"Ich wäre eine absolute Fehlbesetzung gewesen": "Vaiana"-Macher lehnte Rolle als Spider-Man-Bösewicht ab
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Michael Keaton lieferte in „Spider-Man: Homecoming“ einen der besten Bösewichte des Marvel Cinematic Universe ab. Beinahe wäre der Vulture jedoch von einem ganz anderen Hollywood-Star gespielt worden, der sich selbst für völlig ungeeignet hielt.

Sony Pictures

Einer der besten MCU-Bösewichte ist ohne Frage Adrian Toomes alias Vulture in „Spider-Man: Homecoming“. Die von Michael Keaton gespielte Figur ist dabei kein größenwahnsinniger Weltenzerstörer, sondern ein vergleichsweise bodenständiger Familienvater, der sich nach einer beruflichen Niederlage dem illegalen Handel mit außerirdischer Technologie zugewandt hat. Die Enthüllung, dass Toomes der Vater von Peter Parkers Schwarm Liz ist, macht ihn zu einem sehr persönlichen Gegenspieler für Tom Hollands Spider-Man.

Vor allem erweist sich aber Michael Keaton als perfekte Besetzung. Der „Batman“-Recke verleiht dem Widersacher von Anfang an eine extrem bedrohliche Aura. Das zeigt sich besonders in der legendären Auto-Szene auf dem Weg zum Schulball, in der Peter erkennt, dass Liz' Vater und sein gefährlicher Gegenspieler dieselbe Person sind.

Doch beinahe wäre es anders gekommen. Denn Lin-Manuel Miranda hat nun verraten, dass Marvel-Chef Kevin Feige ihn als Vulture für „Spider-Man: Homecoming“ gewinnen wollte. Der „Hamilton“-Schöpfer und „Vaiana“-Songwriter lehnte jedoch ab und ist heute froh darüber.

"Ich wollte verheiratet bleiben": Darum lehnte Lin-Manuel Miranda ab

Schon länger war bekannt, dass Miranda mal eine Marvel-Rolle abgelehnt hat. Als er jetzt im Podcast Happy Sad Confused zu Gast war, bohrte Moderator Josh Horowitz dazu nach. Da Miranda an anderer Stelle verriet, dass das Marvel-Angebot zur Zeit seines Abschieds von „Hamilton“ kam, hatte der Interviewer ein wenig gerechnet. Horowitz vermutete daher, dass der Künstler einen Part in „Spider-Man: Homecoming“ ausgeschlagen hat, was Miranda ihm im Podcast direkt bestätigt hat. Nachdem sich der Moderator beim Raten der Rolle erst noch verschätzt hat, enthüllte Miranda dann alle Details:

„Es war Vulture. Kevin Feige hat mir den gesamten Plot am Telefon erzählt“, führt er aus, um dann auch zu verraten, wie gelungen er den Twist um die Identität des Fieslings fand. Doch Feige offenbarte ihm, dass die Dreharbeiten quasi direkt nach seiner letzten Bühnenperformance in „Hamilton“ starten sollten.

Kann auch fies spielen, doch wäre er ein guter Vulture geworden? Lin-Manuel Miranda hatte das Angebot von Marvel. BBC
Kann auch fies spielen, doch wäre er ein guter Vulture geworden? Lin-Manuel Miranda hatte das Angebot von Marvel.

„Ich liebe diese Filme, doch ich wollte verheiratet bleiben. Daher konnte ich das nicht machen“, begründet er seine Absage. Miranda wollte nach über einem Jahr, in dem er fast täglich als Alexander Hamilton auf der Bühne stand, auch wieder mal Zeit mit seiner Familie verbringen.

Heute ist er froh, dass Michael Keaton zu Vulture wurde

Dass er die Rolle ablehnen musste, bereut er übrigens nicht. „Oh Gott, es wäre schrecklich geworden“, lacht Miranda heute. Bereits zuvor stellte er klar: „Ich wäre darin eine absolute Fehlbesetzung gewesen.“ Er ist sich dagegen sicher, dass Marvel die richtige Wahl getroffen hat: „Michael Keaton war perfekt!“

Bekanntlich war Keaton bereits sehr früh auf dem Radar des Studios. Doch der Schauspieler musste zuerst wegen Terminproblemen absagen. Zwischenzeitlich schien es daher so, als ob „John Wick“- und „Violent Night“-Star John Leguizamo den Part übernehmen würde. Dieser hatte nach eigener Aussage sogar schon eine vorläufige Zusage und es mussten nur noch Details geklärt werden. Doch dann hatte Keaton plötzlich wieder Zeit. Die Verantwortlichen von Produktionsfirma Sony baten Leguizamo laut seiner Erzählung, den Part freizugeben.

Lin-Manuel Miranda: Einer der erfolgreichsten Kreativen Hollywoods

Lin-Manuel Mirandas Karriere hat die Absage nicht geschadet. Der Schauspieler, Komponist und Regisseur feierte damals bereits mit dem Musical „Hamilton“ einen gigantischen Erfolg. Zum Zeitpunkt der Anfrage arbeitete er auch bereits am Disney-Animationshit „Vaiana“, für den er die Songs beisteuerte. Später machte er unter anderem noch die Musik zum Animationshit „Encanto“ und inszenierte für Netflix das Musical „Tick, Tick… Boom!“.

Erst kürzlich hat er zudem die Dreharbeiten zu seinem neuesten Regiewerk „Octet“ abgeschlossen. Mehr über das ziemlich außergewöhnliche Projekt erfahrt ihr im folgenden Artikel:

"The Breakfast Club" trifft "Matrix": "Vaiana"-Mastermind macht jetzt einen Film über Incels, Pornosucht und Cancel Culture

Björn Becher
Björn Becher
-Mitglied der Chefredaktion
Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.
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