Habt ihr schon einmal von der Serie „Sechs unter einem Dach“ gehört? Nein? Das ist einerseits kein großes Wunder: Zwar wurde die Fox-Produktion in den USA von der Kritik hoch gelobt, doch kaum jemand schaltete ein, als sie vom 8. September 1999 bis zum 12. April 2000 erstmals im Fernsehen ausgestrahlt wurde – und so zog der Sender Fox vorzeitig den Stecker: Die letzten beiden Folgen wurden in den USA nicht einmal mehr gezeigt!
In Deutschland lief „Get Real“, so der englische Originaltitel, rund zwei Jahre später auf VOX, doch auch hierzulande wurde die Familienserie nicht zum Hit. Dass nie eine zweite Staffel gedreht wurde, muss wohl nicht gesondert erwähnt werden.
Was damals kaum jemand geahnt haben dürfte: Wer „Sechs unter einem Dach“ gesehen hat, wohnte der Geburtsstunde zweier späterer Hollywood-Stars bei. Denn sowohl Anne Hathaway als auch Jesse Eisenberg machten in der Serie ihre ersten Schritte vor der Kamera!
Das ist "Sechs unter einem Dach"
In „Sechs unter einem Dach“ dreht sich alles um das turbulente Familienleben der Greens aus San Francisco: Mitch (Jon Tenney) und Mary (Debrah Farentino) teilen sich ein Haus mit ihren drei Teenager-Kindern sowie Marys verwitweter Mutter Elizabeth (Christina Pickles). Hathaway spielte die älteste Tochter Meghan, eine ehrgeizige Musterschülerin, die ihre Eltern mit dem Entschluss überrascht, nicht aufs College gehen zu wollen. Eisenberg wiederum war als jüngster Sohn Kenny zu sehen, der in der Schule gemobbt wird und mit ersten romantische Gefühlen kämpft. Komplettiert wurde das Geschwister-Trio von Eric Christian Olsen („Pearl Harbor“) als rebellischem Cameron.
Sowohl Hathaway als auch Eisenberg standen zuvor bereits auf der Theaterbühne, aber „Sechs unter einem Dach“ markierte für beide den Einstieg ins Film- und Fernsehgeschäft. Für Hathaway ging es im Anschluss recht schnell: Bereits ein Jahr später feierte sie mit „Plötzlich Prinzessin“ ihren großen Kino-Durchbruch – es folgten Hits wie „Brokeback Mountain“, „Der Teufel trägt Prada“ oder „Les Misérables“, der ihr 2013 einen Oscar als Beste Nebendarstellerin einbrachte.
In diesem Jahr ist Hathaway übrigens so präsent wie nie: Mit dem Psycho-Horror „Mother Mary“, dem Komödien-Sequel „Der Teufel trägt Prada 2“ sowie Christopher Nolans Mammut-Epos „Die Odyssee“ liefen bereits drei Filme mit der 43-Jährigen in den Kinos, am heutigen Donnerstag folgt der 80er-Jahre-Gedächtnis-Blockbuster „The End Of Oak Street“. Am 1. Oktober startet zudem die Colleen-Hoover-Verfilmung „Verity – Dunkle Geheimnisse“.
Bis Eisenberg so richtig durchstartete, dauerte es nach „Sechs unter einem Dach“ noch etwas: Nach ersten Kinorollen in Filmen wie der gefeierten Indie-Dramödie „Der Tintenfisch und der Wal“ oder M. Night Shyamalans Mystery-Thriller „The Village“ machte er sich in den späten 2000er-Jahren mit der Indie-Komödie „Adventureland“ sowie dem Überraschungshit „Zombieland“ einen Namen. 2010 wurde er dann endgültig zum internationalen Superstar: Für seine Darstellung des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg in David Finchers „The Social Network“ erhielt Eisenberg eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller, wobei er letztlich Colin Firth („The King's Speech“) unterlag.
Jesse Eisenberg ist heute auch als Regisseur erfolgreich
Zu Eisenbergs weiteren Hits zählen das bislang drei Filme umfassende „Die Unfassbaren“-Franchise oder „Batman v Superman: Dawn Of Justice“, wo er den Bösewicht Lex Luthor verkörperte. Mittlerweile feiert der 42-Jährige auch als Regisseur und Drehbuchautor Erfolge: 2024 schrieb und inszenierte er so die Tragikomödie „A Real Pain“, die für zwei Oscars im Rennen war – während es im Falle von Eisenbergs Skript bei der Nominierung blieb, gewann sein Co-Star Kieran Culkin eine Goldstatue als Bester Nebendarsteller. Am 21. Januar 2027 kommt mit „The Debut“ seine dritte Regiearbeit in die deutschen Kinos, die ebenfalls schon jetzt als heißer Oscar-Kandidat gehandelt wird.
Übrigens: Mehr als ein Jahrzehnt nach „Sechs unter einem Dach“ sollten sich die Wege von Hathaway und Eisenberg erneut kreuzen – wenn auch nur im Tonstudio. Im Animationshit „Rio“ liehen sie 2011 den beiden seltenen Spix-Aras Jewel und Blu ihre Stimmen, die sich im Laufe des Films ineinander verlieben. 2014 nahmen die beiden ihre Sprechrollen für „Rio 2 – Dschungelfieber“ ein zweites Mal auf.
Wenn ihr übrigens wissen möchtet, von welchem Film Anne Hathaway so begeistert war, dass sie ihn kopieren wollte (und was stattdessen dabei herausgekommen ist), dann lest auch den nachfolgenden Artikel:
"Bitte helft mir, einen Film wie diesen zu finden": Anne Hathaway war von diesem einzigartigen Geheimtipp so begeistert, dass sie ihn kopieren wollte*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.