Bibel-Epos wird als provokanter Psycho-Thriller umgesetzt: "Fallout"-Star und Oscar-Preisträgerin spielen die Hauptrolle
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Extremsituationen am Set, Bibel-Motive und ein Paar, das um seine Ehe kämpft: Yuval Adler hat sich für sein Psycho-Thriller-Drama „Job“ inhaltlich viel vorgenommen. Zwei prominente Hauptdarsteller sind bei diesem irren Genre-Mix bereits mit an Bord.

Constantin Film

Drei Jahre liegt der letzte Film des israelischen Filmemachers Yuval Adler, „Sympathy For The Devil“, nun zurück. Der von der Kritik größtenteils wohlwollend besprochene und auch von uns mit soliden 3 von 5 Sternen bedachte Psycho-Thriller zeigt Oscar-Preisträger Nicolas Cage („Leaving Las Vegas“) wie im Rausch. Cage als manischer, wie im Wahn aufspielender Rotschopf und ungebetener Passagier, der sein Opfer in ein packendes Katz-und-Maus-Spiel verwickelt.

Für beklemmende Spannungsfilme wie eben jenen „Sympathy For The Devil“ sowie den 50er-Jahre-Thriller „The Secrets We Keep“ (2020) mit Noomi Rapace ist Adler bekannt. Und: Er schafft es immer wieder, für seine ambitionierten, oft gering budgetierten Werke prominente, etablierte Darsteller zu gewinnen. Das ist bei seinem neuen Film „Job“ nicht anders – für den ein Neo-Westernserien-Star und eine Oscar-Siegerin bereits bestätigt sind.

Wer darf Gott spielen? Darum geht’s in "Job"

Wie Variety exklusiv berichtet, spielen Walton Goggins („Fallout“) und die für ihre Rolle im Biopic „La Vie En Rose“ (2007, siehe auch das oben eingebundene Newsbild) mit einem Oscar prämierte Marion Cotillard die Hauptrollen. Damit arbeitet Adler nach der Kooperation mit Cage erneut mit einem Oscar-Star zusammen. Und ersten Plot-Informationen zufolge könnte Cotillard in ihrer Rolle ganz ähnliche psychische Grenzerfahrungen durchleben wie die Protagonisten in „Sympathy For The Devil“.

„Job“ wird als provokanter Psycho-Thriller mit biblischen Bezügen beschrieben. Goggins und Cotillard sind darin als Schauspieler-Ehepaar zu sehen, das an einer radikalen Theaterinszenierung des Buchs „Hiob“ arbeitet. Die Bibel-Geschichte handelt von einer Wette zwischen dem Teufel und Gott. Es geht um die Gottesfürchtigkeit eines Mannes (Hiob), dessen Glaube auf eine extreme Probe gestellt wird. Durch den Teufel verliert Hiob alles (Familie, Besitztümer, die eigene Gesundheit). Doch er bleibt standhaft in seinem Glauben an Gott und erhält Wohlstand und seine körperliche Unversehrtheit zurück. Während der harten Proben zu ihrem Stück gerät das geordnete Leben des Paares unterdessen in Schieflage.

Laut Variety arbeite Adler mit unterschiedlichen Zeitebenen und schreibt dazu: „‚Job‘ stellt die antike Wette zwischen Gott und Satan dem Zerfall einer modernen Ehe gegenüber.“ Zudem zeige der Film die Streitigkeiten bei den Proben, bei denen es um die Frage geht, wer Gott spielen dürfe.

Wie viel "Black Swan" steckt in "Job"?

Das alles weckt schon mal Erinnerungen an Filme mit typischen „Backstage“-Elementen wie „Birdman“ oder das intensive Psycho-Drama „Black Swan“. Intelligente, hintersinnige Filme mit Meta-Ebene, die das (hektische) Treiben hinter den Kulissen, den auf dem gesamten Ensemble lastenden Druck und den Konkurrenzkampf der Schauspieler einfangen. Gut möglich, dass auch „Job“ über diese Meta-Ebene verfügt.

Bis wir uns davon überzeugen können, wird es aber noch etwas dauern. Einen Termin für den Drehstart gibt es aktuell noch nicht, ein Kinostarttermin steht ebenfalls noch nicht fest.

Dafür steht ein anderer Thriller in den Startlöchern, der vor allem Action-Fans interessieren dürfte: „Shelter“ mit Jason Statham. Sogar Horror-Papst Stephen King feierte den Auftritt der Ein-Mann-Armee, der ebenso bei Rotten Tomatoes ziemlich gut wegkommt:

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