Bei welchem Film habt ihr zuletzt so richtig geweint? Ich kann das ziemlich genau sagen: Zuletzt im Kino Tränen vergossen habe ich vor rund einer Woche, als ich Steven Spielbergs noch immer stäflich unterschätztes Sci-Fi-Meisterwerk „A.I. - Künstliche Intelligenz“ zum allerersten Mal auf der großen Leinwand gesehen habe.
Aber wie ist das bei Hollywood-Stars? Schließlich ist es Teil ihres Jobprofils, Emotionen beim Publikum hervorzurufen. Matt Damon etwa hat in Filmen wie „Good Will Hunting“ oder „Der Soldat James Ryan“ sicher schon so manchen Zuschauer beziehungsweise so manche Zuschauerin dazu gebracht, nach der Taschentücher-Packung zu greifen. Doch bei welchem Film kommt er selbst so richtig ins Schluchzen?
Das hat der Jason-Bourne-Darsteller in einem Interview verraten (via Far Out Magazine): „Ein Film, der mich jedes Mal zum Weinen bringt, aber auf eine lebensbejahende Art und Weise, ist ‚Jerry Maguire - Spiel des Lebens‘. Männer geben das nicht gern zu, aber dieser Film erwischt mich immer wieder. Ich glaube, vor allem deshalb, weil er sich nicht zu sehr bemüht.“
Um einen klassischen Tränendrücker handelt es sich bei „Jerry Maguire“ in der Tat nicht – doch zweifellos gehört die Mischung aus Sportfilm, Romanze und Tragikomödie von Regisseur Cameron Crowe zu den beliebtesten Kino-Hits der 1990er-Jahre.
Im Mittelpunkt steht der titelgebende Sportagent (gespielt von Tom Cruise), der nach einer beruflichen und persönlichen Krise versucht, mit nur einem einzigen Klienten, dem Footballspieler Rod Tidwell (Cuba Gooding Jr.), noch einmal ganz von vorne anzufangen. Unterstützung erhält er dabei von der alleinerziehenden Buchhalterin Dorothy Boyd (Renée Zellweger). Gemeinsam kämpfen sie darum, das Unternehmen zum Erfolg zu führen – und kommen sich darüber bald auch privat näher...
„Jerry Maguire“ schaffte es 1996 auf den neunten Platz der erfolgreichsten Filme des Jahres – vor dem Arnold-Schwarzenegger-Vehikel „Eraser“ und dem Looney-Tunes-Abenteuer „Space Jam“ –, und bei den Oscars wurde er in fünf Kategorien nominiert, darunter als Bester Film und für Tom Cruise als Bester Hauptdarsteller. Cuba Gooding Jr. konnte am Ende eine Statue als Bester Nebendarsteller einheimsen.
Für Matt Damon dürfte das Werk übrigens noch aus einem anderen Grund bedeutend sein: 15 Jahre später arbeitete er für das Familiendrama „Wir kaufen einen Zoo“ selbst mit Cameron Crowe zusammen – übrigens auch ein Film, der schon für so manche vergossene Träne verantwortlich gewesen sein dürfte...
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