Sein erster Film seit 10 (!) Jahren: "I, Robot"-Regisseur macht Sci-Fi-Projekt mit 100 Millionen Dollar Budget – und einem Kniff!
Annemarie Havran
Annemarie Havran
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Dystopien wie in „Fahrenheit 451“, Mysterien wie in „Inception“, Sci-Fi und fremde Welten wie in „Dune“: Spannende Realitätsfluchten faszinieren Annemarie.

Alex Proyas ist schon seit rund 30 Jahren als Filmemacher tätig, hat in der Zeit aber erst acht Langfilme inszeniert. Sein bis dato letzter liegt sogar schon zehn Jahre zurück: der Kassenflop „Gods Of Egypt“. Jetzt will er mit „Heaven“ zurückkehren.

20th Century Fox

Alex Proyas schaut in seiner Karriere als Regisseur auf so verschiedene Filme wie den düsteren Fantasy-Kultfilm „The Crow - Die Krähe“, den Sci-Fi-Blockbuster „I, Robot“, den Mystery-Thriller „Know1ng - Die Zukunft endet jetzt“ und den Götterkampf-Actioner „Gods Of Egypt“ zurück. Gekrönt waren Proyas‘ Unternehmungen von mal mehr, mal weniger Erfolg – doch gerade der gnadenlos an den Kinokassen gefloppte „Gods Of Egypt“ versetzte ihm einen echten Schlag. Bei einem Budget von 140 Millionen Dollar kamen an den weltweiten Kassen nur 150 Millionen Dollar Einspiel rum. Zehn Jahre später wagt sich Alex Proyas aber nun endlich wieder an einen Spielfilm.

Und dieser ist dann auch gleich ein echtes Herzensprojekt des Regisseurs, das er schon seit Jahren aus der Taufe zu heben versucht: Heaven“ ist eine Sci-Fi-Satire mit Anklängen an Terry Gilliams „Brazil“. Eines der bisherigen Probleme jedoch: das Budget, das sich laut der Seite WorldOfReel irgendwo zwischen 80 und 100 Millionen Dollar bewegen soll. Eine Summe, die Proyas in Hollywood aktuell nicht so einfach zusammenbekommt. Doch nun scheint der Filmemacher eine Lösung gefunden zu haben.

"Heaven" ist teuer: So will Proyas die Kosten senken

Der Kniff, um die Kosten bei „Heaven“ zu senken: Künstliche Intelligenz für die Filmproduktion nutzen. Dafür haben sich laut eines exklusiven Berichts des Branchenmagazins Deadline die Firmen K5 International und Ex Machina Studios zusammengetan, die Proyas‘ Filmprojekt „Heaven“ beim anstehenden Filmmarkt in Cannes möglichen Interessenten zum Kauf anbieten wollen. Ex Machina Studios entwickelt „Heaven“ dabei als „KI-gestütztes“ Projekt, so Deadline, und werde seine hauseigenen KI-Tools für die Produktion einsetzen.

In „Heaven“ geht es um einen verzweifelten Bürokraten, der seinem jämmerlichen Dasein zu entkommen versucht, indem er in ein technologisch perfektioniertes Jenseits eintritt – nur um festzustellen, dass dieses Paradies eine sorgfältig konstruierte Illusion ist, die schreckliche Konsequenzen bereithält.

KI soll Sci-Fi-Welten erschaffen, aber nicht den Menschen ersetzen

Mittels KI soll es möglich sein, große Science-Fiction-Welten mit einem moderaten Budget zu erstellen, die dann als Hintergrund dienen, während im Fokus weiterhin echte Schauspieler „und eine von Menschen geschaffene Geschichte“ stehen, heißt es seitens der Firma Ex Machina Studios. Die Dreharbeiten sollen voraussichtlich in Los Angeles stattfinden, derzeit findet das Casting statt.

KI in der Kreativbranche kann Fluch und Segen zugleich sein. Während die neuen technologischen Möglichkeiten Film- und Serienschaffenden helfen können, Kosten zu sparen, sind dadurch aber auch Jobs bedroht. Darum hat sich unter anderem in der Synchronbranche ein KI-Streit mit Netflix entsponnen. Mehr darüber erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Jason Momoa verliert als erster Superstar auf Netflix seine deutsche Stimme – nächste Runde im KI-Streit

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