Dieser Film wird euch komplett zerstören – und nichts und niemand kann euch darauf vorbereiten: Erschütterndes Meisterwerk feiert Heimkino-Premiere

Adrian Goiginger („Der Fuchs“) ist bekannt für emotionales Kino – und mit seinem jüngsten Werk nahm sich der Österreicher einer besonders ergreifenden wahren Geschichte an. Das Ergebnis ist unbedingt sehenswert – und nichts für schwache Nerven.

Wenn wir in unserer Reihe „Deutsches Kino ist (doch) geil!“ predigen, dass die hiesige Filmlandschaft eben doch mehr als plumpe Mainstream-Comedy und Weltkriegs-Aufarbeitung hergibt, dann müssen wir hier und da auch mal ein wenig über die Landesgrenzen hinausblicken – und Filmemacher wie Adrian Goiginger ins Rampenlicht rücken. Im zarten Regisseursalter von gerade einmal 35 Jahren hat der gebürtige Salzburger schließlich schon so preisgekrönte Filme wie das autobiographische Drogendrama „Die beste aller Welten“ und den ergreifenden Kriegsfilm „Der Fuchs“, basierend auf den Erzählungen seines Großvaters, auf die Beine gestellt …

… und sich mit seinem neuesten Werk einmal mehr selbst übertroffen. Vier minus drei“ ist ein Schlag in die Magengrube, der seinesgleichen sucht – und den Autor dieses Artikels nicht nur im Kino völlig aus der Bahn warf, sondern auch beim Schreiben dieser Zeilen zu Tränen rührt. Und da ist es auch ganz egal, ob man die Lebensgeschichte von Barbara Pachl-Eberhart kennt oder nicht: Hier kann man eigentlich nicht nicht heulen – und lässt man den Gefühlen erst einmal freien Lauf, ist es kaum noch möglich, sie bis zum Abspann wieder in den Griff zu bekommen.

„Es wird sicherlich nicht wenige geben, die die zwei Stunden von ‚Vier minus drei‘ mehr oder weniger durchheulen – aber das ist es absolut wert“, fasst FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen so etwa in seiner Kritik zusammen – und vergibt 4,5 von 5 möglichen Sternen für „ein wahnsinnig ehrliches, grandios gespieltes, schmerzhaft-berührendes, dabei aber konsequent auf Kalendersprüche und Binsenweisheiten aller Art verzichtendes Stück Kino“. Und der Verfasser dieses Artikels stimmt zu: Für ihn ist das zunächst endlos schmerzhafte sowie irgendwann nur noch betäubende Familiendrama, das am Ende doch noch so etwas wie Hoffnung aufkommen lässt, aktuell immerhin der drittbeste Film 2026 …

Die fünf besten Filme 2026 laut FILMSTARTS-Redakteur Daniel Fabian (Stand: 17. August) Letterboxd
Die fünf besten Filme 2026 laut FILMSTARTS-Redakteur Daniel Fabian (Stand: 17. August)

… der Ende des Jahres sicherlich auch in seiner Top-10-Liste vertreten sein wird. Ihr wollt euer eigenes Nervenkostüm mal auf die Probe stellen, testen, ob euch Filme überhaupt noch zum Weinen bringen können oder euch einfach nur eures Lebens erfreuen, das man im hektischen Alltag der modernen Gesellschaft ohnehin viel zu oft als selbstverständlich erachtet? Dann schaut euch „Vier minus drei“ auf jeden Fall an – und haltet am besten schon mal die Taschentücher bereit. „Vier minus drei“ erscheint am 20. August digital im Streaming (unter anderem bei Prime Video*) sowie auf DVD und Blu-ray:

Eine wahre Geschichte (un-)endlichen Leids: Das ist "Vier minus drei"

Der Titel des Films steht für die Familie von Barbara (Valerie Pachner), Heli (Robert Stadlober) und ihren beiden Kindern Thimo und Fini – die durch einen Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang für immer zerrissen wird: Heli stirbt an Ort und Stelle, Thimo muss reanimiert werden und Fini wird in ein künstliches Koma versetzt. Kurze Zeit später sind alle drei tot.

Und Barbara? Die versteht zunächst gar nicht, wie das überhaupt sein kann – und fasst schließlich doch den Mut, weiterzumachen. Für sich, aber auch für ihre Liebsten, die genau das gewollt hätten. Aber wie soll das nach einem so großen Verlust nur funktionieren?

Vier minus drei
Vier minus drei
Von Adrian Goiginger
Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger
Starttermin 16. April 2026
User-Wertung
3,8
Filmstarts
4,5
Vorführungen (34)

„Vier minus drei“ basiert auf der wahren Geschichte von Barbara Pachl-Eberhart, die ihre Geschichte in dem gleichnamigen Buch* bereits vor einigen Jahren zu Papier gebracht hat – und nun nicht nur durch Adrian Goiginger, sondern auch dank einer herausragenden Valerie Pachner („Ein verborgenes Leben“) auf beeindruckende, zutiefst ergreifende Weise im Kino zum Leben erweckt wurde. Ein Film, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte, aber wahrscheinlich kein zweites Mal durchstehen würde ...

... ganz im Gegensatz zu einem der Lieblingsfilme von „Die Odyssee“-Macher Christopher Nolan, der einfach immer geht – und vor wenigen Tagen seine 4K-Premiere feierte:

Unglaublich, aber wahr: DIESER Blockbuster ist einer von Christopher Nolans Lieblingsfilmen – zum 20. Jubiläum kehrt er endlich ins Heimkino zurück

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Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Ob Sammlereditionen aus aller Welt, aktuelle Schnäppchen oder Uncut-Horror – er weiß ganz genau, wie man an die großen Must-Haves kommt.
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