Fast 13 Jahre ist es mittlerweile her, dass Paul Walker am 30. November 2013 bei einem tragischen Autounfall ums Leben kam – und vielerorts weicht die Trauer um den Sympathieträger, der die Herzen sowohl vor als auch hinter der Kamera gewinnen konnte, mittlerweile dem Bedürfnis, den gebürtigen Kalifornier und sein Vermächtnis hochleben zu lassen. So kam kürzlich etwa mit „The Fast And The Furious“ auch der legendäre erste Teil des erfolgreichen Blockbuster-Franchises dank der „Best Of Cinema“-Reihe zurück in die deutschen Kinos – doch damit ist noch längst nicht Schluss.
Wie Hauptdarsteller und Produzent Vin Diesel seit Jahren nicht müde wird, zu sagen, soll es mit „Fast & Furious 11“ endlich wieder zurück zu den Wurzeln der Saga gehen, nachdem diese im Laufe der Jahre immer wieder einen drauflegte und damit ihre vergleichsweise geerdeten Ursprünge mehr und mehr verließ. Und wer dabei natürlich nicht fehlen darf, ist der von Paul Walker gespielte Brian O'Conner. Wobei das natürlich eine heikle Angelegenheit ist, die durchaus ihre Herausforderungen mit sich bringt.
Wir erinnern uns: Bei „Fast & Furious 7“ sah man sich nach Walkers Tod inmitten der Dreharbeiten gezwungen, zu improvisieren – und dem Star einen würdevollen Abschied zu bescheren. Dabei setzte man auf eine Mischung aus Archivaufnahmen, Walkers Brüdern Cody und Caleb, die als Double vor die Kamera traten, und ergänzende Animationen aus dem Computer. Die menschliche Komponente dürfte im Falle des kommenden Films, der international als „Fast Forever“ firmiert, nun jedoch wegfallen.
Anders als bei "Fast & Furious 7"
Wie Cody Walker nun im Gespräch mit Entertainment Weekly bestätigt hat, wird er für Teil 11 nicht zurückkehren, um seinen Bruder zu doubeln. Er selbst habe nämlich kein Interesse daran, noch einmal in Pauls Fußstapfen zu treten. Schließlich sei seine Figur perfekt verabschiedet worden, ohne sie beispielsweise auf kitschige Weise sterben zu lassen. Seine Nichte, Paul Walkers Tochter Meadow, scheint aber offen zu sein, mehr von der Figur zu zeigen: „Es kommt darauf an, was Meadow will. Immerhin ist es ihr Vater.“
„Wenn Meadow es sich wünscht, brauchen sie mich und Caleb nicht dafür. Die KI-Technologie war 2014 noch kein Thema, heute könnten sie das machen“, lässt er es sich nicht nehmen, das auch in Hollywood höchst umstrittene Thema der Künstlichen Intelligenz ins Spiel zu bringen. Dazu gebe es auch nach wie vor auch reichlich gedrehtes, bislang ungenutztes Material, aus dem man ebenfalls noch etwas machen könne. So oder so, Cody Walker ist sich sicher: „Die Leute sind die Besten im Geschäft, sie werden schon einen Weg finden.“
Wird das noch etwas mit "Fast Forever"?
Tatsächlich scheint Teil 11 der „Fast“-Saga unter keinem guten Stern zu stehen. Mit den beiden direkten Vorgängern ging es nicht nur kreativ bergab, sondern auch an den Kinokassen – während die Produktionskosten ins Unermessliche stiegen. Verständlich daher der Ansatz, wieder back to the roots zu gehen. Inwiefern das aber überhaupt möglich ist, muss sich erst noch zeigen. Schließlich umfasst das Ensemble mittlerweile eine gewaltige Zahl an Stars, die normalerweise Millionengagen einfahren. Und dann sind da natürlich auch noch die unzähligen Handlungsstränge, von denen Regisseur Louis Leterrier („The Transporter“) wohl so viele wie möglich zu einem runden Abschluss bringen will.
Dass die Stars wie „Reacher“-Hauptdarsteller Alan Ritchson in den vergangenen Monaten so immer wieder über Unklarheiten und Probleme bei „Fast 11“ sprachen, ist dabei ebenso wenig verwunderlich wie die Rettungsversuche Diesels, der kürzlich – einmal mehr – bestätigte, dass die Dreharbeiten doch demnächst beginnen werden. Diesmal aber wirklich! Doch ob der Kinostart am 16. März 2028 am Ende eingehalten werden kann, wissen wohl nur die Autogötter…
Jetzt aber wirklich!? Vin Diesel verrät, wann die Dreharbeiten zu "Fast & Furious 11" beginnen