Mit 96 (!) Jahren hält Clint Eastwood an einer täglichen Gewohnheit für ein langes Leben fest: Die Technik hat auch anderen Prominenten geholfen
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Clint Eastwood feiert am heutigen Sonntag seinen 96. Geburtstag. In diesem Artikel erfahrt ihr, was das Geheimnis seines langen Lebens ist.

Warner Bros.

In den letzten Wochen und Monaten haben wir immer wieder über Hollywood-Größen berichtet, die uns auch im sehr hohen Alter noch immer erhalten bleiben – beispielsweise Oscar-Preisträgerin Eva Marie Saint („Die Faust im Nacken“), die mit 101 (!) Jahren wohl dienstälteste Kino-Ikone der Welt. Auch „Mary Poppins“-Star Dick Van Dyke hat die 100 bereits überschritten, während Komödien-Urgestein Mel Brooks („Spaceballs“) ganz kurz davor steht.

Zur dreistelligen Zahl fehlen Clint Eastwood noch ein paar Jährchen. Doch auch er hat ein höchst beeindruckendes Alter erreicht: Am heutigen Sonntag, den 31. Mai, feiert der Schauspieler und Regisseur seinen 96. Geburtstag!

Clint Eastwood steht seit über 70 Jahren vor der Kamera

Erstmals vor der Kamera stand Eastwood vor über sieben Jahrzehnten. Seinen TV-Durchbruch feierte er dabei mit der Wildwest-Serie „Tausend Meilen Staub“ (zwischen 1959 und 1965 war er in insgesamt 217 Episoden zu sehen!), bevor er mit Sergio Leones berühmter Dollar-Trilogie zum Leinwand-Star und zur unsterblichen Western-Ikone wurde. Seine Rolle des wortkargen, geheimnisvollen Revolverhelden sollte Eastwood noch viele Male wiederholen – in zahlreichen Western, aber beispielsweise auch der „Dirty Harry“-Reihe.

Anfang der 1970er-Jahre startete Eastwood dann seine zweite Karriere – als Regisseur. Für den Spätwestern „Erbarmungslos“ (1992) und das Sportdrama „Million Dollar Baby“ (2004) wurde er mit zwei Regie-Oscars ausgezeichnet, und erst 2024 kam mit dem Justiz-Thriller „Juror #2“ sein 41. (und mutmaßlich letzter) Spielfilm in die Kinos. Doch was ist eigentlich das Geheimnis für Eastwoods langes und außergewöhnlich produktives Leben?

Viel Sport, gesunde Ernährung – und eine Technik, die auch Hugh Jackman schätzt

Das hat Clint Eastwoods Sohn Scott Eastwood (ebenfalls Schauspieler, unter anderem bekannt aus der Colleen-Hoover-Verfilmung „All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“) in einem Interview mit Men's Health enthüllt. Dort erklärte er, dass hinter der erstaunlichen Vitalität seines Vaters kein Wundermittel stecke, sondern eine fast schon stoische Konsequenz: viel Bewegung („Mein Dad ist eine Maschine, was Sport angeht“) und wenig Nachlässigkeit in Bezug auf seine Ernährung („Mein Vater isst nicht nur zum Vergnügen“).

Dazu passt auch, wie Eastwoods Biograf Shawn Levy (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen „Deadpool & Wolverine“-Regisseur) in seinem Buch „Clint: The Man And The Movies*“ den Lebensstil des „Die Brücken am Fluss“-Schöpfers beschreibt. Dort heißt es unter anderem, Eastwood sei ein „Fitness-Fanatiker“, der besonders großen Wert auf gelenkschonende Übungen lege – etwa Spaziergänge oder Ausdauertraining (via AdoroCinema). Zudem habe der gebürtige Kalifornier bereits seit den 1950er-Jahren auf eine „fettarme Bio-Ernährung“ gesetzt. „Und schon in den 1960er-Jahren sprach er sich für die Vorzüge von Sushi aus“, ergänzt Levy.

Doch das ist nicht alles, denn überdies ist Eastwood ein Anhänger der Transzendentalen Meditation. Dabei wird unter anderem zweimal täglich für jeweils 20 Minuten ein bestimmtes Mantra wiederholt, um Stress zu reduzieren. „Tatsächlich hat er besonders während der Arbeit viel meditiert“, so Levy. „Und all das, während er den Mann ohne Namen, Dirty Harry und andere blutrünstige Figuren verkörperte.“ Auch andere Prominente wie Oprah Winfrey oder Hugh Jackman schwören auf diese Technik, ein weiterer bekannter Anhänger war der 2025 verstorbene Meisterregisseur David Lynch („Mulholland Drive“).

Schaut man sich Eastwood heute an, scheint er mit seinem Lifestyle aus Sport, gesundem Essen und Meditation sehr gut gefahren zu sein. Wenn ihr dagegen wissen wollt, warum er 20 Jahre lang die Oscars boykottiert hat, dann lest doch auch den nachfolgenden Artikel:

"Ladet mich nie wieder ein": Clint Eastwood hat 20 Jahre lang die Oscar-Verleihung boykottiert – das ist der Grund!

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor auf unserer brasilianischen Schwesternseite AdoroCinema erschienen.

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