Es gibt viele Gründe, weshalb Robert De Niro als einer der größten Schauspieler aller Zeiten gilt. Einer davon ist seine Bereitschaft, gänzlich in seinen Rollen aufzugehen. So prägte er maßgeblich die Technik des Method Acting und bereitete sich oft monatelang sowohl physisch als auch mental auf seine Projekte vor.
Um beispielsweise seine Figur in „Taxi Driver“ so authentisch wie möglich zu verkörpern, arbeitete der siebenfach Oscar-nominierte Schauspieler selbst Vollzeit als Taxifahrer in New York. Damit er in „The King Of Comedy“ wiederum einen überzeugenden Stalker porträtieren konnte, traf er sich prompt mit seinem eigenen.
Am meisten zu kämpfen hatte der Darsteller aber ausgerechnet mit der Rolle, in der er selbst zum Kampfsportler wurde: Wie De Niro The Hollywood Reporter verriet, ging er in Martin Scorseses Boxerdrama „Wie ein wilder Stier“ nicht nur an seine psychischen, sondern auch an seine körperlichen Grenzen.
De Niros radikale Transformation in „Wie ein wilder Stier“
Die vielen gemeinsamen Projekte von De Niro und Scorsese kreisten stets um komplexe und zwiespältige Figuren. So auch „Wie ein wilder Stier“, in dem De Niro die real existierende Boxlegende Jake LaMotta spielt. Der Film präsentiert das Leben des Sportlers in seinen Höhen und Tiefen, beleuchtet dessen emotionale Zerrissenheit und zeigt, wie er sich nach seinem Karriere-Aus auch körperlich zunehmend gehen ließ.
Gerade dieser extreme physische Wandel war es, der De Niro an der Rolle so faszinierte: „Ich fand den sichtbaren Unterschied zwischen einem außer Form geratenen und einem jungen Kämpfer wirklich interessant“, erklärte er. „Ich dachte, ich würde gern sehen, ob ich dieses Gewicht zunehmen könnte.“
So vollzog De Niro für die erste Hälfte der Dreharbeiten ein intensives Training, um sowohl die Muskeln als auch die Kampftechniken aufzubringen, die diese Rolle erforderte. Für die andere Hälfte des Films legte er hingegen massiv an Gewicht zu, um LaMottas späteren Absturz abbilden zu können. Dabei soll der Schauspieler rund 30 Kilogramm zugenommen haben – die größte Herausforderung seiner gesamten Karriere, wie er heute reflektiert.
Gelohnt haben sich die Mühen allemal, denn für seine hingebungsvolle Darstellung als Jake LaMotta wurde De Niro schließlich mit dem Oscar als „Bester Hauptdarsteller“ ausgezeichnet. Während der „Heat“-Star also stets eine außerordentlich hohe Schmerzgrenze an den Tag gelegt hat, gab es aber doch eine Rolle, die sogar ihm über die Stränge schlug – eine Weihnachtskomödie fand De Niro nämlich so geschmacklos, dass er auf keinen Fall darin mitwirken wollte:
"Widerlich und ekelhaft": Robert De Niro, Jack Nicholson und Nicolas Cage lehnten einen Film ab, der heute Kultstatus genießtUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.