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    TV-Tipp: Zwei Marvel-Stars als Blutsauger in einem der besten Vampirfilme aller Zeiten – betörend-düster & originell
    04.03.2022 um 14:29
    Annemarie Havran
    Annemarie Havran
    -Mitglied der Chefredaktion
    Film- und Serien-Fan mit Leib und Seele. Immer, wenn im Kinosaal das Licht ausgeht oder der Vorspann einer starken Serie beginnt, kommt die Gänsehaut.

    Vampire jenseits von Teenie-Glitzerkram wie in „Twilight“ und Horror-Gemetzel wie in „From Dusk Till Dawn“ gibt’s in Jim Jarmuschs „Only Lovers Left Alive“. Der starke Vampirfilm mit Tom Hiddleston und Tilda Swinton läuft werbefrei im Fernsehen.

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    Jim Jarmusch ist einer der großen Autorenfilmer Hollywoods. Seine Indie-Dramen wie „Down By Law“ mit Tom Waits, „Night On Earth“ mit Winona Ryder und „Dead Man“ mit Johnny Depp sind herausragende Filme, teils echte Meisterwerke, aber nicht besonders zugänglich. Anders „Only Lovers Left Alive“ – der betörend-düstere Vampirfilm mit den Marvel-Stars Tom Hiddleston (Loki) und Tilda Swinton (The Ancient One) ist cool, witzig und als Mix aus Arthouse- und Genre-Kino fast schon mainstream-tauglich!

    "Only Lovers Left Alive" im TV und im Stream

    Im TV wird „Only Lovers Left Alive” am Freitag, den 4. März um 21.50 Uhr auf arte ausgestrahlt – also ohne Werbeunterbrechungen. Wer streamt, ist an diese Sendezeit jedoch nicht gebunden: Ab 5 Uhr morgens am 4. März ist „Only Lovers Left Alive“ für mindestens sieben Tage in der Mediathek von arte verfügbar und kann unter arte.tv oder in der ARTE App kostenlos und ohne Anmeldung gestreamt werden. Wer dauerhaft in den Genuss des Films kommen möchte, kann zu Blu-ray oder DVD greifen.

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    In unserem 100er-Ranking vom besten bis zum schlechtesten Vampirfilm hat es „Only Lovers Left Alive“ auf einen beachtlichen 12. Platz gebracht, liegt damit nur zwei Plätze hinter dem Kult-Gruselfilm „Interview mit einem Vampir“ und hat sich damit unser Label als einer der besten Vampirfilme aller Zeiten redlich verdient. In der FILMSTARTS-Kritik gibt es starke vier von fünf möglichen Sternen und wir stellen fest: „Jarmusch rückt dem Vampir-Mythos ebenso originell wie humorvoll zu Leibe.“

    Darum geht's in Jim Jarmuschs Vampirfilm

    In „Only Lovers Left Alive” geht es um die Hunderte von Jahren alten Vampire Adam (Tom Hiddleston) und Eve (Tilda Swinton). Sie saugen schon lange nicht mehr Blut, sondern besorgen sich den „Stoff“ auf anderen Wegen. Die beiden führen so etwas wie eine Fernbeziehung – nach so langer Zeit muss man sich nicht immer nah sein.

    Während Literaturliebhaberin Eve in Tanger zufrieden ist, verfällt Musiker und Erfinder Adam, der mit Assistent Ian (Anton Yelchin) in Detroit lebt, jedoch in immer größere Depressionen – weswegen Eve kurzerhand zu ihm reist, um ihn zu trösten. Als dann aber Eves jüngere, impulsive Schwester Ava (Mia Wasikowska) zu Besuch kommt, bringt sie Chaos in das Leben des uralten Liebespaars.

    Ein bisschen hört sich der grob umrissene Inhalt von „Only Lovers Left Alive“ so an, als würde man hier das WG-Leben der exaltierten Vampire in Taika Waititis und Jemaine Clements Mockumentary „5 Zimmer Küche Sarg“ beschreiben. Und tatsächlich gibt es in „Only Lovers Left Alive“ auch viele witzige, trockenhumorige Momente, was den Film immer wieder auflockert, der sonst sehr düster gehalten ist (im wahrsten Sinne des Wortes – es gibt keine einzige Tageslicht-Szene).

    "Cool, philosophisch, poetisch, retro"

    Im Mittelpunkt steht aber die wunderschöne, emotionale Liebesgeschichte von Adam und Eve, verwoben mit der Sinnkrise des melancholischen, intellektuellen Vampir-Rockers Adam, der als genialer Künstler und sogar Wohltäter der Menschheit, der er wiederholt anonym Erfindungen und Kompositionen zuschachert, immer im Verborgenen bleiben muss. „Zombies“ nennt er die Menschen, an deren Kleingeistigkeit er zunehmend verzweifelt – was die Frage aufwirft: Sind Vampire nicht vielleicht die besseren Menschen?

    Unser Fazit: „Only Lovers Left Alive” ist exzentrisches Midnight Movie und betörend-düsterer Liebesfilm in einem – cool, philosophisch, poetisch, retro: Jarmuschs zugänglichster und witzigster Film seit langem!

    In Gedenken an Anton Yelchin: Seine sieben besten Rollen

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