Mit „Mortal Kombat“ und seinen „Resident Evil“-Filmen konnte Paul W.S. Anderson vor allem im Bereich der Videospielverfilmungen echte Hits verbuchen (auch wenn es später für seine „Monster Hunter“-Adaption nicht so rosig lief). Während diese und viele andere Werke des „Alien Vs. Predator“-Regisseurs einen eher zweifelhaften Ruf genießen, können sich viele darauf einigen, dass er bereits früh in seiner Karriere ein stimmungsvolles Highlight vorgelegt hat.
Die Rede ist vom düsteren Sci-Fi-Horror-Kult „Event Horizon - Am Rande des Universums“ aus dem Jahr 1997 – zu dem Anderson mit einem neuen Projekt – oder besser gesagt gleich zwei neuen Projekten – nun einen überraschenden Bogen schließt. Zwar wird er den Genre-Klassiker nicht fortführen (das übernahmen bzw. übernehmen indes ein Comic-Prequel* und ein Comic-Sequel*, während es weiterhin Pläne für eine „Event Horizon“-Serie gibt). Doch erstmals seit 30 Jahren wird sich Paul W.S. Anderson wieder einem waschechten Sci-Fi-Horrorstoff widmen, der in den unheimlichen Tiefen des Alls spielt.
So wird er die Regie bei Verfilmungen der 2024 und 2026 (bislang nur auf Englisch) erschienenen Romane „Nether Station“ und „Nether Vortex“ von Sci-Fi-Veteran Kevin J. Anderson übernehmen. Die Drehbücher zu diesem Doppel stammen derweil von „To Catch A Killer“-Co-Autor Jonathan Wakeham.
Mit der Verpflichtung von Paul W.S. Anderson für die Inszenierung schließt sich übrigens noch ein weiterer Kreis, hat Kevin J. Anderson, der unter anderem auch für mehrere „Star Wars“-Romane und die „Dune“-Prequel-Bücher bekannt ist (und außerdem „Dune: Part Two“ und die Serie „Dune: Prophecy“ mitproduzierte), doch verraten, dass „Event Horizon“ eine der Inspirationen für seinen „Nether“-Zweiteiler war.
Darum geht's in "Nether Station" und "Nether Vortex"
Im Mittelpunkt der Reihe steht Cammie Skoura, eine brillante, neurodivergente junge Wissenschaftlerin an Bord einer Expedition in den unbekannten Weiten des Weltraums. Diese stößt auf eine Spur uralter Ruinen und längst untergegangener außerirdischer Zivilisationen – was letztlich zu einer erschütternden Entdeckung führt.
Wann die beiden „Nether“-Filme erscheinen, ist noch unklar. Aktuell steckt Paul W.S. Anderson eigentlich noch in den Vorbereitungen zu einer weiteren Videospielverfilmung, „The House Of The Dead“. Allerdings gab es hierzu jetzt schon länger keine handfesten Updates mehr, sodass er womöglich auch „Nether Station“ und „Nether Vortex“ den Vorzug geben könnte. So oder so bleibt zu hoffen, dass er nach der Kinokassen-Bruchlandung seines postapokalyptischen Fantasy-Actioners „In The Lost Lands“ im Jahr 2025 wieder an bessere Box-Office-Zeiten anknüpfen kann.
Warum sein Karriere-Highlight „Event Horizon“ seinen Kult-Status auch aus heutiger Sicht völlig verdient, haben wir derweil erst vor ein paar Wochen in einer Ausgabe unseres Podcasts Leinwandliebe ausgeführt. Hört gerne mal rein:
*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision.