Michael Caine gehört zu den erfolgreichsten Schauspielern seiner Generation. Zweimal konnte er den heiß begehrten Oscar als bester Nebendarsteller für „Hannah und ihre Schwestern“ (1986) und „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ (1999) mit nach Hause nehmen. Mit seinen mittlerweile 93 Jahren und einer Filmkarriere, die bereits weit über ein halbes Jahrhundert reicht, war er auch Teil etlicher Kassenschlager. Als Zeichen der Würde seiner einflussreichen Schauspielkarriere wurde er sogar zum Ritter geschlagen.
Doch mit Auftritten in über 160 Filmen ist klar, dass nicht immer ein Erfolg dabei herauskommen kann. Der britische Schauspieler gibt ganz offen zu, welche Streifen seiner Filmografie alles andere als sehenswert sind: Man denke etwa an „Der weiße Hai – Die Abrechnung“ (auf der Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes kommt er auf gerade einmal 2 Prozent!) oder dem Tierhorrorfilm „Der tödliche Schwarm“, der trotz Filmgrößen wie Caine, Henry Fonda und Olivia de Havilland floppte. Den Thriller „Der 4 ½ Billionen Vertrag“ (1985) fand er sogar so schlecht, dass er das Publikum bemitleidete.
Am besten sollte niemand den Film sehen
„Gott stehe dem armen Publikum bei, das den Film schließlich sehen würde“, gestand der „Get Carter“-Schauspieler (via Far Out Magazine). Und das waren glücklicherweise nicht viele Zuschauerinnen und Zuschauer, denn der Film über den New Yorker Architekten Noel Holcraft (Michael Caine), Enkel eines Nazi-Finanzberaters, der der Schlüssel eines billionenschweren Vertrags und Zielscheibe rivalisierender Gruppen wird, war mit weniger als 400.000 Dollar Einspielergebnis ein ziemlicher Misserfolg.
Dabei klang die Kombination von Regisseur John Frankenheimer („Botschafter der Angst“) und Robert Ludlum, aus dessen Feder nicht nur der gleichnamige Roman zu „Der 4 ½ Billionen Vertrag“ stammt, sondern auch das Buch zum Action-Thriller „Jason Bourne“ (2016), zunächst nach einem „Volltreffer“.
"Der 4 ½ Billionen Vertrag" ergab keinen Sinn
Aber Michael Caine hatte falsch gedacht. Seine Besetzung erfolgte so kurzfristig – James Caan, der die Rolle des Noel Holcraft ursprünglich spielen sollte, sprang spontan ab – dass nicht einmal Zeit für eine Kostümprobe blieb. Michael Caine musste im Film also seine eigene Kleidung tragen. Zudem verstand er das Drehbuch nicht: „Erst zu spät merkte ich, dass ich die Handlung nicht verstehen konnte“ (via Far Out Magazine). Und selbst nachdem er es gelesen hatte, war ihm bewusst, was für ein Unsinn es war.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wusste er: „Der 4 ½ Billionen Vertrag“ würde von den Kritikern zerrissen werden. Seine Prophezeiung trat ein. Kritiken bemängelten vor allem die komplizierte Handlung und fehlende Glaubwürdigkeit. Wahrscheinlich war es Michael Caine gerade recht, dass so wenig Zuschauer*innen den Film im Kino gesehen haben.
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