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    Lohnt sich "Loki" auf Disney+? So gut ist die neue MCU-Serie mit Tom Hiddleston!
    Von Julius Vietzen — 09.06.2021 um 09:00

    Mit „Loki“ startet heute die nächste Marvel-Serie nach „WandaVision“ und „The Falcon And The Winter Soldier“. Wir haben die ersten beiden Folgen gesehen und verraten euch, warum sich das Einschalten auch dieses Mal wieder lohnt.

    2021 Disney und seine verbundenen Unternehmen.

    Mit „WandaVision“ und „The Falcon And The Winter Soldier“ rückte Marvel jeweils zwei Figuren in das Scheinwerferlicht einer eigenen Serie, die im Marvel Cinematic Universe (MCU) zwar schon ihre Momente hatten, bisher jedoch eher am Rande des Figurenkosmos standen. Trotzdem (oder gerade deswegen?) gelangen Marvel-Mastermind Kevin Feige und Co. damit zwei echte Hits, die starke Kritiken einfuhren und das Internet während der wochenweise erfolgenden Ausstrahlung auf Disney+ heißlaufen ließen.

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    In „Loki“ steht nun erstmals ein echter Fanliebling im Mittelpunkt der Serie, doch das bedeutet nicht, dass man sich alleine auf die Bekanntheit der Figur und das unbestreitbare Charisma von Tom Hiddleston in der Hauptrolle verlässt: „Loki“ ist mal amüsant, mal brüllend komisch, dabei immer stark geschrieben und visuell einfallsreich erzählt und hat das Potenzial, das Marvel Cinematic Universe komplett auf den Kopf zu stellen – so jedenfalls der Eindruck, den die ersten zwei Folgen hinterlassen.

    » Loki bei Disney+*

    Das hatte sich Loki (Tom Hiddleston) anders vorgestellt: Nachdem er von Iron Man (Robert Downey Jr.), Captain America (Chris Evans) und Co. in der Schlacht von New York besiegt worden ist, gelingt ihm zwar mit Hilfe des zufällig vor seinen Füßen landenden Tesserakts die Flucht – doch er kann seine neugewonnene Freiheit kaum auskosten, bevor ihn die Time Variance Authority (TVA) einkassiert, die sich um Abweichungen von der heiligen Zeitlinie kümmert.

    Frisch als sogenannte Variant gebrandmarkt droht Loki die endgültige Auslöschung, doch da hat TVA-Agent Mobius (Owen Wilson) eine Idee: Er will Loki in sein Team holen und mit seiner Hilfe eine mysteriöse Bedrohung eliminieren, die zu verschiedenen Zeiten und Orten für Chaos sorgt und die ausgesendeten TVA-Teams überlistet...

     

    „Loki“ beginnt mit der aus „Avengers: Endgame“ bekannten Szene, in der dem Gott des Schabernacks der im Tesserakt enthaltene Infinity-Stein vor die Füße fällt. Und nachdem Loki von der TVA gefangen genommen wurde, darf sich diese Version der Figur erstmal auf einem futuristischen Beamer anschauen, was ihr, oder besser gesagt: ihrem zukünftigen Ich, in „Thor 2“ und „Thor 3“ sowie „Avengers: Infinity War“ wiederfahren ist, sie selbst aber noch nicht erlebt hat.

    So bringen Regisseurin Kate Herron („Sex Education“) und Chefautor Michael Waldron („Rick & Morty“) alle im Publikum auf denselben Stand und lassen ihre Hauptfigur zugleich im Schnelldurchlauf die Entwicklung durchmachen, die sich zuvor über mehrere Filme erstreckt hat. Eine aus erzählerischer Hinsicht verständliche Entscheidung, die aber dafür sorgt, dass die erste Folge in einem recht entspannten Tempo daherkommt (sowieso gibt es in den ersten beiden je knapp einstündigen Episoden insgesamt nur anderthalb Actionszenen).

    "Loki" kann Drama...

    Dennoch ist es erstaunlich, wie emotional diese Wiederholungen auch für das Publikum geworden sind, das Loki über die Schulter schaut. Wenn er den Tod seiner Mutter Frigga (Rene Russo) und seines Vaters Odin (Anthony Hopkins) erlebt oder von der Zerstörung seiner Heimat Asgard erfährt, dann sieht man in Tom Hiddlestons Augen den ganzen Schmerz, den seine schon immer ambivalente Figur in sich trägt.

    Auch in Kombination mit Owen Wilson (spielt sich wie immer selbst, passt aber ausgezeichnet in die Rolle als Zeitagent Mobius) kann Hiddleston seine ganze schauspielerische Klasse zur Geltung bringen. Hier setzen Herron und Waldron ihre Hauptfigur geschickt in einem ganz neuen Szenario ein: Konnte Loki sich bisher meist darauf verlassen, allen anderen mit seinen Plänen und Streichen zwei Schritte voraus zu sein, hat er es nun mit einem Gegenüber zu tun, der (beinahe) jeden seiner Tricks durchschaut.

    … und Humor!

    Trotz einzelner emotionaler Momente ist „Loki“ aber hauptsächlich eine sehr amüsante Angelegenheit. Wer etwa Spaß an der Albtraum-Bürokratie eines „Brazil“ hatte, wird sich auch über die Szenen freuen, in denen Loki nach seiner Gefangennahme durch die TVA verschiedene Stationen durchläuft und etwa einen riesigen Stapel Papiere unterschreiben muss, auf denen alles steht, was er in seinem langen asgardianischen Leben gesagt hat.

    Und passenderweise beginnt die erste Folge nicht nur mit einem Infinity-Stein, sie endet auch mit gleich mehreren (!) davon – diesen brüllend komischen Moment wollen wir aber nicht vorwegnehmen, deswegen sagen wir an dieser Stelle kein weiteres Wort dazu.

    "Loki" legt den Grundstein

    Spätestens in der zweiten Folge nimmt die Handlung von „Loki“ dann auch richtig Schwung auf und damit meinen wir nicht nur, dass die in edlem Retro-Schick mit futuristischen Anleihen gehaltenen Räumlichkeiten der TVA nach und nach verschiedenen anderen Zeiten und Orten weichen. Auch hierzu wollen wir noch nicht zu viel verraten, fest steht aber: Nachdem „WandaVision“ und „The Falcon And The Winter Soldier“ noch eng mit „Avengers: Endgame“ verbunden waren und erzählerisch direkt daran anknüpften, wird dieses Thema hier ziemlich schnell abgehakt und zu den Akten gelegt.

    Stattdessen schlägt „Loki“ noch deutlicher als die Vorgänger-Serien ein neues Kapitel im MCU auf, in dem der Grundstein für zukünftige Handlungsstränge gelegt wird – vom Multiversum in „Spider-Man: No Way Home“ und „Doctor Strange 2“ bis zu „Ant-Man And The Wasp: Quantumania“, in dem der zeitreisende Bösewicht Kang (Jonathan Majors) auftreten wird.

    Kevin Feige gab gegenüber dem Filmmagazin Empire bereits zu Protokoll, dass „Loki“ womöglich einen noch stärkeren Einfluss auf das MCU habe, als die beiden vorherigen Serien. Ob das wirklich stimmt, werden die weiteren Folgen und natürlich auch die nächsten MCU-Filme zeigen müssen. Das Potenzial ist aber definitiv vorhanden – und wir sind schon sehr gespannt auf Folge 3.

    „Loki“ Folge 1 kann ab sofort bei Disney+ gestreamt werden. Folge 2 gibt es dann am 16. Juni 2021.

    Das Ende von "Loki" Folge 1 erklärt: Warum die Szene mit den Infinity-Steinen so wichtig ist

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