Wegen "Avengers: Doomsday": Darum kommt es in "Spider-Man: Brand New Day" WIRKLICH zu diesem MCU-Comeback

„Spider-Man 4: Brand New Day“ begeistert noch immer die Massen in den Kinos. Der Auftritt von Yelena Belova alias Black Widow (Florence Pugh) spaltet allerdings die Fans – erfüllt jedoch einen ganz bestimmten Zweck.

Mit einem weltweiten Einspielergebnis jenseits der magischen 2-Milliarden-Dollar-Marke ist „Spider-Man: Brand New Day“ schon jetzt das erfolgreichste Spidey-Kino-Abenteuer aller Zeiten. Und für viele ist es auch eines der besten, wenn nicht gar DAS beste. 90 Prozent positive Rezensionen auf der Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes und ein sagenhafter Publikums-Score von 98 Prozent sprechen hier eine eindeutige Sprache. Und auch der Autor dieser Zahlen war in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik von dem „fantastischen Spagat zwischen erwachsenem Tiefgang und purem Blockbuster-Fun“ begeistert.

Doch selbst für einige Befürworter des Films gibt es einen Aspekt, der nicht nur auf Gegenliebe stößt. Die Rede ist von der Rückkehr von Yelena Belova alias Black Widow – und das obwohl Darstellerin Florence Pugh und ihre Figur zuvor noch im MCU-Abenteuer „Thunderbolts*“ zu den absoluten Highlights gehörten.

Eher ein Fremdkörper in "Spider-Man: Brand New Day" ...

Auf der Suche nach Hinweisen zum mysteriösen Gedankenmanipulierer, der in „Brand New Day“ New York bedroht, sucht Peter Parker (Tom Holland) ausgerechnet Yelena auf, und zwar in ihrem „Büro“, das sich als russisches Badehaus entpuppt.

Die gesamte Szene (genau wie ein späteres Wiedersehen mit Yelena via Online-Call) soll den Film mit Humor ein wenig auflockern, trifft dabei aber nur selten ins Schwarze und fühlt sich auch im Hinblick auf die aus dem Nichts kommende Verbindung von Peter und Yelena und für die Entwicklung der Handlung eher wie ein Fremdkörper an. Mein Kollege Pascal Reis führt das Ganze in seinem kritischen Meinungsartikel zum Auftritt noch etwas weiter aus:

Jede Sekunde ist überflüssig: Diese Figur in "Spider-Man: Brand New Day" hätte man sich sparen sollen

... aber wichtig für "Avengers: Doomsday"

Dass sich Yelenas Gastspiel für so manche*n im sonst so runden Film ein wenig erzwungen anfühlt, könnte darin liegen, dass es sich nicht organisch aus der Handlung entwickelt, sondern sehr wahrscheinlich einen bestimmten Zweck im Hinblick auf das größere Marvel Cinematic Universe erfüllen soll.

Denn durch den Einbau von Yelena in „Spider-Man: Brand New Day“ kann man nebenbei erwähnen, dass sich um sie mittlerweile ein neues Superhelden-Team namens New Avengers formiert hat. Auf diese Weise werden so auch alle ohne „Thunderbolts*“-Kenntnis von der Existenz der Truppe unterrichtet, die für das kommende MCU-Spektakel „Avengers: Doomsday“ wichtig sein wird.

Schließlich ging „Thunderbolts*“ selbst an vielen Marvel-Fans vorbei. So spielte der Film weltweit lediglich 382 Millionen Dollar ein. In Deutschland wurden gut 700.000 Tickets für die Vorstellungen gelöst, während für „Spider-Man: Brand New Day“ bald drei Millionen (!) Karten mehr über die Kinotheken gewandert sein werden.

Yelena (Florence Pugh) im kommenden Marvel-Mega-Event Disney und seine verbundenen Unternehmen
Yelena (Florence Pugh) im kommenden Marvel-Mega-Event "Avengers: Doomsday"

Die „Spider-Man: Brand New Day“-Autoren Chris McKenna und Erik Sommers haben derweil im Interview mit TheWrap inzwischen beteuert, dass sie Yelena von Anfang an im Film dabei haben wollten und ein entsprechender Cameo seit dem ersten Entwurf in ihrem Drehbuch zu finden war. Laut ihrer Aussage sei die entsprechende Szene im Badehaus vor allem mit dem Hintergedanken entstanden, Peter Parker in eine für ihn unbequeme Situation zu bringen und so für einige Lacher zu sorgen.

Doch auch wenn Yelena diesen Aussagen zufolge keine nachträgliche Ergänzung in letzter Minute war, halten wir es nach wie vor für mehr als wahrscheinlich, dass im Hintergrund das Schielen auf die „Avengers: Doomsday“-Vorbereitung ein ganz entscheidender, wenn nicht gar der wahre Beweggrund für das Auftauchen eines New-Avengers-Mitglieds in „Brand New Day“ war.

Einen Vorgeschmack auf Yelenas Auftritt in „Avengers: Doomsday“ liefert der nachfolgende Trailer. In den Kinos startet das XXL-Team-Up dann am 16. Dezember 2026.

Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Das Mammut-Projekt MCU hat Markus bis heute in seinem Bann, sodass er alles, was Film und Serie dazu hergeben, genüsslich aufsaugt.
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