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    Was macht eigentlich... "Addams Family"-Kinderstar Christina Ricci?

    In dieser Specialreihe begeben wir uns auf Spurensuche und finden für euch heraus, was aus früheren Schauspielstars wurde, um die es in der Zwischenzeit leiser geworden ist.

    Die 1980 geborene Christina Ricci legte ab 1990 mit „Meerjungfrauen küssen besser“ und besonders den beiden Addams Familie-Filmen einen fulminanten Karrierestart hin. Und als sie dem Kinderstarstatus entwachsen war, legte die Schauspielerin mit Auftritten in von der Kritik gefeierten, atmosphärischen Werken wie „Der Eissturm“, „Buffalo '66“ oder „Sleepy Hollow“ von Tim Burton nach. Einen vorläufig letzten eindeutigen Karrierehöhepunkt erlebte sie 2003 in Patty Jenkins‘ Drama „Monster“ an der Seite von Charlize Theron. Zuletzt wurde im September 2017 entgegen anderslautender Ankündigungen die Serie „Z: The Beginning Of Everything“ trotz durchaus guter Kritiken vom Streaming-Anbieter Amazon nach nur einer Staffel wieder eingestellt. Das ist für Ricci im doppelten Sinne enttäuschend, denn sie spielte nicht nur die Hauptrolle der Zelda Fitzgerald, It-Girl der 20er Jahre und Ehefrau des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald („Der große Gatsby“), sondern fungierte bei dem aufwendigen Projekt auch als ausführende Produzentin, zumal ein ähnlich attraktives Projekt für sie aktuell nicht in Aussicht steht.

    Neben „Z: The Beginning Of Everything“ lässt sich für das Jahr 2017 lediglich ein weiterer Eintrag in Riccis Filmografie finden, nämlich ihre Sprechrolle im Direct-To-DVD-Superhelden-Animationsfilm „Teen Titans: Der Judas Auftrag“. Für 2018 ist zudem der Mystery-Thriller „Distorted“ angekündigt, in dem Ricci an der Seite von John Cusack („Love & Mercy“) die Hauptrolle der Lauren Curran übernehmen wird. Und für 2019 ist dann „Faraway Eyes“ unter der Regie von Harry Greenberger geplant.

    Wenig Glück mit Kinorollen

    Nach „Monster“ hatte Ricci insbesondere mit ihren Kinorollen wenig Glück, einzig für ihre Darbietung im Independent-Drama „Black Snake Moan“ erhielt sie noch überwiegend positive Resonanz: So war sie unter anderem im Wachowski-Rennfilmflop „Speed Racer“ zu sehen und in der von den Kritikern verrissenen Maupassant-Verfilmung „Bel Ami“ mit Robert Pattinson. Auch der bisher letzte Auftritt Riccis auf der großen Leinwand im Familiendrama „Mütter und Töchter“ sorgte nicht gerade für Aufsehen und schaffte es in Deutschland gar nicht erst in die Kinos.

    Früh wieder eingestellte Serienprojekte

    Riccis Fernsehprojekte in den vergangenen Jahren waren deutlich ambitionierter: Die Serie „Pan Am“, die von 2011 bis 2012 auf dem US-Sender ABC ausgestrahlt wurde, erwies sich allerdings als weiterer kommerzieller Flop. Allein der Pilot des aufwendig produzierten, an „Mad Men“ erinnernden Projekts, mit dem übrigens Margot Robbie („The Wolf Of Wall Street“) ihren Hollywood-Schauspieleinstand feierte, soll angeblich zehn Millionen Dollar verschlungen haben, da half dann auch die positive Resonanz bei Zuschauern und Kritikern wenig und so wurde auch diese Serie wie später „Z“ nach nur einer Staffel eingestellt. Ein etwas glücklicheres Händchen hatte Ricci immerhin bei der Miniserie „The Lizzie Borden Chronicles“. In dem Horror-Krimi spielte sie 2015 die Titelfigur, die angeklagt wird, ihre Eltern mit einer Axt ermordet zu haben und dabei war die Darstellerin mit den großen, expressiven Augen ganz augenscheinlich in ihrem Element.

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    Christina Ricci: Von Hollywood unterschätzt?

    In verschiedenen Interviews aus den vergangenen Jahren erklärte die 1,55 m große Darstellerin, dass sie schon zu Addams Family-Zeiten klein für ihr Alter gewesen sei. Damals habe ihr dies geholfen, da sie jünger wirkte, als sie aussah, und gleichzeitig eine ihrem tatsächlichen Alter entsprechende Reife und Professionalität an den Tag legte. Doch in späteren Jahren erwiesen sich ihr junges Aussehen und die verhältnismäßig geringe Körpergröße als Karrierehindernis. Als romantische Leading Lady kam sie für die Castingdirektoren Hollywoods eigentlich nie so recht in Frage, vielmehr gab es sogar Phasen, in denen sie wegen ihres vermeintlichen Übergewichts angefeindet wurde. Während Produzenten sie permanent zu unterschätzen scheinen, hat die charismatische Ricci wenigstens ihr privates Glück gefunden: Sie heiratete 2013 den Kabelhelfer James Heerdegen, den sie während der Dreharbeiten zu „Pan Am“ kennenlernte. Im August 2014 wurde Sohn Freddie geboren. Ein großes berufliches Comeback ist der außergewöhnlichen Schauspielerin indes jederzeit zuzutrauen. Verdient wäre es allemal.

     

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