Im Jahr 1987 war Madonna die berühmteste Frau der Welt. „Like A Virgin“ hatte weltweit die Spitze der Charts erklommen, und „True Blue“ – ihr drittes Studioalbum – übertraf dank Songs wie „Papa Don't Preach“ und „Live To Tell“ alle Erwartungen. Die zuletzt daraus veröffentlichte Single war „La Isla Bonita“. Niemand Geringeres als Michael Jackson hatte das Lied zuvor abgelehnt, doch Madonna verwandelte es in einen zeitlosen Pop-Klassiker.
Entsprechend aufwändig wurde das mit zahlreichen Bezügen zur hispanischen Kultur ausgestattete Musikvideo gestaltet. Unter den mehr als 500 Statisten befand sich dabei ein junger Mann, der nicht viel mehr tun musste als in einem Auto zu sitzen und dafür eine Gage von 150 US-Dollar erhielt. Sein Name: Benicio Monserrate Rafael del Toro Sánchez. Der damals 20-jährige – heute besser bekannt unter dem verkürzten Namen Benicio del Toro – hatte gerade erst mit dem Schauspielunterricht begonnen und stand hier zum allerersten Mal professionell vor der Kamera.
Von Madonna zum Oscar
Noch im selben Jahr war er im Serien-Hit „Miami Vice“ zu sehen, wobei der Part des Ex-Häftlings Pito (wie auch spätere Rollen) noch stark den damals gängigen Stereotypen von Latino-Charakteren entsprach. 1988 verschaffte ihm schließlich Paul Reubens sein Leinwand-Debüt – in „Manege frei für Pee Wee“, dem zweiten Kino-Abenteuer seiner Kunstfigur Pee-wee Herman.
In den Jahren darauf hatte del Toro weitere kleine Auftritte in so unterschiedlichen Kinofilmen wie dem 007-Blockbuster „Lizenz zum Töten“, Sean Penns Drama „Indian Runner“ oder an der Seite von Jeff Bridges in „Fearless - Jenseits von Angst“. Auf seinen Durchbruch musste er aber noch ein wenig warten: Seine Screentime im Thriller-Klassiker „Die üblichen Verdächtigen“ war zwar begrenzt, doch seine Darstellung des so wortkargen wie unberechenbaren Kleinkriminellen Fred Fenster brachte ihm endlich die verdiente Aufmerksamkeit der Branche und des Publikums ein.
Mit Filmen wie „Fear And Loathing In Las Vegas“, „Snatch - Schweine und Diamanten“ oder „21 Gramm“ etablierte sich Benicio del Toro schließlich als feste Größe in Hollywood, und für seine Nebenrolle in Steven Soderberghs Drogen-Thriller „Traffic - Die Macht des Kartells“ erhielt er im Jahr 2001 schließlich einen Oscar. Zuletzt konnte man den heute 59-Jährige in Wes Andersons Ensemble-Komödie „Der phönizische Meisterstreich“ sowie Paul Thomas Andersons Oscar-Überflieger „One Battle After Another“ bewundern.
In letztgenanntem 5-Sterne-Meisterwerk war del Toro bekanntlich neben Leonardo DiCaprio zu sehen. Dass es auch in der Vita des erfolgsverwöhnten „Titanic“-Stars nicht nur Perlen gibt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Die Leute haben ihn gehasst": Leonardo DiCaprio spricht offen über den größten Flop seiner KarriereFILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
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