Es gibt einen Nachfolger zum besten Horrorfilm der letzten 20 Jahre – den wir womöglich nie zu sehen kriegen werden
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Horror ist in seiner DNA verankert – ob irre wie „Braindead“ und „Eraserhead“ oder packend wie „Halloween“ und „High Tension“. Hauptsache ungekürzt!

Ari Aster hat ein Prequel zu seinem gefeierten Regiedebüt geschrieben, doch der richtige Zeitpunkt sei einfach noch nicht gekommen, dieses zu verfilmen. Ob daraus überhaupt jemals ein richtiger Film wird, bleibt abzuwarten.

Es gibt einen zweiten „Hereditary - Das Vermächtnis“ – nun, zumindest auf dem Papier. Ob aus der Idee für einen Nachfolger, bei dem es sich allerdings um keine Fortsetzung, sondern um eine Vorgeschichte handelt, aber jemals mehr wird? Das bleibt abzuwarten.

Jahrelang verdingte sich Ari Aster als Kurzfilm-Regisseur, bevor er schließlich den Sprung ins Kino wagte – und direkt mächtig Eindruck machte. Nicht nur bescherte er Produktionsstudio A24 („Everything Everywhere All At Once“) Rekordzahlen an den Kinokassen, sein Debüt begeisterte obendrein Presse und Publikum gleichermaßen. Nicht umsonst sahnte „Hereditary“ in der FILMSTARTS-Kritik die vollen fünf Sterne ab und belegt Platz 20 in der FILMSTARTS-Liste der besten Horrorfilme aller Zeiten. Das hat seitdem kein anderer geschafft!

Die besten Horrorfilme aller Zeiten

Asters Zweitwerk („Midsommar“) konnte da fast mithalten und verpasste mit hervorragenden 4,5 Sternen nur knapp die Bestnote, „Beau Is Afraid“ (3,5 Sterne) und „Eddington“ (4 Sterne) sind zwar immer noch sehenswert, an seinen Erstling konnte der Ausnahme-Filmer allerdings nie wieder ganz anknüpfen. Genau das könnte jedoch einem Film gelingen, der in direkter Verbindung zu dem okkulten Meisterwerk steht...

Ari Aster enthüllt "Hereditary"-Prequel

Im Zuge der sogenannten Bleak Week der American Cinemateque verriet der Regisseur jetzt, dass es nicht nur Pläne für einen zweiten „Hereditary“-Film gibt, sondern diese inzwischen auch zu einem Skript führten. Lediglich ob daraus am Ende auch eine Verfilmung resultieren wird, scheint aktuell noch unklar.

„Ich habe eine Prequel geschrieben“, so Aster (via Gold Derby), der sogleich darauf zu sprechen kam, warum er eine Adaption der Vorgeschichte bislang nicht vorantrieb: „Es fühlt sich nie wie der richtige Zeitpunkt an. Es ist ein Prequel, kein Sequel. Also weiß ich nicht, wohin es führen wird.“

Ob es irgendwann vielleicht doch noch ein Wiedersehen mit Familie Graham geben wird, die im ersten Film nach dem Tod ihres Familienoberhaupts mit einer Reihe ebenso rätselhafter wie schrecklicher Ereignisse konfrontiert wird, bleibt abzuwarten. Aster arbeitet mit „Scapegoat“ indes an seinem nächsten Film, steht darüber hinaus aber auch abseits seiner eigenen Regiearbeiten für spannende Genre-Kost fernab des Mainstreams. Als Produzent hatte er so etwa bei dem Albtraum-Mindfuck „Dream Scenario“ mit Nicolas Cage, Yorgos Lanthimos' Thriller „Bugonia“ sowie „The Drama“ seine Finger im Spiel, in dem die Hochzeitsvorbereitungen von Robert Pattinson und Zendaya eine unerwartete Wendung nehmen.

Zu anderen Hits gibt es derweil sogar mehrere Fortsetzungen, von denen viele gar nichts wissen dürften. Ein Beispiel dafür: „Jarhead“ mit Jake Gyllenhaal:

Einer der besten Kriegsfilme der letzten 20 Jahre hat gleich 3 (!) Fortsetzungen, die kaum jemand kennt

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