Bricklayer ist die englischsprachige Bezeichnung für Maurer*in. Wobei der Titelheld des gleichnamigen, heute erstmals im deutschen Free-TV zu sehenden Films natürlich nicht nur Ziegelsteine übereinanderlegt und mit Mörtel verspachtelt. Der ehemalige CIA-Agent jagt primär einen Killer mit perfidem Plan.
„The Bricklayer - Tödliche Geheimnisse“ läuft am heutigen 21. September 2026 um 22.15 Uhr im ZDF. Eine Wiederholung folgt in der Nacht vom 22. auf den 23. September um 0.45 Uhr. Wer bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auch auf (4K-)Blu-ray, DVD oder Video-on-Demand ausweichen:
Lohnt sich die Bestseller-Verfilmung?
Der Film basiert auf dem gleichnamigen, erstmals 2010 erschienenen Roman des Ex-FBI-Agenten Paul Lindsay, der diesen unter dem Pseudonym Noah Boyd verfasste und damit einen Bestseller landete. Bereits ein Jahr nach Veröffentlichung des Buchs wurde eine Verfilmung angekündigt. Damals war Gerard Butler für die Titelrolle vorgesehen. Wie es in Hollywood aber oft der Fall ist, kam immer wieder etwas dazwischen. So konnte der Dreh unter der Regie des im Action-Sujet erprobten Renny Harlin („Stirb langsam 2“, „Cliffhanger“) erst im Frühjahr 2022 losgehen.
Zu diesem Zeitpunkt war Butler längst durch den „The Dark Knight“-Bösewicht Aaron Eckhart ersetzt worden. An seiner Seite standen unter anderem Nina Dobrev aus „xXx 3“, Clifton Collins Jr. („Westworld“, „Traffic“), Tim Blake Nelson („O Brother, Where Art Thou?“), Ilfenesh Hadera („Billions“) und der hiesige Star Veronica Ferres („Das Superweib“) vor der Kamera.
Auf dem Deckblatt der Romanvorlage wird James Patterson, mit über 500 Millionen verkauften Büchern der wohl erfolgreichste Thriller-Autor der letzten Dekaden, mit folgenden Worten zitiert: „Mach Platz, ‚Jack Reacher‘ – hier kommt ‚The Bricklayer‘.“ Ob die Verfilmung des Bandes in euren Augen mit den beiden Tom-Cruise-Filmen oder gar der noch populäreren Streaming-Serie „Reacher“ mithalten kann, müsst ihr selbst entscheiden. Im Rahmen der lediglich laue 2 von möglichen 5 Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik sind wir jedenfalls anderer Meinung.
Unser Rezensent Lutz Granert bemängelt, dass Renny Harlins arg simpel gestrickte und recht frei mit der literarischen Vorlage umgehende Adaption in Bezug auf deren Authentizität, Spannung und überraschende Wendungen doch einiges vermissen lässt. Hauptdarsteller Aaron Eckhart überzeugt zwar mit Körpereinsatz in den zahlreichen Actionszenen. Gegen die vielen Unsinnigkeiten des holprig anmutenden Skripts kommt er letztlich aber einfach nicht an.
Zudem bedient sich Harlin bei der Optik und seiner Inszenierung einzelner Szenen immer wieder an klar erkennbaren, deutlich besseren Vorbildern wie etwa „Blade Runner“ oder „Hannibal“ (beide übrigens von Ridley Scott). Allzu oft dienen diese dann aber nur als Vorwand, um eine weitere der zahlreichen Prügeleien und/oder Schießereien in stylishem Setting zu entfesseln. Bei denen der Bricklayer – irgendwie muss der Titel ja gerechtfertigt werden! – dann auch nie vor dem brachialen Einsatz seines stets griffbereiten Maurerwerkzeugs zurückschreckt.
Wer sich einfach nur von zumindest ansehnlich ins Bild gesetzter Action berieseln lassen möchte, kann hier einschalten. Eine wirklich packende oder gar clevere Agenten-Story braucht ihr von „The Bricklayer“ indes nicht zu erwarten.
Darum geht es in "The Bricklayer"
Die Führungsetage des US-Geheimdienstes CIA ist in heller Aufregung, weil der Direktor (Tim Blake Nelson) von seinem Ex-Agenten Victor Radek (Clifton Collins Jr.) erpresst wird. Der ermordet reihenweise ausländische Journalist*innen wie die deutsche Enthüllungsreporterin Greta Becker (Veronica Ferres) und lässt die Attentate aussehen, als seien CIA-Agenten dafür verantwortlich.
Als sich aufgrund dieser Vorfälle mehr und mehr Nationen gegen Washington stellen, sieht die Behörde sich gezwungen, ihren einst brillantesten, aber auch rebellischsten Mitarbeiter Steve Vail (Aaron Eckhart) aus dem Ruhestand zurück in den aktiven Dienst zu beordern. Der mittlerweile als Maurer tätige Vail soll gemeinsam mit seiner Aufpasserin Kate Bannon (Nina Dobrev) Radek zur Strecke bringen, um den guten Ruf der CIA wiederherzustellen …
Ein ganz neuer Film mit Aaron Eckhart und ebenfalls von Renny Harlin kommt im November nach Deutschland. Im folgenden Artikel stellen wir ihn euch mitsamt seines Trailers vor:
Blutiger Tierhorror & Survival-Thriller mit Marvel- & "Dark Knight"-Stars: Trailer zu "Deep Water" vom "Stirb langsam 2"-Macher*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.