erfolg mit „Pretty Woman“ hinausreicht. Die Liste der namhaften Regisseure, mit denen der praktizierende Buddhist zusammengearbeitet hat, ist lang. So stand der Schauspieler bereits für so unterschiedliche Größen wie Terrence Malick („In der Glut des Südens“), Paul Schrader („Ein Mann für gewisse Stunden“), Francis Ford Coppola („Cotton Club“), Akira Kurosawa („Rhapsodie im August“) oder Robert Altman („Dr. T And The Women“) vor der Kamera.
Vor allem in seiner absoluten Hochzeit – den 1990er-Jahren – hätte man meinen können, dass Gere bei der Wahl seiner Regiepartner völlig freie Hand hatte. Doch ganz stimmt das nicht: Denn es gibt einen Filmemacher, mit dem der „Internal Affairs“-Darsteller unbedingt zusammenarbeiten wollte – doch bis heute ist es nicht dazu gekommen.
Dieser Star-Regisseur steht seit 30 Jahren auf Richard Geres Wunschliste ganz oben
Die Rede ist von Shekhar Kapur, einem indischen Regisseur, dessen Karriere 1994 mit dem Action-Drama „Bandit Queen“ an Fahrt aufnahm. Der Film verschaffte ihm weltweite Aufmerksamkeit und ebnete ihm den Weg ins internationale Kino – fortan drehte Kapur vor allem englischsprachige (Groß-)Produktionen in Großbritannien und den USA.
Am bekanntesten ist er wohl für das opulente Historien-Biopic „Elizabeth“ (1998) und dessen Fortsetzung „Elizabeth – Das goldene Königreich“ (2007), beide mit Cate Blanchett als englischer Königin. Darüber hinaus inszenierte er das Kriegs- und Abenteuer-Epos „Die vier Federn“ mit Heath Ledger in der Hauptrolle, zuletzt zeichnete er für die romantische Komödie „What's Love Got To Do With It?“ (2022) verantwortlich.
Mitte der 1990er ließ Gere nichts unversucht, um den Regisseur zu einer Kollaboration zu bewegen – ohne Erfolg. In einem Interview mit The Daily Eye gab der heute 76-Jährige zu Protokoll: „Nachdem ich ‚Bandit Queen‘ gesehen hatte, bin ich vor ihm auf die Knie gefallen und habe ihn angefleht: ‚Shekharji, bitte dreh einen Film mit mir.‘ Aber er hat mich ignoriert. Er verachtet mich einfach, als wäre ich ein Straßenbettler.“
Tatsächlich erwog Kapur später, mit Gere gemeinsame Sache zu machen. 2005 wurde angekündigt, dass er den „Hachiko“-Star für ein neues Projekt über die Figur des Buddha besetzen wollte. Der Film kam allerdings nie zustande – und Gere war am Boden zerstört.
Das gilt sicher auch für den Moment, als der Schauspieler zur Persona Non Grata bei den Oscars erklärt wurde – und das gleich für 20 Jahre! Was dahintersteckt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Oscar-Verbot für Richard Gere: Darum durfte der "Pretty Woman"-Star 20 Jahre lang nicht an der Verleihung teilnehmen!Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer spanischen Schwesternseite Espinof.com erschienen.