Das Wetter am kommenden Wochenende lädt – zumindest laut Vorhersage – nicht gerade dazu ein, allzu viel Zeit im Freien zu verbringen. Umso verlockender erscheint da nicht nur ein Streaming-Marathon auf dem Sofa, sondern auch ein Kinobesuch. Und die Neuheiten der Woche (ab 17. September) bieten allerhand Anreize, mal wieder ein Ticket zu lösen.
Unter anderem erwarten euch das animierte Abenteuer „David“, der D-Day-Thriller „Pressure“, das nur schwer zu ertragende, aber absolut lohnende Drama „Gentle Monster“ sowie die Familienaufstellung der besonders fiesen Art „Kalter Hund“. Sie alle erhielten in der FILMSTARTS-Kritik 3,5 von 5 möglichen Sternen – und bekommen damit von uns eine klare Empfehlung. Die drei größten Starts der Woche wollen wir euch allerdings gesondert vorstellen:
"Resident Evil": Es geht doch!
Auch wenn die ikonische Videospiel-Reihe mit den Filmen mit Milla Jovovich im Kino ihre Spuren hinterließ, so vollends zufrieden waren „Resident Evil“-Fans bislang mit keiner der Verfilmungen. Dass es der jüngste Anlauf besser machen würde, lag ab dem Zeitpunkt nahe, an dem Zach Cregger („Weapons“, „Barbarian“) als Regisseur verkündet wurde. Aber kann der neue „Resident Evil“ die hohen Erwartungen auch erfüllen? Ja, er kann!
„Resident Evil“-Spezialist und FILMSTARTS-Redakteur Markus Trutt vergab in seiner Kritik gute 3,5 Sterne – für einen Mix aus echtem Terror und MCU-Humor, der „zweifellos als beste Adaption der wegweisenden Games“ verbucht werden darf.
Der Film ist in der altbekannten Welt von Raccoon City angesiedelt, erzählt allerdings eine völlig eigenständige, neue Geschichte – in der Kurierfahrer Bryan (Austin Abrams) ein biomedizinisches Paket von A nach B kutschieren soll. Fans der Marke dürften an dieser Stelle bereits ahnen, dass sich der vermeintliche Routineauftrag schon bald in einen Albtraum verwandelt …
Nach "Reacher" kommt "Runner": Action mit Alan Ritchson
Achtung, Verwechslungsgefahr! Wer nun an den kürzlich bei Amazon Prime Video erschienenen „The Runner“ mit Gal Gadot denkt, sollte diesen am besten direkt aus seinem Gedächtnis verdrängen – auch, weil man sich den Action-Thriller wirklich sparen kann. Umso mehr Grund gibt es, sich auf Scott Waughs „Runner“ mit „Reacher“-Star Alan Ritchson zu freuen. Das findet nicht nur FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen, der 3,5 Sterne vergibt und in seiner Kritik unter anderem zusammenfasst:
„Runner“ liefert genau das, was wir uns erhofft haben: geradlinig-unterhaltsame Action ohne viel Brimborium, bei der schon das testosterontriefende Charisma des Hauptdarstellers ausreicht, um die knackigen 97 Minuten angenehm kurzweilig zu gestalten.
Ähnlich wie der „Resident Evil“-Protagonist muss auch der von Ritchson gespielte Hank Malone eine wertvolle Fracht transportieren – und zwar ein Spenderorgan. Auf dem Weg zur siebenjährigen Patientin, die auf eine lebensnotwendige Operation angewiesen ist, stellt sich ihm und seinem Partner Ben (Owen Wilson) allerdings ein mächtiger Gangsterboss in den Weg, der seine eigenen Ziele verfolgt …
"Coyote vs. ACME": Viel zu schade für die Tonne!
Lange Zeit bangten Fans der Looney Tunes darum, „Coyote vs. ACME“ überhaupt jemals zu Gesicht zu bekommen. Denn selbst nach Fertigstellung des Films war dessen Veröffentlichung völlig ungewiss. Der Mix aus Cartoon und Live-Action-Sause drohte, ähnlich wie „Batgirl“ in der Tonne zu landen – und nie veröffentlicht zu werden. Zum Glück kam es am Ende anders und Ketchup Entertainment legte 50 Millionen Dollar auf den Tisch, um ihn der Welt doch noch zu präsentieren.
Nicht nur international löst der Film Begeisterung aus, auch FILMSTARTS-Redakteur Stefan Geisler zeigte sich äußerst angetan – und fasst im Fazit seiner 3,5-Sterne-Kritik unter anderem zusammen: Die warmherzige Komödie bietet trotz leichter Durchhänger einfach richtig gute Unterhaltung, die endlich einmal wieder herrlich bescheuerten Cartoon-Wahnsinn auf der großen Leinwand zelebriert.
Im Zentrum des Geschehens steht hier Wile E. Coyote, der den Road Runner einfach nicht in die Finger kriegt – und davon überzeugt ist, dass ihm die Produkte der ACME Corporation absichtlich seine Jagd vermiesen. Also beschließt er, rechtlich gegen den Megakonzern vorzugehen. Unterstützung bekommt er dabei von dem Anwalt Kevin Avery (Will Forte) ...
Ebenfalls ins Kino statt direkt zu Netflix kommt übrigens auch der neue Film eines absoluten Ausnahme-Regisseurs. Mehr dazu erfahrt ihr hier:
Sein letzter Film ist 15 Jahre her: Der neue Science-Fiction-Film eines gefeierten Regisseurs kommt jetzt doch ins Kino statt zu Netflix