Laut einem Bericht haben sich Quentin Tarantino und Sylvester Stallone nach vielen vergeblichen Anläufen endlich für ein gemeinsames Projekt zusammengefunden. Das Duo will eine aus sechs Episoden bestehende Gangster-Serie, die in den 1930er-Jahren spielt, umsetzen. Das berichtet zumindest das Klatschportal TMZ.
Mit Schwarz-Weiß-Bildern wie in den 1930er-Jahren
Stallone soll dabei nicht vor der Kamera stehen. Der „Rocky“-Star und Tarantino sollen sich vielmehr die Regie bei der Serie teilen. Laut TMZ verfolgen sie zudem einen ungewöhnlichen Ansatz. Alles soll „super authentisch“ werden.
So sollen echte Kameras aus den 1930er-Jahren für Schwarz-Weiß-Bilder, wie sie großen Gangsterepen jener Zeit haben, genutzt werden. Inhaltlich soll die Serie Gangster, Showgirls, Boxen und Musik bieten.
Bereits 2022 kündigte Quentin Tarantino in einem Interview an, dass er ein Serienprojekt habe, welches er in Kürze umsetzen wolle. Dazu kam es aber nicht. Es ist nicht bekannt, ob er dieses Projekt jetzt mit Stallone als Partner wiederbeleben konnte oder ob es sich um eine komplett neue Ideen handelt. Damals sprach Tarantino allerdings von acht Episoden, jetzt sollen es laut TMZ ja nur sechs Folgen sein.
Zusammenarbeit nach mehreren Anläufen
Sollte es wirklich dazu kommen, würden Stallone und Tarantino endlich zusammenfinden. Der Kult-Regisseur bot dem „The Expendables“-Star einst die Rolle des Louis Gara, die später Robert De Niro spielte, in „Jackie Brown“ an. Auch für den Part des Stuntman Mike in „Death Proof – Todsicher“ fragte Tarantino Stallone vor Kurt Russell an. Der Familienvater wollte den irren Killer aber nicht verkörpern.
Nicht immer waren die beiden Hollywood-Größen aber einer Meinung. Tarantino kritisierte so immer wieder, dass Stallones „Rambo“ der Buchvorlage „First Blood“ aufgrund des geänderten Endes nicht gerecht werde – und witzelte sogar darüber, mal eine buchnahe Neuverfilmung zu machen. Stallone nahm die Kritik aber mit Humor – was ihm auch leicht gefallen sein dürfte. Denn abgesehen von „Rambo“ verteidigte der „Pulp Fiction“-Regisseur Stallone immer wieder gegen Kritik und lobte diesen als „großartigen Schauspieler“. Er bezeichnete ihn sogar als Vorbild.
Dass Stallone einst für „Rocky“ selbst das Drehbuch schrieb und darauf bestand, die Hauptrolle zu spielen, inspirierte Tarantino laut eigener Aussage, es auch in Hollywood aus eigener Kraft schaffen zu können.
Weiter warten auf Tarantinos letzten Film
Sollte das TV-Serien-Projekt wirklich kommen, dürfte das einerseits viele Fans aufgrund der Zusammenarbeit dieser beiden Stars freuen. Allerdings sind es auch schlechte Nachrichten für alle, die auf den finalen Kinofilm von Quentin Tarantino warten. Der wird sich damit nämlich noch weiter verzögern.
Ohnehin ist der aktuell noch ziemlich in weiter Ferne. Schließlich wird Tarantino als nächstes Projekt erst einmal ein Theaterstück in London inszenieren, das ihn bis Anfang 2027 auslasten dürfte. Mehr zu diesem Vorhaben gibt es im folgenden Artikel:
Start für 2027 bestätigt: Quentin Tarantinos neues Werk trägt den Titel "The Popinjay Cavalier"