Über 50 Jahre lang blieb dieser Hollywood-Rekord unangetastet – jetzt wurde er gebrochen: Wo Stallone & Co. scheiterten, triumphiert "Obsession"
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„Der Mann mit der Todeskralle“ schrieb 1973 Kinogeschichte – und stellte eine schier unglaubliche Box-Office-Bestmarke auf, an der sich seitdem auch reihenweise Hollywood-Größen die Zähne ausgebissen haben. Doch jetzt gibt es eine neue Nummer 1.

Viel Geld in die Kassen zu spülen, ist das eine. Doch sollte man das Einspielergebnis immer auch ein Stück weit in Relation zu den Produktionskosten setzen. Ein aktuelles Beispiel: Steven Spielbergs 115-Millionen-Dollar-Film „Disclosure Day - Der Tag der Wahrheit“ konnte bis dato 216 Millionen Dollar einspielen und dürfte damit gerade beginnen, für Studio Universal Pictures langsam Gewinn abzuwerfen. „Scary Movie 6“ ist mit 224 Millionen Dollar indes ein kleiner Mega-Hit, kostete das Spoof-Revival doch gerade einmal 30 Millionen Dollar.

In der absoluten Oberliga in Sachen Profitabilität spielen die größten Kassenschlager der Kinogeschichte, die für weniger als eine Million Dollar produziert wurden. Neben so Klassikern wie George Millers apokalyptischer Kult-Klassiker „Mad Max“, John Carpenters Slasher-Meilenstein „Halloween - Die Nacht des Grauens“ und „Rocky“ mit Sylvester Stallone mischt so auch der Low-Budgtet-Horrorfilm „Paranormal Activity“ ganz vorne mit. Doch die absolute Nummer 1 war bis dato „Der Mann mit der Todeskralle“. Der Bruce-Lee-Hit von 1973 kostete gerade einmal 750.000 Dollar – und brachte 400 Millionen Dollar ein. Eine Bestmarke, die über ein halbes Jahrhundert unerreicht blieb… und zwar mit Respektabstand. Platz 2 hielt so bis vor kurzem der Found-Footage-Schocker „The Blair Witch Project“ inne, der 1999 zum vieldiskutierten Phänomen avancierte und über 248 Millionen Dollar generieren konnte. Jetzt aber hat tatsächlich ein Film das Unmögliche geschafft:

"Obsession" ist der erfolgreichste Low-Budget-Film aller Zeiten

Obsession - Du sollst mich lieben“ avancierte in den vergangenen Wochen weltweit zu einem der Gesprächsthemen der Filmwelt. Die Geschichte eines jungen Mannes, der sich nichts sehnlicher wünscht, als das Herz seiner Angebeteten zu erobern – und diesen Wunsch direkt wieder bereut, als er tatsächlich in Erfüllung geht –, begeisterte die Fachpresse (in der FILMSTARTS-Kritik gab es hervorragende 4,5 von 5 Sternen) ebenso wie das Publikum. Und die Menschen strömen massenweise dafür in die Filmtheater.

Und so löste der Horror-Thriller von YouTuber Curry Barker in den vergangenen Wochen auch ein regelrechtes Box-Office-Beben aus – das jetzt einen neuen Höhepunkt erreicht hat. Denn „Obsession - Du sollst mich lieben“ hat mittlerweile 403 Millionen Dollar eingespielt und ist damit nun der größte Kassenschlager der Kinogeschichte, dessen Produktion weniger als eine Million Dollar gekostet hat. Und da der Film einerseits fast zwei Monate nach US-Start dort immer noch die Kassen klingeln lässt und er andererseits in vielen Regionen wie Deutschland erst seit kurzem läuft und deswegen ohnehin ganz vorne in den Charts mitmischt, gehen wir davon aus, dass in den kommenden Tagen und Wochen auch noch ein schöner Batzen dazukommen dürfte.

Dazu sei gesagt, dass die obigen Daten nicht inflationsbereinigt sind – und 400 Millionen Dollar in den 70ern natürlich noch deutlich „mehr“ waren als heutzutage. Da die Kaufkraft damals eine völlig andere war, muss dabei fairerweise natürlich betont werden, dass „Der Mann mit der Todeskralle“ heute auch über eine Million Dollar verschlungen hätte – und deshalb in einem inflationsbereinigten Ranking gar nicht vertreten wäre.

Dass in Anbetracht dieser Zahlen bereits an Teil 2 gedacht wird, dürfte niemanden überraschen. Wie es um die Fortsetzung steht, erfahrt ihr hier:

"Ich habe schon eine richtig coole Idee": So stehen die Chancen für "Obsession 2"

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Berührt und fasziniert zu werden, aber auch etwas über sich selbst lernen – das bedeutete Kino schon immer für Daniel. Darum machte der einstige Sozialarbeiter am Ende seine Leidenschaft auch zum Beruf.
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