Am 11. August 2014 verstarb einer der ganz Großen Hollywoods: Robin Williams. Die Nachricht seines plötzlichen Todes versetzte Hollywood nachhaltig in Schockstarre, und noch heute hinterlässt der Schauspieler und Komiker eine klaffende Lücke. Denn nicht nur spielte er sich mit Filmen wie „Der Club der toten Dichter“, „Mrs. Doubtfire“ oder „Jumanji“ in die Herzen von Millionen Menschen, auch war er durch seine oftmals als warmherzig, sensibel und mitfühlend beschriebene Art bei Kolleg*innen extrem beliebt – davon zeugen unter anderem bewegende Erinnerungen von Sally Field oder Ben Affleck.
Falls ihr einen Ort sucht, an dem ihr Robin Williams gedenken könnt, werdet ihr auf einem Friedhof nicht fündig – die Asche des gebürtigen Kaliforniers wurde in der Bucht von San Francisco verstreut, in unmittelbarer Nähe zur ikonischen Golden Gate Bridge. Doch trotzdem gibt es einen Platz, an dem sich Fans aus aller Welt regelmäßig versammeln, um sich an ihren Helden zu erinnern – und zwar einen äußerlich ziemlich unscheinbaren: Die Rede ist von einer ganz bestimmten Bank im Boston Public Garden.
Studiocanal
Auf dieser Bank wurde eine der bewegendsten Filmszenen der 90er gedreht
Auf den ersten Blick wirkt sie wie jede andere Bank, die sich in der Grünanlage verteilt. Doch für Filmfans ist sie längst ein besonderer Ort – denn genau hier wurde eine der eindrucksvollsten Szenen aus „Good Will Hunting“ gedreht, jenem Film, der Williams im Jahr 1998 seinen ersten und einzigen Oscar einbrachte.
Zur Erinnerung: Der „Flubber“-Darsteller verkörperte in der von Gus Van Sant inszenierten Tragikomödie den Therapeuten Sean Maguire, der dem hochbegabten, aber verschlossenen Hausmeister Will Hunting (Matt Damon, schrieb gemeinsam mit Ben Affleck auch das oscarprämierte Drehbuch) dabei hilft, sich seinen inneren Dämonen zu stellen.
In einer der zentralen Szenen des Films sitzen Sean und Will auf genau dieser Parkbank am Ufer des Charles River. Was als beiläufiges Gespräch beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem sehr persönlichen Monolog, in dem Sean dem jungen Genie aufzeigt, dass das Leben mehr bereithält als reines Wissen. Der Moment lebt fast komplett von Williams' ruhiger, eindringlicher und zugleich pathosfreier Performance – und zählt für viele zu den bewegendsten Dialogszenen der 1990er-Jahre.
Nach seinem Tod funktionierten Fans von Williams die Parkbank zu einer spontanen Gedenkstätte um, bedeckten sie mit Blumen, Notizen oder persönlichen Botschaften. Noch heute pilgern jährlich Tausende Menschen (darunter auch FILMSTARTS-Redakteur Pascal Reis) ins Zentrum der Hauptstadt von Massachusetts, schließlich wird die Erinnerung an Robin Williams vielleicht nirgends so greifbar wie auf dieser unauffälligen Sitzgelegenheit im Herzen des Boston Public Garden.
Wusstet ihr eigentlich, dass Robin Williams großen Respekt vor seinem deutschen Synchronsprecher hatte – und es sich nicht nehmen ließ, sich in einem Brief bei ihm zu bedanken? Die ganze Geschichte lest ihr im nachfolgenden Artikel:
Robin Williams schrieb seinem deutschen Synchronsprecher einen herzerwärmenden Brief: "Danke, dass du mich in Deutschland berühmt gemacht hast"FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.