Arnold Schwarzenegger, 79, über seinen ersten großen Flop: "Ich stand so weit oben auf dem Podest – wohin hätte es von dort noch gehen sollen?"

Vor 33 Jahren musste Arnold Schwarzenegger seinen ersten Misserfolg verkraften. Dabei hat er schon vorher vorausgesehen, dass es bald dazu kommen würde...

1984 spielte Arnold Schwarzenegger erstmals seine Paraderolle in „Terminator“ – und wurde damit zum neben seinem damaligen Konkurrenten Sylvester Stallone größten Action-Star seiner Generation. In den darauffolgenden Jahren konnte der heute 79-Jährige kaum irgendetwas falsch machen – wenn sein Name und sein Gesicht auf einem Filmplakat prangten, pilgerten die Massen ins Kino.

Zu seinen Hits zählten Titel wie „Das Phantom Kommando“, „Predator“, „Running Man“, „Twins - Zwillinge“ oder „Total Recall“. Mit „Terminator 2 - Tag der Abrechnung“ (1991) schien dann der vorläufige Zenit erreicht – James Camerons bahnbrechendes Sequel setzte tricktechnisch völlig neue Maßstäbe und wurde mit einem Gesamtumsatz von rund 520 Millionen US-Dollar zum mit Abstand erfolgreichsten Film des Jahres. Was sollte danach noch kommen?

Arnold Schwarzeneggers erster Flop hatte keine Chance gegen "Jurassic Park"

Tatsächlich musste Schwarzenegger im Anschluss seinen ersten großen Dämpfer verkraften. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von 137,3 Millionen US-Dollar gegenüber einem Budget von 85 Millionen war „Last Action Hero“ (1993) ein Misserfolg – was mehrere Gründe hatte.

Zum einen startete der von „Stirb langsam“-Macher John McTiernan inszenierte Film nur eine Woche nach Steven Spielbergs Dino-Blockbuster „Jurassic Park“, der nicht nur den Kinosommer dominierte, sondern auch zum weltweiten kulturellen Phänomen wurde. Vor diesem Hintergrund hatte „Last Action Hero“ eigentlich nie eine Chance!

Last Action Hero
Last Action Hero
Starttermin 7. Oktober 1993 | 2 Std. 10 Min.
Von John McTiernan
Mit Arnold Schwarzenegger, F. Murray Abraham, Austin O'Brien
User-Wertung
3,5

Zum anderen waren viele Fans enttäuscht, weil sie nach „Terminator 2“ den nächsten klassischen Arnie-Kracher erwarteten – und stattdessen eine vergleichsweise familienfreundliche Meta-Action-Satire bekamen, in der Schwarzenegger augenzwinkernd mit seinem Leinwand-Image spielte. Wie wir bereits in einem anderen Artikel festgehalten haben, hat der Misserfolg von „Last Action Hero“ schwer an dem Österreicher genagt. Dabei war er theoretisch darauf vorbereitet, wie er in einem weiteren Interview erzählte (via Far Out Magazine):

„Ich habe es kommen sehen. Irgendwann war ich einfach dran. Ich stand so weit oben auf dem Podest – wohin hätte es von dort noch gehen sollen? Ich wusste: Sobald man auch nur einen Moment der Verwundbarkeit zeigt, würden die Angriffe kommen“.

Immerhin fand Schwarzeneggers Karriere bereits mit dem nächsten Film wieder in die Spur: Für „True Lies - Wahre Lügen“ machte er zum dritten Mal mit James Cameron gemeinsame Sache – und nur „Der König der Löwen“ und „Forrest Gump“ konnten die Action-Komödie davon abhalten, zum größten Kino-Hit des Jahres 1994 zu werden!

Den meisten Spaß hatte Schwarzenegger nach eigenen Aussagen übrigens bei keinem der Filme, die in diesem Artikel bisher genannt wurden – von welchem überraschenden Projekt er bis heute schwärmt, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Der größte Spaß, den ich im Filmgeschäft je hatte": Arnold Schwarzenegger verzichtete für sein Lieblingsprojekt auf 99,85% seiner Gage
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Liebt es, wenn Filme in Bewegung sind – und bekommt von (guten!) Action-Filmen deshalb niemals genug. „Speed“ hat seine Leidenschaft für Action-Kino einst entfacht, und durch Filme wie „Ambulance“ oder „RRR“ lebt sie weiter.
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