Der 2014 verstorbene Robin Williams bleibt für seine Fans vor allem aufgrund seiner Filme unvergessen. Klassiker wie „Good Morning, Vietnam“, „Hook“ und „Jumanji“ laufen regelmäßig im TV oder finden sich in den Katalogen der Streaming-Dienste – und rufen damit das einmalige komödiantische Talent von Williams wieder und wieder in Erinnerung.
Doch der Schauspieler erheiterte mit seinen Comedy-Einlagen nicht nur uns Menschen. In einem 2001 veröffentlichten Video schaffte es der Oscar-Preisträger („Good Will Hunting“) sogar, einen Gorilla aufzumuntern und damit aus seinem Stimmungstief zu befreien. Bei dem Tier handelte es sich allerdings nicht um „irgendeinen“ Menschenaffen: Es war Gorilla-Dame Koko, die aufgrund ihrer Sprachintelligenz berühmt war.
Robin Williams trifft auf weltbekanntes Gorilla-Weibchen
Die 1971 im Zoo von San Francisco geborene Koko lebte den Großteil ihres Lebens in der Gorilla Foundation in Kalifornien. Dort brachte die Tierpsychologin und Forscherin Francine Patterson Koko ab ihrem zweiten Lebensjahr bei, mittels einer speziellen Form der US-Gebärdensprache mit Menschen zu kommunizieren. Das Gorilla-Weibchen beherrschte 1000 Zeichen dieser Gebärdensprache und verstand fast 2000 englische Wörter. Ihr IQ soll zwischen 75 und 95 gelegen haben (der menschliche IQ liegt im Schnitt bei 100).
Ihre überdurchschnittliche Intelligenz machte Koko zum Medienstar. Es wurden Dokus über sie gedreht, sie war zweimal auf dem Cover des National Geographic, trat in TV-Serien und im US-Kinderfernsehen auf. 2001, als das Video mit Williams entstand, befand sich Koko jedoch schon länger in einem Zustand tiefer Trauer. Der Grund: Der Tod von Gorilla Michael, Kokos Freund seit Kindertagen. Er war im Frühjahr 2000 mit 27 Jahren unerwartet an Herzversagen gestorben. Seitdem zeigte die Koko Berichten zufolge depressive Züge – bis zum Besuch des für seine Einfühlsamkeit und Empathie bekannten Hollywood-Stars.
Robin Williams ließ "Mrs. Doubtfire"-Drehplan ändern, damit Sally Field nach dem Tod ihres Vaters das Set verlassen konnte: "Er war sehr sensibel"In dem höchst emotionalen Video sehen wir ihn und die damals 30-jähirge Koko zusammen spielen, wie sie einander kitzeln und an den Händen halten. In einer Szene nimmt sie dem Schauspieler die Brille ab und setzt sie sich auf. In einer anderen wird ihr eine VHS-Kassette der Tragikomödie „The Birdcage“ mit Williams in der Hauptrolle gezeigt. Sie erkennt den Darsteller auf dem Cover sofort wieder und deutet auf ihn. Koko und Williams scheinen ihre gemeinsame Zeit sichtlich zu genießen und es wirkt fast, als hätten sich zwei „Seelenverwandte“ getroffen.
Den höchst emotionalen Clip des besonderen Aufeinandertreffens könnt ihr euch hier ansehen:
In der offiziellen Video-Version der Gorilla Foundation spricht Williams einen Off-Kommentar. Er reflektiert darin über das Treffen und beschreibt es als ein „eindrucksvolles, unvergessliches Erlebnis“. Und er sagt weiter: „Wir haben etwas Außergewöhnliches geteilt: Lachen.“ Patterson zufolge soll Koko nach Williams' tragischem Suizid vor zwölf Jahren, wie Millionen Filmfans auf der Welt, schwer betroffen und sehr traurig gewesen sein.
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