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    Dank Marvel- & DC-Power: Neuer "Spawn" macht wichtigen Schritt nach vorn – und soll werden wie kein anderer Superheldenfilm
    Markus Trutt
    Markus Trutt
    -Redakteur
    Markus ist nicht nur großer MCU-Fan, sondern hat auch sonst ein Faible für Superheldinnen und -helden und ihre meist sogar noch spannenderen Widersacher*innen.

    Nach längerer Funkstille kommt endlich wieder Leben in die neue Adaption der „Spawn“-Comics. So hat sich nun ein echtes Experten-Team zusammengetan, um für ein frisches Drehbuch zu sorgen. Mit dabei: Die Autoren von „Joker“ und „Captain America 4“.

    New Line Cinema

    Seit Jahren schon versucht „Spawn“-Schöpfer Todd McFarlane eine Neuverfilmung seiner beliebten Comic-Reihe auf die Beine zu stellen, nachdem der erste Versuch von 1997 mit Michael Jai White in der Titelrolle doch arg zu wünschen übrig ließ (auch wenn er bei vielen inzwischen Kultstatus genießt). Mit einem Drehbuch von McFarlane selbst, dem versierten Horror-Studio Blumhouse und großen Stars wie Jamie Foxx und Jeremy Renner an Bord, sah es zwischenzeitlich sogar schon ziemlich gut aus. Zuletzt wurde es allerdings doch wieder recht ruhig um den Reboot – bis jetzt!

    Wie der Hollywood Reporter berichtet, wurde nun ein versiertes Autoren-Trio versammelt, um ein neues Drehbuch für „Spawn“ zu entwickeln. Neben dem aufstrebenden Matt Mixon, der bisher eher im Doku-Bereich zu Hause ist, dürften gerade Comic-Fans bei den anderen beiden Namen besonders aufhorchen: Scott Silver und Malcolm Spellman.

    Dass er ein Händchen für besondere Comic-Verfilmungen für Erwachsene hat, hat Silver bereits mit dem DC-Mega-Hit „Joker“ bewiesen, dessen oscarnominiertes Skript er gemeinsam mit Regisseur Todd Phillips verfasst hat (und an dessen Sequel „Joker 2: Folie À Deux“ er gerade sitzt). Spellman auf der anderen Seite war jüngst für die MCU-Serie „The Falcon And The Winter Soldier“ hauptverantwortlich und werkelt aktuell an der Quasi-Fortführung „Captain America 4: New World Order“.

    Das ist "Spawn"

    In „Spawn“ geht es um den Elitesoldaten Al Simmons, der ermordet und dann aus der Hölle auf die Erde zurückgeschickt wird – allerdings als dämonische, entstellte Kreatur. Hier macht er nun Jagd auf all die Verbrecher auf den Straßen und erregt so die Aufmerksamkeit eines Polizisten, der schon lange einen einsamen Kampf gegen die Kriminalität führt.

    Anders als so viele andere populäre Figuren im Comic-Kosmos ist Spawn dabei weder Teil des DC- noch des Marvel-Universums. Erschienen sind die Geschichten nämlich beim Verlag Image Comics, von dem etwa auch „The Walking Dead“ und „Kick-Ass“ stammen.

    Ein gänzlich anderer Superheldenfilm

    Für den neuen „Spawn“ versprach der frisch angeheuerte Malcolm Spellmann gegenüber dem Hollywood Reporter nun, dass man etwas abliefern wolle, dass nicht nur der Figur und McFarlanes Vorarbeit gerecht werden, sondern obendrein auch relevant sein und Ecken und Kanten haben soll. Man wolle etwas machen, das anders als alle anderen Superheldenfilme werden soll.

    Das sind natürlich große Worte, die bei Comic-Blockbustern gerne mal bemüht werden. Angesichts des vielversprechenden Teams und des düsteren Einschlags der Geschichte könnte da in diesem Fall aber tatsächlich etwas dran sein. Ob der „Spawn“-Reboot am Ende wirklich ein harter Fantasy-Horrorfilm mit Erwachsenenfreigabe wird, wie vom weiterhin stark involvierten McFarlane einst in Aussicht gestellt, bleibt jedoch noch abzuwarten.

    Der „Spawn“-Erfinder wird jedenfalls nicht müde zu betonen, dass gerade der Riesenerfolg vom brutalen „Joker“ ihm den nötigen Rückenwind für diese Ausrichtung gegeben habe. Und genau das sei wohl auch einer der Gründe gewesen, warum man nun auch „Joker“-Schreiber Scott Silver ins Boot holen wollte.

    Mit Jamie Foxx, aber ohne Jeremy Renner?

    Silver und Co. sollen nun auch für eine „Spawn“-Adaption sorgen, die etwas teurer und aufwändiger werden soll als die Version, die McFarlane selbst mit seinem ersten Drehbuchentwurf geplant hatte. Ob es weiterhin bei dem Ansatz bleibt, dass die Titelfigur im Film nicht spricht und eher als Nebenfigur immer mal erbarmungslos aus dem Nichts zuschlägt, während Polizist Detective Williams der eigentliche Protagonist ist, ist unklar. Demnach sei es auch unsicher, ob der bereits für die Rolle von Williams vorgesehene Marvel-Star Jeremy Renner weiter beteiligt sein wird. Das hänge nun davon ab, wie das neue Skript am Ende aussieht.

    In die Haut von Spawn soll aber nach wie vor Oscarpreisträger Jamie Foxx schlüpfen. Unbesetzt bleibt derweil der Regiestuhl, auf dem ursprünglich eigentlich Todd McFarlane selbst Platz nehmen wollte. Nachdem man nun aber ein so hochkarätiges Team zusammengestellt habe, suche man laut McFarlane auch hier jetzt nach einem größeren Namen mit mehr Erfahrung. Daneben müsse auch noch ein Studiopartner her, um das Projekt endgültig ins Rollen zu bringen. Mit dem illustren neuen Drehbuch-Team dürfte nun aber ein ganz entscheidender Schritt in diese Richtung gemacht worden sein. Wann der neue „Spawn“ erscheint, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch völlig unklar.

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