Es gibt einen neuen teuersten Film aller Zeiten – mit 658 Millionen Dollar Budget lässt er "Avatar", "Star Wars" & Marvel hinter sich!
Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.

„Star Wars: Das Erwachen der Macht“ ist nicht mehr der teuerste Film der Kinogeschichte! Wie jüngste Zahlen belegen, wurde J.J. Abrams „Krieg der Sterne“-Blockbuster bereits im Jahr 2022 überholt...

Universal Pictures

Über zehn Jahre konnte sich „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ im Ranking der teuersten Filme, die es jemals gab, an der Spitze halten – und das obwohl die Produktionskosten großer Blockbuster seitdem innerhalb kürzester Zeit immer größere Dimensionen annahmen. Stolze 638,9 Millionen Dollar verschlang die Leinwandrückkehr von Han Solo und Co., mit der Regisseur J.J. Abrams eine neue „Krieg der Sterne“-Ära einläutete.

Es ist mittlerweile Normalität, dass die Top 10 praktisch ausnahmslos aus Beiträgen zu großen Filmreihen bestehen. Neben „Deadpool & Wolverine“, „Fast & Furious 10“ oder „Avengers: Endgame“ mischen so auch „Pirates Of The Caribbean - Fremde Gezeiten“ und „Indiana Jones und das Rad des Schicksals“ ganz vorne mit. Und ein solches Franchise-Kapitel ist es jetzt auch, dass sich die Krone geholt hat – ganze vier Jahre nach Kinostart.

Denn wie nun enthüllt wurde, kostete „Jurassic World 3: Ein neues Zeitalter“ sogar noch mehr als ursprünglich angenommen – und zwar sagenhafte 658,8 Millionen Dollar. Das macht ihn zum teuersten Film der Kinogeschichte. Und zwar mit Abstand. Schließlich ist der zweitplatzierte „Star Wars 7“ stolze 20 Millionen Dollar dahinter – eine stattliche Summe, die viele Filmemacher für ihre Projekte nicht einmal zur Verfügung gestellt bekommen.

"Jurassic World 3" ist der teuerste Film der Welt – aber warum erst jetzt?

Der Grund für die verzögerte Enthüllung liegt an den komplexen Vorgängen hinter den Kulissen. Wie viele große Hollywood-Produktionen wurde der dritte „Jurassic World“-Film, in dem die neue Garde um Chris Pratt auf die Original-Stars Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum trifft, nicht nur in den USA, sondern unter anderem auch in Großbritannien gedreht. Wofür es konkrete Regularien gibt.

Werden britischen Darsteller*innen oder Drehorte genutzt, gibt es so etwa staatliche Förderungen – die jedoch nur dann in Anspruch genommen werden können, wenn Produktionen separate Produktionsfirmen im United Kingdom errichten. Dafür müssen am Ende detaillierte Finanzberichte eingereicht werden, mit der eine Kostentransparenz einhergeht, die es in Nordamerika so nicht gibt. Aus einem solchen Bericht gehen nun die neuen Zahlen hervor, wie zunächst Fortune berichtete.

Große Stars, reichlich Special Effects und aufwändige Drehs sowohl im Studio als auch an Schauplätzen kosten viel Geld. Was das Budget letztlich explodieren ließ, war jedoch nicht zuletzt der Umstand, dass die Dreharbeiten zum Höhepunkt der Corona-Pandemie stattfanden – und Cast und Crew teils über Monate in Quarantäne mussten. Und zwar in einem vergleichsweise teuren Hotel nahe den Pinewood Studios, als nahe ihrer Arbeitsstätte. Dank steuerlicher Vergünstigungen gab es am Ende aber immerhin rund 127,8 Millionen Dollar zurück.

An den Kinokassen brachte der Dino-Kracher letztlich übrigens etwas mehr als eine Milliarde Dollar ein. Ein Kunststück, das 2026 erst einem Film gelungen ist:

Der erste Kinofilm 2026, der mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt hat: Ihr könnt ihn bereits im Streaming erleben

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