Eines der wohl größten Kino-Epen der nächsten Jahre wurde gerade enthüllt: Sieben Filme sind geplant, Teil 1 soll bereits 2027 erscheinen!

Sieben Filme, eine Mission: Großes Kino zu erschaffen. Genau das steckt hinter „Shrimad Bhagavatam“, das mit Fug und Recht schon jetzt als eines der ambitioniertesten Filmprojekte der nahen Zukunft bezeichnet werden kann…

Sagar Pictures Entertainment

Bei der bläulich schimmernden Hand, die auf dem ersten Teaser-Poster zu sehen ist, könnte man – gerade in Kombination mit dem Titel dieses Artikels – durchaus an „Avatar“ denken. Doch während James Cameron mit seiner Pandora-Saga eine der prägendsten Blockbuster-Reihen der vergangenen 20 Jahre schuf, schickt sich „Shrimad Bhagavatam“ nun an, in den nächsten 20 Jahren seine Spuren im Weltkino zu hinterlassen. Zumindest lassen das die ersten Details zum jetzt enthüllten Megaprojekt vermuten.

Denn die Macher haben offenbar nicht vor, nach und nach eine Filmreihe zu spinnen und dabei einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Stattdessen wurde direkt ein sieben Kinofilme umfassendes Franchise angekündigt, das großes Kino der Superlative bescheren soll.

Das ist "Shrimad Bhagavatam"

Teil 1 soll den Titel „Shrimad Bhagavatam Part I: Vishnurata“ tragen und bereits 2027 international in die Kinos kommen – und zwar auch in sämtlichen Premium-Formaten (wie unter anderem IMAX) sowie auf die größten Leinwände der Welt. Damit steht schon bald ein weiteres überaus ambitioniertes Filmprojekt aus Indien ins Haus, das die Möglichkeiten des modernen Kinos ganz und gar auszuschöpfen versucht – nachdem kürzlich erst bekannt wurde, dass das neue Werk von „RRR“-Macher S.S. Rajamouli als erst zweiter Film überhaupt (nach „Die Odyssee“) komplett mit IMAX-Kameras gedreht wird:

Nach "Die Odyssee": Jetzt wird auch das nächste Mega-Kino-Epos komplett mit IMAX-Kameras gedreht

„Vishnurata“ bedeutet übersetzt so viel wie „der, der stets von Vishnu beschützt wird“ – und wird in der Regel mit König Parikshit aus dem Bhagavatapurana in Verbindung gebracht. Dabei handelt es sich um das Hauptwerk der vishnuitischen Tradition sowie um eine der bedeutendsten heiligen Schriften des Hinduismus, in deren Kern vor allem vom Leben von Vishnu und seines Avatars Krishna erzählt wird. Mit dem ersten Film soll das spirituelle Fundament für ein gewaltiges Kino-Universum gelegt werden, das die Verbindung zwischen der Menschheit und dem Göttlichen erkunden soll.

Die Verfilmung kommt passenderweise von Sagar Pictures Entertainment – und damit von jener in Indien seit Jahrzehnten etablierten Erfolgsschmiede, die mit „Ramayan“ in den 80ern auch schon das vergleichbare indische Nationalepos „Ramayana“ adaptierte. Die Serie gilt nicht nur in Indien auch heute noch zu den bedeutendsten TV-Produktionen aller Zeiten, sondern erfuhr auch international hohe Anerkennung. Und damit nicht genug. Mit Akash Sagar Chopra und Amrit Sagar Chopra stehen nicht nur zwei Brüder als kreative Leiter und Regisseure hinter dem Projekt, sondern auch die Enkel von „Ramayan“-Macher Ramanand Sagar. Na wenn das mal nicht ein Full Circle Moment ist…

Man habe das Bhagavatam sechs Jahre lang studiert, bevor man sich schließlich bereit dafür fühlte, die Geschichte zu verfilmen. Doch jetzt steuere die Produktion des ersten Films endlich auf die Zielgerade zu. Ein erster Trailer könnte uns womöglich schon in den kommenden Monaten erwarten, zumindest ein Teaser-Poster gibt es aber ja bereits:

Wer es mit indischen Filmen hält und Netflix abonniert hat, hat übrigens regelmäßig Grund zur Freude. Denn viele Blockbuster aus dem Land des Bollywood landen bereits kurz nach Kinostart auf der Streaming-Plattform mit dem roten N – wie zuletzt etwa auch der jüngste Teil der YRF-Actionreihe mit Shah Rukh Khan:

Er startete erst im Juli (!) im Kino, jetzt gibt es ihn bereits auf Netflix: Der neue Teil einer der epischsten Actionfilm-Reihen der Gegenwart

Daniel Fabian
Daniel Fabian
-Senior-Redakteur
Kino aus aller Welt ist wie reisen, ohne vom Sofa aufzustehen. Fremde Kulturen und neue Sichtweisen – davon kann man nie genug haben.
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