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    Die besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten
    Von FILMSTARTS-Redaktion — 24.12.2019 um 15:00
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    Die FILMSTARTS-Redaktion hat diskutiert und sich entschieden: Hier ist pünktlich zum Fest der Liebe die neue, upgedatete Liste mit den unserer Meinung nach 80 besten SF-Filmen aller Zeiten. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Debattieren.

    Koch Media GmbH

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 50: "Andromeda - Tödlicher Staub aus dem All" (1971)

    Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ von Kult-Regisseur Robert Wise hat eine regelrechte Welle von Viren-Thrillern ausgelöst, doch keiner der Nachfolger kommt an Robert Wises Verfilmung von Michael Crichtons hochspannendem Bestseller heran. Als in New Mexico eine Sonde abstürzt, findet der Bergungstrupp der US-Regierung ein Bild des Schreckens vor: Alle Menschen des kleinen Ortes Piedmont sind von einer Viren-Epidemie dahingerafft worden – bis auf einen Trinker und einen Säugling. Die Regierung stellt ein Wissenschaftler-Team, um das bedrohliche Phänomen in den Griff zu bekommen. Die Operation „Wildfire“ läuft an.

    In einem fünfstöckigen, unterirdisch angelegten und hermetisch abgeriegelten Labor sollen die Forscher die Seuche entschlüsseln. „Andromeda“ ist kühl und karg, fast schon klinisch werden die Protagonisten in der Forschungsstation unter der Erde inszeniert, es dominiert eine bedrückend-beklemmende Atmosphäre, der kleinste Fehler könnte eine Katastrophe auslösen und das Ende bedeuten. „Andromeda“ ist aber nicht nur extrem spannend, sondern hat auch deutliche kritische Untertöne. Vor allem die Suche nach biologischen Kampfstoffen durch das US-Militär wird an den Pranger gestellt.

    Das gleichnamige Remake von 2008 konnte dem Original übrigens nicht das Wasser reichen.

    „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“

    NSM Records

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 49: "Die Körperfresser kommen" (1978)

    Seltsames geht vor im San Francisco von Die Körperfresser kommen: Immer mehr Menschen verhalten sich merkwürdig, zeigen keinerlei Emotionen und verhalten sich wie Doppelgänger ihrer selbst. Kein Wunder, denn außerirdische Invasoren ersetzen die Bewohner der Großstadt nach und nach durch gefühlskalte Duplikate. Am Ende bleiben nur Matthew (Donald Sutherland), Elizabeth (Brooke Adams), Nancy (Veronica Cartwright) und Jack (Jeff Goldblum) übrig. Philip Kaufmans Sci-Fi-Horrorfilm basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jack Finney und ist nach Don Siegels „Die Dämonischen“ bereits die zweite Leinwandadaption der Buchvorlage. Regisseur Philip Kaufman konfrontiert den Zuschauer mit dem beängstigenden Szenario eines unbewussten Identitätsverlusts und macht den Angriff der Aliens – im Gegensatz zu effektgewaltigen Blockbustern wie „Independence Day“ oder „Krieg der Welten“ – durch das fast unbemerkte Eindringen in den Großstadtalltag noch furchteinflößender. Kaufman zieht die Spannungsschraube kontinuierlich an und steuert zielstrebig auf ein kompromissloses Finale zu. Der coole Leonard „Spock“ Nimoy ist übrigens in einer Nebenrolle als Dr. David Kibner zu sehen.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Die Körperfresser kommen“
    „Die Körperfresser kommen“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Die Körperfresser kommen“

    Sony Pictures Home Entertainment

    Die besten SciFi-Filme – Platz 48: "Gattaca" (1997)

    In Andrew Niccols Dystopie „Gattaca“ ist Perfektion kein Zufall mehr, denn hier entstehen Menschen gleichsam im Reagenzglas. Erbinformationen können auf Wunsch der Eltern verändert, einzelne Attribute hinzugefügt und Krankheiten ausgemerzt werden. Die neue Unterschicht bilden die natürlich gezeugten Menschen, die von der Bevölkerung fast spöttisch „Gotteskinder“ genannt werden, jedoch offiziell als invalid gelten. Perfektionismus als Ende der Menschlichkeit:

    Andrew Niccols porträtiert in seinem Spielfilmdebüt eine Gesellschaft, in der Vollkommenheit gefordert wird und menschliche Makel zum Ausschluss aus der Elite führen. Er schaltet sich damit in die Debatte ein, die seit Jahren von Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen geführt wird: Wohin führt uns die Genforschung? Mit der kompletten Entschlüsselung des menschlichen Erbguts beginnt auch ein dystopisches Szenario wie „Gattaca“ plötzlich im Bereich des Möglichen zu liegen. Ein Grund mehr, den prominent besetzten Science-Fiction-Thriller mit Ethan HawkeUma Thurman und Jude Law vielleicht noch einmal einer erneuten Sichtung zu unterziehen.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Gattaca“
    „Gattaca“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Gattaca“

    Alive - Vertrieb und Marketing/DVD

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 47: "Quiet Earth – Das letzte Experiment" (1985)

    Geoff Murphys freie Verfilmung von Craig Harrisons zivilisationskritischem Roman „Quiet Earth – Das letzte Experiment“ besticht zunächst einmal durch ihren unwiderstehlichen Minimalismus, der im heutigen hochoktanigen Blockbusterkino kaum noch vorstellbar wäre. In dem kühlen Endzeit-Drama finden die drei letzten Menschen auf der Erde zusammen, um das Schicksal des Planeten auszuloten. Nach einem misslungenen Experiment sind Zac (Bruno Lawrence), Joanne (Alison Routledge) und Api (Pete Smith) im neuseeländischen Auckland die einzigen Überlebenden einer mysteriösen globalen Katastrophe. Die anderen sind einfach weg – Rückstände, keine Toten, nichts!

    Geoff Murphys ruhige Erzählung mag zwar unaufgeregt sein, aber unterhalb des Offensichtlichen entfaltet der zurückhaltend inszenierte Film eine ungeheure innere Spannung und eine dichte, düster-bedrückende Atmosphäre – das unerklärliche Phänomen könnte sich schließlich wiederholen. Dabei kommt „Quiet Earth“ fast ohne Spezialeffekte aus, die gespenstische Stimmung entsteht im Kopf des Zuschauers, der mit der Vorstellung konfrontiert wird, als letzter Mensch auf der Erde zu weilen. Regisseur Murphy verhandelt philosophische Fragen zum Menschsein, lässt seine Protagonisten ein perfides Rätsel lösen und verwebt seine anspruchsvollen Themen geschickt mit einer Dreiecksgeschichte – und das alles NACH der eigentlichen Katastrophe, die die Menschheit dahingerafft hat: eine wirklich ungewöhnliche Perspektive.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Quiet Earth – Das letzte Experiment"
    „Quiet Earth – Das letzte Experiment“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Quiet Earth – Das letzte Experiment“

    Universal Pictures Germany GmbH

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 46: "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C" (1957)

    Die unglaubliche Geschichte des Mr. C“ ist der wohl beste Film des B-Movie-Auteurs Jack Arnold, der uns auch Genreperlen wie „Der Schrecken vom Amazonas“, „Gefahr aus dem Weltall“ und „Tarantula“ beschert hat: Nachdem er bei einem Bootsausflug in eine seltsame, möglicherweise radioaktive Wolke geraten ist, beginnt Scott Carey (Grant Williams) zu schrumpfen. Die Ärzte sind ratlos, die Entwicklung scheint unaufhaltsam...

    Mit riesigen Kulissen und cleveren optischen Tricks werden die Größenverhältnisse ins rechte Licht gerückt, während Scott mit jedem Zentimeter Höhe an Selbstbewusstsein verliert und allmählich von einer Ehe- in eine allumfassende Sinnkrise und schließlich in akute Lebensgefahr gerät. Wenn er als kleines Männchen den Telefonhörer abzunehmen versucht oder sich ein Puppenhaus einrichtet, ist das noch irgendwie amüsant, aber wenn er sich schließlich in einem Kampf auf Leben und Tod einer gemeinen Hausspinne erwehren muss, bleibt einem jeder Anflug von Lachen im Halse stecken. Denn ganz nebenbei ist Arnolds kleiner Film auch eine Studie über erschütterte Männlichkeit, Außenseitertum und existenzielle Ängste.

    „Die unglaubliche Geschichte des Mr. C“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Die unglaubliche Geschichte des Mr. C“

    Walt Disney

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 45: "WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf" (2008)

    Spätestens mit Brad Birds großartigem „Ratatouille“ hatte die Trickfilmschmiede Pixar eindrucksvoll bewiesen, dass ihre Animationsfilme inzwischen in derselben Liga wie die großen Disney-Zeichentrick-Klassiker spielen – und erzählerisch ohnehin die allermeisten Spielfilme überflügeln. „WALL·E“ trat nur kurze Zeit später das schwere Erbe der sympathischen Ratte Remy an und Regisseur Andrew Stanton gelang mit seinem animierten Science-Fiction-Abenteuer gleich das nächste Pixar-Meisterstück. Er verzaubert sein Publikum mit 104 Minuten purem Hochgenusses für Jung und Alt:

    „WALL·E“ bietet Witz, Herz, originelle Ideen und elegante Referenzen an Sci-Fi-Meisterwerke wie Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“. Es gibt aber ebenso dystopische Elemente, die eine Interpretation von „WALL·E“ als clevere Konsum- und Kapitalismus-Reflektion nahelegen: Der kleine Aufräumroboter Wall-E ist das letzte denkende Wesen auf einer menschenleeren und vollständig zugemüllten Erde. Als er der Suchdrohne Eva begegnet und ihr schwer verliebt ins All folgt, trifft er dort auf die fettleibig-dekadenten Reste menschlicher Zivilisation, deren ökonomisch-ökologischer Sündenfall in unserer eigenen, heutigen Zeit stattgefunden hat.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf“
    „WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „WALL·E - Der Letzte räumt die Erde auf“

    Warner Home Video - DVD

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 44: "Interstellar" (2014)

    Interstellar“Projekt hat Christopher Nolan von Steven Spielberg geerbt, der ursprünglich als Regisseur vorgesehen war, und tatsächlich wirkt die hochemotionale Weltraumoper ein bisschen so, als hätte die gefühlsbetonte Erzählweise des Schöpfers von „E.T.“ auf den sonst eher kühlen Briten abgefärbt: Nolan beginnt sein 165-Millionen-Dollar-Epos als fast schon intimes Familiendrama, und die stärksten Szenen des Films sind jene, in denen dem zur Rettung der Menschheit in die Weiten des Alls aufgebrochenen Vater (Matthew McConaughey) die physikalische Kluft vor Augen geführt wird, die sich zwischen ihm und seinen sehr viel schneller alternden Kindern auf der Erde aufgetan hat. Aus komplizierten Theorien von Raumzeit und Wurmlöchern wird emotional zugängliches Blockbuster-Kino, das alle Sinne anspricht.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Interstellar“
    „Interstellar“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Interstellar“

    Paramount

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 43: "Star Trek: Der erste Kontakt" (1996)

    In Fankreisen gilt als ungeschriebenes Gesetz, dass die „Star Trek“-Filme mit einer geraden Zahl wesentlich besser sind als die mit einer ungeraden Nummer versehenen Filme der Reihe – nimmt man den Reboot „Star Trek - Die Zukunft hat begonnen“ von J.J. Abrams (Teil 11) einmal aus. So stellt für uns auch der achte Film, „Star Trek - Der erste Kontakt“, den stärksten Film des Franchises dar. Für Fans bietet das von Jonathan Frakes inszenierte Abenteuer des Raumschiffs Enterprise eine perfekte Weiterführung der Serie „Star Trek - Das nächste Jahrhundert“ und speziell der legendären Doppel-Episode „The Best Of Both Worlds“. Selbstironisch („Müssen die Menschen im 24. Jahrhundert niemals pinkeln?“) wird eine überaus düstere Story mit viel Liebe zum Detail (inklusive zahlreicher Gastauftritte) erzählt und mit den Borg die wohl unheimlichste Alien-Spezies aus dem gesamten Enterprise-Erzähluniversum als Antagonisten in Szene gesetzt.

    Doch auch für Nicht-Fans ist „Star Trek - Der erste Kontakt“ ein rundum gelungener Science-Fiction-Film mit einer spannenden Handlung, einer großartigen Atmosphäre und reichlich Action. Wie schon in der Serie steht auch hier der Android Data (Brent Spiner) besonders im Vordergrund, über dessen Stärken und Schwächen wiederum die zeitlose philosophische Frage nach den Grenzen des Menschlichen aufgeworfen wird.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Star Trek: Der erste Kontakt“
    „Star Trek: Der erste Kontakt“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu „Star Trek: Der erste Kontakt“

    Eureka Entertainment Ltd

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 42: "Der Mann, der zweimal lebte" (1966)

    Regisseur John Frankenheimer macht in Der Mann, der zweimal lebte“ dem alten Traum, mit einer neuen Identität noch einmal ganz von vorne anfangen zu können, einen düsteren Albtraum in kaltem Schwarz-Weiß, der noch düsterer und paranoider ausfällt als sein wenige Jahre zuvor entstandener Politthriller „Botschafter der Angst“. Ein Bankangestellter (John Randolph) aus New York nimmt die Dienste einer ominösen Firma in Anspruch, um ein neues Leben beginnen zu können. Er muss sich einer plastischen Operation unterziehen (nun: Rock Hudson!) und beginnt mit neuem Namen eine zweite Existenz als Künstler in Florida.

    Doch die vermeintliche Wiedergeburt mündet nur in ein weiteres, noch freudloseres und unfreieres Marionettendasein. Die kritischen Töne gegen die konformistische Konsumgesellschaft fallen ebenso deutlich aus wie die expressionistisch stilisierten Bilder von Kameramann James Wong Howe: Der im Original ebenso schlicht wie vieldeutig „Seconds“ betitelte Film ist gerade deshalb so unbehaglich, weil sein Science-Fiction-Szenario so klarsichtig von den Schattenseiten der Gegenwart erzählt – und das gilt auch mehr als 50 Jahre nach seiner Premiere noch.

    „Der Mann, der zweimal lebte“ auf DVD und Blu-ray*
    Der Trailer zu "Der Mann, der zweimal lebte“

    Warner Home Video - DVD

    Die besten Sci-Fi-Filme – Platz 41: "Die Zeitmaschine" (1960)

    George Pals Verfilmung von H.G. Wells‘ gleichnamigem Roman „Die Zeitmaschine“ aus dem Jahre 1895 ist nicht nur einer der gelungensten Science-Fiction-Filme der 60er Jahre, sondern ein bis heute beeindruckender Klassiker, der das Untergenre des Zeitreisefilms begründete. Er besticht insbesondere durch die liebevolle Ausstattung (das Prunkstück ist die im Stil des viktorianischen Zeitalters gestaltete Zeitmaschine) und durch die beeindruckenden handgemachten Spezialeffekte:

    Der Wissenschaftler George (perfekt: Rod Taylor) reist von der Schwelle zum 20. Jahrhundert mit seiner Zeitmaschine in die Zukunft, erlebt drei Weltkriege und fährt immer weiter bis in das Jahr 802.701 hinein. Dort findet er ein scheinbares Paradies vor, in dem die sanften Eloi leben. George rettet die schöne Weena (Yvette Mimieux) vor dem Ertrinken, nachdem sonst niemand eingreift. Doch dies ist nicht das einzig Seltsame an diesem Ort: Bücher zerfallen zu Staub und im Untergrund leben die affenähnlichen Morlocks, die Maschinen bedienen können und die Eloi unter ihrer Kontrolle haben.

    Die FILMSTARTS-Kritik zu „Die Zeitmaschine“
    „Die Zeitmaschine“ auf DVD und Blu-Ray*
    Der Trailer zu „Die Zeitmaschine“

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